Praxistest: Acronis Backup & Recovery 11 Advanced Server, Teil 3

VMware Hosts durch LAN-free Backup entlasten

13.10.2011 | Autor / Redakteur: Elmar Török / Rainer Graefen

Backup im Hintergrund: Selbst auf älterer Hardware belastet eine Sicherung den Prozessor nur mäßig.
Backup im Hintergrund: Selbst auf älterer Hardware belastet eine Sicherung den Prozessor nur mäßig.

Eine der Stärken der Acronis-Software ist die Umwandlung von physischen in virtuelle Images und umgekehrt. Doch auch das Mounten von Images und das LAN-freie Backup von VMware Hosts erleichtern dem Backup-Administrator das Leben. Verbesserungswürdig ist allerdings der Service auf der Website des Unternehmens.

Die Datensicherung ist nur die halbe Miete, die Daten müssen sich auch wieder nach Problemen auf die Ursprungssysteme bringen lassen. Bei ABR gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten, eine der elegantesten ist sicherlich die Wandlung des Images in eine virtuelle Maschine.

Die Umwandlung wird schon bei der Erstellung des Backups definiert, kann aber auch nachträglich erfolgen. Auch Wandlungen in Zwischenformate werden unterstützt, was die Migration zwischen mehreren Virtualisierungsplattformen erleichtert.

Virtualisierung und Wiederherstellung

Es ist sogar möglich, das Image auf der gesicherten Maschine selbst als VM zu starten, wenn dort eine Virtualisierungslösung läuft. Unterstützt wurden zum Testzeitpunkt Microsoft Virtual PC (5.3.582.27), XenServer (5.0.0), Parallels (2.2.2112) und VMware Workstation 6.5.

Man sollte nur beim Aufsetzen der VMs aus dem Backup auf ausreichend Plattenplatz achten: Auch wenn das Image selbst sehr klein ist, wird die komplette Größe der HDD angefordert. In der Regel werden Kunden auf einen Host mit einer ausgewachsenen Hypervisor-Lösung wie Hyper-V, XenServer oder vSphere als Host für die VMs setzen.

Wir nutzten im Test VMware vSphere 4.1.0, und wollten auch virtuelle Maschinen auf dem Host sichern. Das kann man auf herkömmlichen Weg tun und einen Acronis Agent innerhalb der VM installieren. Diese Lösung funktioniert, ist aber bei größeren virtuellen Umgebungen unpraktisch und – noch schlimmer – kostenintensiv, weil pro VM eine Lizenz fällig wird.

ABR Appliance verbindet sich per API mit vSphere

Einfacher funktioniert das mit ABR Advanced Server Virtual Edition. Diese Software wird als eigene Appliance auf dem Host installiert. Wer Schwierigkeiten hat, die Software zu finden: Sie liegt im Verzeichnis //Programme/Acronis/ESXAppliance auf dem Acronis Server.

Eigentlich ist das nicht nötig, denn man kann die Appliance per Menü auf den Host verteilen. Aber auch diese Funktion ist ziemlich gut in den Einstellungen versteckt, sodass mancher Benutzer der Einfachheit halber zum Import per vSphere-Upload in den Datenspeicher greifen wird.

Die Appliance hat Zugriff zur API von vSphere und nutzt die Snapshot-Funktion, um Abbilder der VMs zu erstellen. Übrigens: Weil die kostenlose ESXi-Version diesen API-Zugang nicht enthält, funktioniert das Backup über die Appliance nicht, auch wenn zunächst alles ohne Probleme läuft.

Simultane Backups virtueller Maschinen

Und noch ein Nachtrag, der einem Admin möglicherweise viel Sucherei erspart. Die Zugangsdaten zur Appliance sind identisch mit denen des vSphere Hosts. Nach der Installation verlangt die Appliance nämlich eine Annmeldung, ohne dass vorher Benutzername und Passwort abgefragt wurden.

Sobald die Appliance auf dem Host läuft, hält der Administrator allerdings alle Fäden in der Hand. Alle anderen virtuellen Maschinen erscheinen in der Gruppe „Alle virtuellen Maschinen“ in der Managementoberfläche und können wie jeder physikalische Server behandelt werden.

Im Gegensatz zu der letzten Version von ABR sind nun auch simultane Backups mehrerer virtueller Maschinen für VMware ESX und Microsoft Hyper-V möglich. Unterstützt werden jetzt auch Cluster Shared Volumes (CSV) – für Microsoft Hyper-V-Umgebungen.

weiter mit: Active Restore für und in Ausnahmefällen

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