Fatale Verwechslung bei externen Festplatten

Überspannungsschäden durch falsche Netzteile sind zweithäufigste Ursache für Datenverlust

18.04.2011 | Redakteur: Nico Litzel

Überspannungsschäden, die durch falsche Netzteile ausgelöst werden, sind die zweithäufigste Ursache für einen Datenverlust bei externen Festplatten.
Überspannungsschäden, die durch falsche Netzteile ausgelöst werden, sind die zweithäufigste Ursache für einen Datenverlust bei externen Festplatten.

Wer ein falsches Netzteil an eine externe Festplatte anschließt, riskiert einen Datenverlust. Zwischen 20 und 30 Prozent aller Datenverluste lassen sich auf Überspannungsschäden zurückführen, die fast immer durch ein unpassendes Netzteil ausgelöst werden.

Externe Festplatten werden für gewöhnlich mit 12-Volt-Netzteilen mit verschiedenen Amperezahlen betrieben. Die Netzteile von Notebooks weisen dagegen zwischen 19 und 24 Volt auf. Da die Stecker jedoch identisch sind, kommt es hier häufig zu Verwechslungen, die oft fatal für die Datenträger enden: „Meist ist die Steuerplatine der Festplatte verschmort und manchmal sind sogar die Schreib-Leseköpfe regelrecht ,zusammengefaltet‘“, erklärt Conrad Heinicke, Projektmanager bei CBL Datenrettung.

Heinicke weiter: „Wenn Anwender durch eine solche Netzteilverwechselung Daten verloren haben, können sie ihre ,Grillplatte‘ gerne zu uns zur kostenlosen Diagnose schicken. Zu vermeiden wäre so ein Verlust leicht, indem man die Netzteile entsprechend beschriftet oder markiert.“

Umfangreiche Modifikationen an der Firmware

Diese Art von Spannungsschäden sind nach Angaben von CBL nach dem Herunterfallen (60 bis 70 Prozent aller Fälle) die zweithäufigste Ursache für einen Datenverlust bei externen Disks. Vor einigen Jahren noch, bis zu einer Plattengröße von 60 Gigabyte, reichte es CBL zufolge in solchen Fällen oft aus, einfach die zerstörte Platine auszutauschen, um die defekte Disk wieder in Betrieb nehmen zu können. Bei modernen Festplatten müssten hingegen heute zusätzlich noch umfangreiche Modifikationen an der Firmware vorgenommen werden, um die Daten, die noch auf den Magnetscheiben vorhanden sind, wieder auslesen zu können.

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