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Active Restore für und in Ausnahmefällen
Ganz neu in Acronis Backup & Recovery 11 Advanced Server ist die Möglichkeit, VMware Hosts durch LAN-free Backup zu entlasten. Voraussetzung ist nur ein Shared-Storage per SAN. Dazu muss noch nicht einmal ein Agent auf dem ESX-Host installiert werden, man nutzt statt dessen einen anderen Windows-Server im gleichen Netz.
Er muss Zugang zum SAN haben und kann dann die VMs direkt vom Speichersystem aus sichern und auf einen anderen Zieldatenträger schreiben. Für den ESX-Host ist der Vorgang transparent. Erwähnenswert ist die Option Active Restore, die allerdings nur funktioniert, wenn die Images auf einem lokalen Laufwerk oder, um präziser zu sein, auf einem über das BIOS der Maschine ansprechbaren Gerät, liegen.
Das kann die Acronis Secure Zone, eine USB-Festplatte, ein USB-Stick oder jede interne Festplatte sein. Sobald man die System-Wiederherstellung gestartet hat, bootet das Betriebssystem aus dem Backupimage heraus. Die Maschine wird sofort einsatzfähig und steht bereit, um notwendige Dienste anzubieten, während die Wiederherstellung läuft.
Mountbare Images auch von Power-Usern nutzbar
Wer normale Backup-Software gewöhnt ist, wird beim Wiederherstellen vom Konzept der mountbaren Images begeistert sein. Weil sich die Dateien sehr schnell als normal ansprechbares Laufwerk einhängen lassen, ist die Wiederherstellung von Einzeldateien oder kompletten Verzeichnisbäumen ein Klacks.
Man kann als Admin sogar ausreichend technisch versierten Usern den Zugang zum gemounteten Image ihrer Workstation gewähren und sie selbst nach den versehentlich gelöschten Dateien suchen lassen. Weil keine spezielle Auswahlsoftware, sondern nur ein Windows-Explorer notwendig ist, ist der Vorgang so simpel, wie Fotos in die „Eigenen Dateien“ zu kopieren.
Um auch komplexere Situation für den Anwender möglichst einfach zu gestalten liefert ABR 11 auf Wunsch Disaster-Recovery-Pläne für ausgewählte Server. Dabei handelt es sich um Schritt-für-Schritt Anleitungen, mit denen Teilzeit-Administratoren nach Art eines Kochrezepts einen Server mithilfe von Image-Sicherungen komplett neu aufsetzen können. Die Anleitungen werden per Mail an einen oder mehrere Empfänger verschickt und bei Änderungen an wesentlichen Komponenten des Servers automatisch auf den neuesten Stand gebracht und erneut verteilt.
Wenn das System vollständig „abgeraucht“ ist
Die Wiederherstellung über die zentrale Konsole ist eine elegante Möglichkeit, sie funktioniert aber nur, wenn das Betriebssystem des wiederherzustellenden Rechners noch funktioniert. Bei einem Totalausfall oder einer Migration muss eine andere Variante zum Einsatz kommen: die virtuelle Recovery-Konsole über die Boot-CD oder den PXE-Server.
Werden Computer von der CD oder über PXE gebootet, startet ein Linux-basiertes Betriebssystem, dass zunächst die Treiber für die wichtigsten Systemgeräte lädt und eine Konsole startete, die der lokalen und Remote-Konsole sehr ähnelt.
Von hier aus lassen sich Sicherungen und Restore-Vorgänge starten sowie Backups duplizieren und validieren, die bereits beschriebenen Disk-Management Funktionen durchführen und ein umfassendes Log der Vorgänge abrufen.
Für die Anwender von Truecrypt bietet Acronis auch ein Plug-In für die Bootumgebung an, die verschlüsselte Partitionen ohne Start des Betriebssystems bei Kenntnis der korrekten Credentials präpariert.
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