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Speichertipp: Datenspeicherung in verteilten Clustern Verteilte Resilienz: XtreemFS als universelles Dateisystem für hybride IT-Infrastrukturen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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XtreemFS kombiniert POSIX-Kompatibilität mit elastischer Skalierbarkeit, objektbasierter Replikation und nativer Cloud-Tauglichkeit, konzipiert für dynamische Speicherarchitekturen ohne Kompromisse bei Ausfallsicherheit und Konsistenz.

XtreemFS mag etwas in die Jahre gekommen sein, gilt aber nach wie vor als zuverlässig und leistungsstark.(Bild:  Joos – Zuse Institute)
XtreemFS mag etwas in die Jahre gekommen sein, gilt aber nach wie vor als zuverlässig und leistungsstark.
(Bild: Joos – Zuse Institute)

XtreemFS wurde am Zuse Institute Berlin als verteiltes Dateisystem für heterogene IT-Landschaften entwickelt. Die Architektur zielt auf eine konsistente, fehlertolerante Speicherung in Netzwerken mit potenziell instabiler Konnektivität, wie sie in verteilten Clustern, über mehrere Rechenzentren hinweg oder in Cloud-basierten Szenarien auftreten. Der Quellcode ist Open Source, das System selbst ist etwas in die Jahre gekommen.

So funktioniert XtreemFS

Das System repliziert Dateien auf mehreren Speicherknoten. Für jede Datei lässt sich festlegen, wie und wo Replikate gespeichert werden. Die Wahl des primären Replikats erfolgt automatisch beim Öffnen der Datei. Im Fehlerfall übernimmt ein alternatives Replikat den Zugriff, ohne manuelle Eingriffe oder sichtbare Auswirkungen auf angebundene Anwendungen. Neben dieser transparenten Replikation unterstützt XtreemFS einen Read-only-Modus für unveränderliche Dateien. Dieser eignet sich für Cache-Infrastrukturen mit vielen lesenden Knoten und erlaubt sowohl vollständige als auch partielle Replikate, die bei Bedarf nachgeladen werden.

Skalierbarkeit ist integraler Bestandteil. Installationen lassen sich ohne Betriebsunterbrechung durch zusätzliche Storage-Server erweitern oder durch Entfernen von Knoten verkleinern. Das System erlaubt den Betrieb mit wenigen Komponenten ebenso wie die Skalierung auf mehrere tausend Speicher- und Metadatenserver. Die Möglichkeit, XtreemFS als eigenständigen Cloud-Speicher oder innerhalb vorhandener Plattformen zu verwenden, unterstützt verschiedene Betriebsmodelle, vom lokalen Fileservice bis zum standortübergreifenden Objektspeicher.

Auf funktionaler Ebene bietet XtreemFS Striping, bei dem Dateien über mehrere Server verteilt werden. Dies steigert die I/O-Bandbreite bei großen Datenmengen und verbessert die Ausnutzung paralleler Zugriffe. Unterstützt wird ein POSIX-kompatibler Zugriff. Anwendungen können mit XtreemFS arbeiten, ohne angepasst werden zu müssen. Nutzer erleben das Dateisystem wie ein lokales Volume oder einen NFS-Share.

Backup mit XtreemFS

Zur Datensicherung lassen sich Snapshots erzeugen, ohne aktive Prozesse zu blockieren. Das System speichert Versionen von Dateien und erstellt metadatenbasierte Abbildungen ganzer Volumes. Diese Snapshot-Funktionalität erlaubt konsistente Sicherungsstände in produktiven Umgebungen. Der Client kann Metadaten lokal cachen, um Latenzen bei Zugriffen über WAN oder DSL zu minimieren.

Sicherheitsfunktionen wie TLS-Verschlüsselung und X.509-Zertifikate gehören zum Standardumfang. Die Kommunikation zwischen Komponenten kann abgesichert werden, auch ohne zusätzliche VPN-Technologie. Authentifizierung, Serverwahl und Replikastrategien folgen konfigurierbaren Richtlinien. Diese Policies lassen sich erweitern oder durch eigene Module ersetzen, was die Anpassung an spezifische Betriebsanforderungen erleichtert.

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