DSGVO & Co. einhalten – gemanagtes Angebot für Unternehmen in Europa Telekom und Nextcloud bieten Collaboration-Lösung

Autor: Elke Witmer-Goßner

Die Deutsche Telekom und Nextcloud GmbH wollen Unternehmen ab sofort eine rein europäische Collaboration-Plattform anbieten. Die gemanagte Lösung soll die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für sicheren Daten- und Dokumentenaustausch mit Online-Bearbeitungsfunktionen erfüllen.

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Gemeinsam mit Nextcloud will die Deutsche Telekom eine glaubwürdige Alternative zu anderen Collaboration-Plattformen anbieten, die durch Vertrauenswürdigkeit, Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit punkte.
Gemeinsam mit Nextcloud will die Deutsche Telekom eine glaubwürdige Alternative zu anderen Collaboration-Plattformen anbieten, die durch Vertrauenswürdigkeit, Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit punkte.
(Bild: © duncanandison - stock.adobe.com)

Die Deutsche Telekom reagiert mit dem Angebot auf die gewachsene Nachfrage nach Online-Produktivitätstechnologien, welche die digitale Souveränität ihrer Nutzer bewahren. Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungen sollen daher einen skalierbaren und umfassenden Raum für digitale Zusammenarbeit erhalten, um die Produktivität während der Covid-Krise und danach aufrechtzuerhalten.

„2021 wird ein Jahr des Wiederaufbaus unserer Volkswirtschaften sein“, erklärt Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland. Die Covid-19-Pandemie unterstreiche die Notwendigkeit der Remote-Zusammenarbeit; viele Mitarbeiter arbeiteten von zu Hause aus. Gleichzeitig hätten zunehmende digitale Angriffe das Bewusstsein für Sicherheit und digitale Souveränität erhöht. „Es gibt eine klare Forderung von Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern nach einem besseren Schutz der Kundendaten, mehr Transparenz in Bezug auf Sicherheit und Datenspeicherung“, fügt Rickmann hinzu. Deshalb hätten sich die Telekom und Nextcloud zusammengeschlossen, um eine Open-Source-Plattform für Zusammenarbeit anzubieten, die zu 100 Prozent in der EU gehostet werde, transparent sei und die Daten schütze.

Sowohl Deutsche Telekom als auch Nextcloud GmbH sind Unterstützer der GAIA-X-Initiative zum Aufbau einer auf europäischen Standards basierenden Dateninfrastruktur. Laut Anbieter verließen die Daten auf der gemeinsamen Kollaborationsplattform nie den strengen deutschen Rechtsraum, und die Nutzer müssten sich nicht um Fragen der Daten-Compliance kümmern.

Die neue Collaboration-Lösung „Managed Nextcloud“ basiert auf Nextcloud Hub und enthält zusätzlich Chat und Videokonferenzen sowie Aufgaben- und Kalendermanagement. Die auf Open Source und offenen Standards fußende Nextcloud-Hub-Plattform gebe Kunden Kontrolle und Flexibilität und ermögliche eine tiefe Integration in die bestehende Infrastruktur sowie die Erweiterung und Anpassung des Produkts. Die Verwendung von Open Source und offenen Standards sorge zudem für Transparenz und biete Kunden und Dritten die Möglichkeit, die Funktionalität und Sicherheit des Produkts zu überprüfen.

„Da immer mehr europäische Unternehmen, Regierungsorganisationen und Bildungseinrichtungen Cloud-Dienste nutzen, sehen wir eine stetig wachsende Nachfrage nach europäischer Datensouveränität. In einer datengesteuerten Wirtschaft brauchen wir Plattformen, die unsere Souveränität für Innovation und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle garantieren“, kommentiert Frank Karlitschek, CEO und Gründer der Nextcloud GmbH, die Ankündigung. Die Daten werden in Rechenzentren der Telekom in der EU gehostet, um Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit zu gewährleisten.

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 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de