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Vierte Serial-Attached-SCSI-Generation Was ist 24G SAS (SAS-4)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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24G SAS ist die vierte Generation von Serial Attached SCSI. Die maximale Symbolrate liegt bei 22,5 Gbit/s und ist damit fast doppelt so hoch wie beim Vorgänger SAS-3. 24G SAS kommt für den Anschluss von Datenträgern wie SSDs oder HDDs zum Einsatz und unterstützt den gleichzeitigen Betrieb von SATA-Festplatten.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

24G SAS steht für „24 Gbit/s Serial Attached Small Computer System Interface“ (Serial Attached SCSI). Es handelt sich um die vierte Generation der SAS-Schnittstelle, für die auch das Kürzel SAS-4 gebräuchlich ist. Über eine SAS-Schnittstelle lassen sich Datenträger wie HDDs oder SSDs mit Computern verbinden. Vorläufer der seriell arbeitenden SAS-Schnittstelle war die parallele SCSI-Schnittstelle. SAS wurde im Jahr 2003 eingeführt. SAS-4 erschien im Jahr 2017.

24G SAS ist hauptsächlich für das professionelle Serverumfeld vorgesehen und bietet mit einer Symbolrate von 22,5 Gbit/s fast die doppelte Symbolrate wie die Vorgängergeneration der Schnittstellenspezifikation SAS-3 (12 Gbit/s). Es lassen sich damit Durchsatzraten von bis zu 2.400 MB/s erzielen. SAS-4 ist abwärtskompatibel mit SAS-3 und unterstützt den gleichzeitigen Betrieb von SATA-Festplatten am SAS-Controller. Neben der Verdoppelung der Symbolrate gibt es weitere Verbesserungen beispielsweise hinsichtlich der Zuverlässigkeit der SAS-Verbindungen oder des Anschlusses vieler Geräte.

Technische Merkmale von 24G SAS

24G SAS ist ein serielles Interface mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und basiert auf dem SCSI-Protokoll. Terminatoren an den Kabelenden wie beim parallelen SCSI sind überflüssig. Auf der Bitübertragungsschicht arbeitet 24G SAS mit einer Symbolrate von 22,5 Gbit/s. Es kommt ein 128b/150b-Kodierungsverfahren zum Einsatz, mit dem sich ein Nettodatendurchsatz von 2.400 MB/s erzielen lässt.

Die SAS-Komponenten haben jeweils feste, eindeutige Adressen. Über diese Adressen lassen sie sich per Serial SCSI Protocol (SSP) ansprechen. An den Massenspeichergeräten sind meist zwei SAS-Anschlüsse vorhanden, die sich zur Steigerung der Datenrate bündeln lassen oder die für einen redundanten Anschluss an unterschiedliche Host-Adapter (Dual Porting) verwendet werden können. Über das Serial ATA Tunneling Protocol (STP) unterstützt 24G SAS den gemischten, parallelen Betrieb mit SATA-Laufwerken am gleichen Host-Adapter.

Weitere technische Merkmale von 24G SAS sind:

  • Unterstützung von 20-bit Forward Error Correction (20-bit FEC),
  • automatische Einstellung auf sich verändernde elektrische Verbindungsparameter ohne Unterbrechung des Datenverkehrs (Active PHY Transmitter Adjustment – APTA),
  • Abwärtskompatibilität zu SAS-3 (12 Gbit/s), SAS-2 (6 Gbit/s) und SATA (6 Gbit/s).

Einsatzbereiche von 24G SAS

24G SAS ist für den Anschluss von Datenträgern im professionellen Serverumfeld und im Rechenzentrumsbetrieb vorgesehen. Es lassen sich hohe Datenraten und Performancewerte erzielen. SAS-4 stellt sicher, dass genügend Speicherbandbreite bereitgestellt wird und Server nicht ausgebremst werden. Redundanzoptionen wie Dual Porting sorgen für eine hohe Verfügbarkeit der Storage-Umgebung.

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