Markt für Container-Virtualisierungstechniken gewinnt an Fahrt

VMware kündigt eigenes Container-Betriebssystem an

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Im Unterschied zu den beiden letztgenannten läuft das als Open-Source-Projekt veröffentlichte Photon OS rein virtuell, wahlweise unter dem vSphere-Hypervisor, VMware Fusion, vCloud Air oder in der Google Compute Engine. Eine Containerlaufzeitumgebung in einer virtuellen Umgebung ist sinnvoll. Denn durch die zusätzliche Virtualisierungsschicht, in der eine große Zahl von Containern in einer einzigen Instanz des Hypervisors laufen können, lässt sich die Sicherheit der Container-Technologie erhöhen, ohne die Vorteile von Containern an sich aufzugeben.

VMwares Photon-Projekt unterstützt dabei nicht nur das Container-Format von Docker, sondern auch die von CoreOS initiierte Container-Engine Rocket (rkt) und Pivotals Garden. Zum Orchestrieren der Container oder Container-Cluster kommt im Gegensatz zu Red Hat Enterprise Linux Atomic Host und CoreOS nicht Googles Kubernetes-Framework beziehungsweise die von CoreOS initiierte kommerzielle Kurbernetes-Variante Tectonic zum Einsatz, sondern die entsprechenden Verwaltungsfunktion in vSphere.

Das VMware Photon-Image lässt sich auf Basis des vSphere-Hypervisors einfach bereitstellen und mit Hilfe der bekannten Management-Werkzeuge verwalten.
Das VMware Photon-Image lässt sich auf Basis des vSphere-Hypervisors einfach bereitstellen und mit Hilfe der bekannten Management-Werkzeuge verwalten.
(Bild: Thomas Joos)

Photon seziert

Im Vergleich mit RHEL 7 Atomic Host ist das Image von Photon OS mit knapp 950 Megabyte auffällig groß. Dies liegt aber daran, dass es vier verschiedene Varianten - Photon OS (Micro), Photon Container OS (Minimal), Photon Full OS (All) und Photon Custom OS - enthält.

Während beispielsweise Photon OS (Micro) lediglich dem einfachen Erzeugen eines App-Containers dient, lassen sich mit Photon Container OS (Minimal) auch Anwendungen mittels dem RPM-Paket Manager erstellen und verpacken und Photon Custom OS ist eine vollständige, individuell anpassbare Container-Runtime.

Projekt Lightwave

Zeitgleich mit Photon stellt VMware auch die ebenfalls quelloffen entwickelte Software Project Lightwave vor.

Lightwave soll im Verlauf der kommenden Monate eine Art zusätzliche Sicherheitsebene in Form einer zentralen Benutzer- und Zugriffsverwaltung für Container und Applikationen über den gesamten Lebenszyklus implementieren.

Lightwave operiert dazu quasi „zwischen“ dem Betriebssystem und VMwares Management-Funktionen in vSphere/vCenter und erleichtert oder ermöglicht Container-Anwendern die Anmeldung via Single Sign-on (SSO). Zudem ist Lightware mandantenfähig (Multi-Tenancy) und damit in der Lage, eine Installation mehreren Kunden/Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Ferner plant VMware die Unterstützung etablierter offener Standards wie Kerberos, SAML, LDAP v3, X.509 und WS-Trust (Web-Service-Sicherheit).

VMware über Photon

Kit Colbert, Vice President und Chief Technology Officer für Cloud-native Anwendungen bei VMware kommentiert die Veröffentlichung von Projekt Photon und die Ankündigung von Lightwave in seinen Blog mit: „VMware hält sein Versprechen, alle Anwendungen im Unternehmen, einschließlich Cloud-nativen Anwendungen, zu unterstützen, indem wir unsere einheitliche Plattform mit Project Lightwave und Project Photon erweitern.“

Kit Colbert, Vice President und Chief Technology Officer für Cloud-native Anwendungen bei VMware.
Kit Colbert, Vice President und Chief Technology Officer für Cloud-native Anwendungen bei VMware.
(Bild: VMware)

Zusammen angewendet, böten diese neuen Open Source-Projekte Unternehmen das Beste aus beiden Welten. Entwickler profitierten von der Portierbarkeit und Geschwindigkeit von Container-Anwendungen, während IT Operations-Teams die Sicherheit und Leistung in heutigen Unternehmensumgebungen aufrechterhalten können.

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