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Integrierte KI-Funktionen Veritas 360 Defense soll sich selbst verteidigen

Von Michael Matzer 6 min Lesedauer

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Veritas verstärkt seine Verteidigungsplattform Veritas 360 Defense um KI-Funktionen, um Unternehmen zu helfen, sich besser vor Ransomware-Angriffen zu schützen. 360 Defense soll sich selbst automatisch verteidigen können und nutzt einen auf generativer KI (genAI) basierenden Copiloten. In die Plattform hat Veritas zudem weitere Partner aufgenommen. Storage-Insider führte ein Interview mit dem CTO der DACH-Region, Patrick Englisch.

Mit KI soll sich die Sicherheitsplattform von Veritas nun selbst verteidigen.(Bild:  ©Henrik5000, Getty Images Signature via Canva.com)
Mit KI soll sich die Sicherheitsplattform von Veritas nun selbst verteidigen.
(Bild: ©Henrik5000, Getty Images Signature via Canva.com)

„Cyberkriminelle nutzen heutzutage ausgefeilte KI-Tools, um häufiger, schneller und umfassender anzugreifen“, sagt Patrick Englisch, CTO DACH bei Veritas. „Ihr Ziel ist es dabei, die Datensicherheitsteams zu überfordern.“ Den Angreifern spiele in die Hände, dass Unternehmen vermutlich keine weiteren Spezialisten für Datensicherheit einstellten. Daher benötigten die bereits vorhandenen Experten und neue Generalisten zusätzliche Unterstützung. „Hier können intelligente Datenmanagement-Tools bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität helfen.“

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Er berichtet, dass es in den vergangenen zwei Jahren Angreifern gelungen sei, in die Systeme von 78 Prozent der deutschen Unternehmen einzudringen: „Das zeigte unsere Data-Risk-Management-Studie.“ Besonders besorgniserregend sei, dass KI-Tools wie WormGPT es Angreifern erleichterten, ihre Social-Engineering-Angriffe durch KI-generierte Phishing-E-Mails zu verfeinern: „Das heißt, Cyberkriminelle entwickeln ihre Angriffsmethoden weiter und nutzen KI, um noch raffiniertere Attacken zu starten.“

Gleichzeitig hätten Unternehmen nicht immer die Möglichkeit, zusätzliche Datenschutzspezialisten einzustellen, so dass die wenigen Spezialisten oder häufig Generalisten in den IT-Teams diese Herausforderung bewältigen müssten. Diese seien daher auf Unterstützung angewiesen. „Veritas 360 Defense bietet diese Unterstützung mit KI-gestützten Tools, die ihnen bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität zur Seite stehen.“

Die Selbstverteidigungslösung

Cyberkriminelle versuchen zunehmend, Backup-Daten mit gestohlenen Administrator-Zugangsdaten zu beschädigen. Dagegen richtet sich die neue, selbständig verteidigende Veritas-Lösung zur Datensicherung – laut Veritas die branchenweit erste ihrer Art. Veritas NetBackup sowie Veritas Alta Data Protection sollen kontinuierlich ihre Umgebung überwachen und sich gegen Bedrohungen durch kompromittierte Beglaubigungsdaten verteidigen.

Die Lösungen erkennen laut Hersteller nicht nur Anomalien im administrativen Benutzerverhalten. Sie meldeten diese Auffälligkeiten auch automatisch und passten Sicherheitseinstellungen wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und die Multi-Personen-Authentifizierung (MPA) automatisch an. Im Idealfall sperrten sie zeitnah den Zugriff auf Daten und schützten so vor Angriffen.

„Dreamteam“ Alta & NetBackup

Englisch erläutert den Unterschied zwischen den beiden Lösungen „NetBackup“ und „Alta“. Demnach ist Veritas Alta die Plattform für das sichere, hybride Multi-Cloud-Datenmanagement. Veritas Alta Data Protection ist NetBackup für hybride Cloud-Umgebungen und ermöglicht den Einsatz der Cloud-Scale-Technologie. „Die Cloud-Scale-Technologie ist die containerisierte, serviceorientierte und elastische Architektur von Veritas’ einzigartiger Enterprise-Backup-&-Recovery-Lösung für den Schutz und die Wiederherstellung von Multi-Cloud-Umgebungen.“

Englisch weiter: „Veritas Alta Data Protection, die (unter anderem) diese Technologie als integralen Bestandteil nutzt, ermöglicht es, skalierbar, anforderungsbezogen, kosteneffizient und portierbare Datensicherungskonzepte für Veritas-Kunden bereitzustellen, wobei Kostensenkungen im Cloud-Computing-Bereich um bis zu 40 Prozent bei gleichbleibend hoher Backup- und Wiederherstellungsleistung ermöglicht werden und gleichzeitig die Kosten für Cloud-Backup-Speicher um bis zu 90 Prozent reduziert werden können.“

Sämtliche Alta-Workloads und Backup-Targets seien simultan verfügbar, so dass die Alta Platform voll integriert alle Anforderungen im Rechenzentrum, in Außenstellen, aber auch in der Cloud erfülle und gleichzeitig eine KI-gestützte, zentrale Verwaltung und ein zentrales Monitoring erreicht würden. Dabei seien die wesentlichen Aspekte des modernen Datenmanagements im Fokus, nämlich Data-Governance, Data-Security und Data-Protection:

Datenschutz mit maximaler Widerstandsfähigkeit gegen Ransomware-Angriffe: Veritas Alta basiere auf der Cloud-Scale-Technologie von Veritas und biete Kunden eine Auswahl an Nutzungsmodellen, darunter beispielsweise As-a-Service („Veritas Alta SaaS Protection“). Die Lösung kombiniere Automatisierung, künstliche Intelligenz und eine elastische Architektur, um die sicherste, autonome und kostengünstige Cloud-Datensicherung zu ermöglichen. In Verbindung mit Alta View könnten Kunden ihre Daten in jeder Umgebung – lokal oder extern – über ein einziges Dashboard schützen und kontrollieren.

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Ausfallsicherheit der Anwendungen mit bis zu 99,999 Prozent Verfügbarkeit:

Veritas Alta biete Verfügbarkeit der Enterprise-Klasse in der Cloud, Portabilität zwischen verschiedenen Clouds und optimierte Speichernutzung bei bis zu 50 Prozent geringeren Kosten und 200 Prozent höherer Leistung im Vergleich zu ähnlichen Lösungen.

Data-Compliance zur Erkennung und Behebung von Informationsrisiken: Veritas Alta stelle „Data-Compliance-as-a-Service“ bereit. Damit könnten Unternehmen Daten von allen Kommunikationsplattformen erfassen und die Inhalte automatisch klassifizieren. Dies reduziere die Komplexität und ermögliche gleichzeitig die Erfassung, Archivierung und Erkennung wichtiger Informationen unabhängig vom Speicherort.

NetBackup sei eine automatisierte und sichere Datenmanagementlösung, die für hybride Clouds optimiert wurde. Es ist laut Englisch die „einzige Enterprise-Backup-Lösung, die Datenmanagement, Automatisierung, künstliche Intelligenz und eine elastische Architektur kombiniert, um die Agilität und Datensicherheit in der gesamten integrierten Hybrid-Cloud zu verbessern“.

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Cyber-Resilienz mit Copilot

Aktuelle Large Language Models (LLMs) bilden die Grundlage des Veritas Alta Copilot. Veritas Copilot nutzt nach Englischs Angaben Azure OpenAI 3.5 und 4.0, um auf die leistungsstarken Sprachmodelle von OpenAI zurückzugreifen. Veritas Copilot sei integraler Bestandteil der Veritas Alta Platform und könne mit dem Kundeninterface Alta View von allen Veritas-Alta-Data-Protection- und -NetBackup-Kunden genutzt werden: „Durch die Plattformarchitektur und die konsequente Trennung des Control/Management-Planes, das auf Meta-Datenebene fungiert, sowie die flexible Architektur von Veritas Alta Data Protection und NetBackup sind keine Systemanforderungen bei der Nutzung von Alta View und Alta Copliot zu berücksichtigen.“

Der Alta Copilot wurde laut Englisch „entwickelt, um die Komplexität des Datenmanagements in Unternehmen zu reduzieren, und ist ab sofort für Benutzer von Veritas Alta View verfügbar.“ Die Lösung sei in der Lage, ausgefeilte Berichte zur Überwachung der Dateninfrastruktur durch einfache Konversation in natürlicher Sprache zu erstellen. Zudem könne sie Cyber-Schwachstellen und betriebliche Ineffizienzen schnell identifizieren, proaktiv bei der Fehlerbehebung helfen und Anwender durch komplexe Datenverwaltungsaufgaben führen.

Alta Copilot sei mittels Best Practices und der Produktdokumentation von Veritas trainiert worden. Die Lösung ermögliche es IT-Mitarbeitern mit vielfältigen Aufgaben, die optimale Leistung zu erzielen – ohne die Verwaltung und Konfiguration durch hochspezialisierte Experten.

Ein Anwender

Matt Neubauer, Chief Information Officer bei Morgans, sagt: „Die KI-basierten Lösungen von Veritas helfen uns dabei, das Thema Datensicherung anders anzugehen. Sie werden uns nicht nur dabei unterstützen, Bedrohungen zu antizipieren, sondern auch unsere Datenmanagementprozesse zu rationalisieren. Das spart Zeit. Zudem können wir die somit freigewordenen Ressourcen nutzen, um uns auf transformative Aktivitäten zu konzentrieren.“

Zuwachs im Veritas-Ökosystem

Sechs neue Sicherheitspartner haben sich dem „Veritas 360 Defense“-Ökosystem angeschlossen. So sollen sich Bedrohungen besser überwachen und bekämpfen lassen. Zu den neuen Partnern gehört unter anderem Securonix, ein führender Anbieter von Next-Gen-SIEM-, UEBA- und SOAR-Lösungen.

Mark Stevens, Global Vice President, Channels and Alliances bei Securonix , kommentiert: „Der Anstieg KI-gesteuerter Social-Engineering-Angriffe auf Zugangsdaten gefährdet alle Anwendungen und Daten. Mit dem Beitritt von Securonix zum Veritas-Ökosystem profitieren Kunden direkt von unserer KI-basierten Bedrohungserkennung. Mit ihr erhalten sie eine Frühwarnung, wenn gestohlene Anmeldedaten in vielen anderen Anwendungen verwendet werden. Auf diese Weise lassen sich verbesserte Sicherheitsmaßnahmen für die bedrohten Umgebungen einleiten, bevor diese kompromittiert werden.“

„Cyber-Resilienz bleibt eine Team-Leistung und das wird immer wichtiger“, fügt Englisch hinzu. „Denn Cyberkriminelle verlagern ihre Strategie. Vorher griffen sie vorrangig Systeme an, nun geraten die Menschen, die jene Systeme bedienen, selbst ins Visier. Daher müssen Security-Teams ihre Verteidigungsstrategien anpassen. Allein kann hier niemand etwas ausrichten. Es werden Partner und KI-Tools benötigt, um dieser Bedrohung erfolgreich entgegenzutreten.“

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Verfügbarkeit

Die angekündigten neuen Funktionen und die erweiterte Inline-Entropie-Analyse sind in der aktuellen Version von Veritas Alta Data Protection und NetBackup (mit gültiger Subskription) sind ab sofort allgemein verfügbar. Alta Copilot (in der technischen Vorschau) ist ebenfalls für alle oben genannten Kunden mit der Aktivierung von Alta View verfügbar.

Weitere Informationen zu den Ankündigungen von Veritas sowie Feature-Videos finden Leser hier.

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(Bild: Storage-Insider)

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