Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

Tivoli Storage Manager – die Erfolgsgeschichte der ersten 20 Jahre, Teil 3

11.05.2010 | Autor / Redakteur: Klemens Poschke / Nico Litzel

Medienkollektion (3,5-Zoll-Diskette, 8-mm-Bandkassette, CD, Handbuch) zu Backint/ADSM, TDP for SAP R/3 und TDP for Hardware aus verschiedenen Jahren
Medienkollektion (3,5-Zoll-Diskette, 8-mm-Bandkassette, CD, Handbuch) zu Backint/ADSM, TDP for SAP R/3 und TDP for Hardware aus verschiedenen Jahren

Einen besonderen Stellenwert beim Erfolg des ADSTAR Distributed Storage Manager (ADSM) hatte die frühe Anbindung an die von SAP entwickelte „Backint-Schnittstelle“. Die SAP-Entwickler erachteten diese Schnittstelle deshalb für notwendig, weil die integrierten Backup-Funktionen der Oracle-Datenbank zu dieser Zeit nicht ausreichend waren zum Erstellen von konsistenten Online-Backups und die Anforderungen eine enge Verknüpfung von Backup mit den SAP-spezifischen Management-Werkzeugen vorsah.

Das IBM-Labor Böblingen hatte durch die geografische Nähe zur SAP-Entwicklung in Walldorf einen strategischen Vorteil für diese Implementierung, weil für die Pflege einer solchen Integration kontinuierliche Absprachen und Tests mit dem Anwendungshersteller nötig sind. Neben der „Backint“-Schnittstelle wurden auch weitere SAP-Schnittstellen wie „Adint“ (ADABAS-D/MaxDB Datenbank) und die „Archint“- oder „ArchiveLink“-Schnittstelle (IBM CommonStore for SAP) im Böblinger Labor aufgegriffen und in Kombinationsprodukte zu ADSM integriert. Hier eine kurze tabellarische Backint/ADSM-Produkthistorie der Anfangszeit:

  • Die Idee für Backint/ADSM entstand im Sommer 1993 aufgrund zahlreicher Kundenanfragen.
  • September 1993 Meeting mit SAP – Backint-Schnittstelle
  • Markteinführung als Service Offering 1994 – V1: Aufruf der ADSM-Funktionen durch commandline – dmsc calls, AIX, Oracle
  • Erste Kundeninstallation April 1994 – ca. zehn Kunden bis Ende 1994
  • Erweiterungen 1995 und 1996 – parallele Sessions, Portierung auf andere Betriebssysteme (DEC, HP, SNI, SUN), erster Kunde in USA auf HP-UX
  • Backint/ADSM V2 – API-Schnittstelle zu ADSM als Ersatz der CmdLine-Implementierung 1996 und Windows/NT Support
  • Erweiterungen 1997–1999 – Multithreading, parallel/alternate Paths und Servers
  • Weltweit ca. 3000 Kunden Ende 1999
  • Jahr 2000 Transfer zu Tivoli und Ankündigung als Mitglied der TSM-Produktfamilie als Tivoli Data Protection for SAP R/3, Administration Tools
  • V3 – Objektorientierte Implementierung mit modularem Aufbau, „common code“ für Oracle und DB2, Support für DB2, Administration Assistant

Untypisch für die sonstige ADSM-Produktstruktur war die Tatsache, dass das Backint/ADSM-Angebot für SAP R/3 zwar eine Schlüssellösung war, aber bis 1999 nur als Service-Offering angeboten wurde. Grund dafür war möglicherweise die Tatsache, dass SAP R/3 anfangs nur auf dem europäischen Markt erfolgreich war. Es ist der Kreativität der Entwickler und dem Marktengagement des Entwicklungsteams zu danken, dass dieses Modul zu den wichtigsten und wirtschaftlich erfolgreichsten ADSM/TSM-Komponenten insgesamt wurde. Im Jahr 2000 wurde das Modul ein formales IBM Tivoli-Produkt und die Böblinger Abteilung eine offizielle TSM-Entwicklungslokation.

Weiter mit: Oktober 1997 ADSM V3.1 – Erweiterungen für den unternehmensweiten Einsatz

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