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Synergie durch neue Kombinationen aus IBM Speicher-Hardware und ADSM
Auszug aus einer internen Laudatio (1997) für „Outstanding Acomplishments“ in der IBM Storage Systems Division:
… A major new release of ADSM (Version 3) was made generally available in October 1997, with Research contributions that include a Web administrative interface, support for SQL queries of its internal database, point-in-time restore, and improved archive file management. In addition to its sales as a separate product, ADSM is a key building block in SSD‘s Network Storage Manager and Virtual Tape Server offerings, which are integrated hardware and software solutions.
Die interessante Nachricht aus dieser Ehrung ist der Hinweis, dass die kurz zuvor begonnene „Seascape Storage Building Block“-Initiative der IBM Storage Systems Division (die Wiederverwendung von bewährten IBM-Komponenten als Entwicklungsbasis für komplexe Subsysteme) auch auf die Software ADSM ausgedehnt wurde. Aus dieser Initiative entstanden in der Folge erfolgreiche Kombinationsprodukte mit ADSM wie der IBM 3494 Virtual Tape Server (VTS), der IBM 3466 Network Storage Manager (NSM) und der IBM 3466 WebCache Manager (WCM).
Kooperationen mit der IBM Softwaregroup
Parallel dazu gab es Kooperationen mit der IBM Softwaregroup in Form der Integration von ADSM mit IBM ContentManager, ContentManager OnDemand und IBM CommonStore als komplette ECM-Lösung auf Open Systems.
- IBM 3494 Virtual Tape Server (die Hardware-Spezifikationen sind im Hardware-Kapitel „Die Epoche der RAID Systeme“ beschrieben) – der VTS war die Realisierung einer großen Menge von virtuellen Bandlaufwerken und virtuellen Bandkassetten und wurde auf Basis einer modifizierten AIX ADSM-Server/HSM-Client-Lösung in der B16-Kontrolleinheit implementiert. Nach außen repräsentierten sich 3490-Laufwerke und die 3490 virtuellen Volumes (typ. 800 Megabyte) und wurden nach Füllung mit Hilfe der ADSM/HSM-Funktionen auf physische Laufwerke der IBM Library 3494 heraus migriert. Über das „Open System Attachment Feature“ konnten auch ADSM-Server auf Open-System-Plattformen die Funktionen des VTS nutzen. Diese Lösung wurde jedoch seltener verwendet, weil im Open-System Umfeld der ADSM-Server seine ganzen Stärken zur Verwaltung der Speichermedien erst ausspielt, wenn er der alleinige Verwalter aller Speichereinheiten ist. Dieser Vorbehalt gilt heute grundsätzlich auch noch für solche Open System VTLs, die intern transparente Migration auf physische Laufwerke implementiert haben.
- IBM 3466 Network Storage Manager (April 1998) – die „ADSM-in-the-box“-Lösung – heute würde man sie als „Appliance“ bezeichnen – war ein fertig vorkonfigurierter ADSM-Server auf Basis einer RS6000/H50 mit Diskpool auf SSA-Platten, die entweder als JBOD (bis zu 814 Gigabyte) oder im RAID5-Modus (bis zu 610 Gigabyte) vorkonfiguriert angeliefert wurde und nach der Hardware-Installation schon in kurzer Zeit die ersten Datensicherungen prozessieren konnte. Das erste Modell A00 hatte SCSI-Adapter integriert, an die man externe Tape-Libraries anschließen konnte, Modell A01 hatte eine eingebaute Library (entweder DLT oder Magstar MP 3570) und Modell B01 wurde mit IBM 3494/3590 geliefert. Nachfolgemodelle mit geänderten Technologiekomponenten hatten die Bezeichnungen C00, C10, C20, C30.
- Weiter mit: IBM 3466 WebCache Manager
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