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SATA, Enterprise-SAS und 2,5-Zoll dominieren das HDD-Geschäft Toshiba schließt Übernahme von Fujitsu ab

Redakteur: Rainer Graefen

Geschafft. Sechs Monate krempelte Toshiba den eigenen Festplattenbereich und den von Fujitsu um. Jetzt stehen die neuen Ziele fest und wollen publiziert sein. Das Datenwachstum an sich macht Toshiba Mut für die Zukunft, einige retardierende Momente lauern allerdings am Horizont.

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Was Toshiba schon seit langem wusste, propagiert nun auch IDC: Die HDD-Zukunft ist rot und hat 2,5-Zoll Formfaktor.
Was Toshiba schon seit langem wusste, propagiert nun auch IDC: Die HDD-Zukunft ist rot und hat 2,5-Zoll Formfaktor.
( Archiv: Vogel Business Media )

Besinnlichkeit kam auf, als General Manager Otto Hinteregger, zuständig für Verkauf und Produktstrategie von Toshibas Storage Device Division (SDD) Europe, die vergangenen technologischen Erfolge des Unternehmens Revue passieren ließ.

Ein wichtiger Erfolge von Toshiba war, dass man seit der Produktion der ersten Kühlschrank-großen 14-Zoll-Festplatte im Jahr 1972 an die 250 Millionen Disk-Laufwerke verkauft hat – hauptsächlich im Small Form Faktor (SFF) von 2,5-Zoll.

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Die Umsätze aus dem dazugehörenden Unternehmensbereich Digital Media Network machen enorme 34 Prozent des Gesamtkonzernumsatzes aus.

Marktchancen und ...

Der Rückblick war selbstredend keine Gedenkrede, sondern er war der Auftakt den Wert der Anfang Oktober abgeschlossenen Übernahme von Fujitsu im härter werdenden Wettbewerb zu beleuchten sowie neue Meilensteine für die Mitarbeiter auszugeben. „Für die Festplattentechnologie sieht die Zukunft viel versprechend aus. In einer Reihe neuer Märkte und Applikationen gibt es eine große Nachfrage nach mobilen Speicherlösungen mit viel Kapazität“, sagte Hinteregger.

Einige generelle Stolpersteine des Marktes werden Toshiba allerdings in den nächsten Jahren zu schaffen machen auf der „Mission 2012“ mit der man „das führende Unternehmen im Bereich mobiler HDDs und Enterprise SFF-HDD“ werden will. Und die „dominante Position im Automotive HDD Markt“ will man ebenfalls bewahren.

... Stolpersteine des Marktes

Die grundsätzlichen Probleme des Disk-Markts bestehen in einer latenten Überproduktion, die alle fünf Hersteller gleichermaßen zyklisch betreffen. Zirka 557 Millionen Festplatten wollten 2008 verkauft sein. 2012 sind es nach Angaben von IDC noch mal 300 Millionen Einheiten mehr.

Dem „Schweinezyklus“ der Branche sind im Laufe der letzten 30 Jahre annähernd 50 Festplatten-Hersteller zum Opfer gefallen. Geblieben sind den Anwendern neben Toshiba nur noch Seagate, Western Digital, Hitachi Global Storage und Samsung.

Trost spendet angesichts dieser Konzentration indes das Datenwachstum, obwohl viele SMB-Unternehmen mit einer Terabyte-Disk von der Kapazität her betrachtet schon überversorgt sind.

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