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Duplizieren physischer Datenträger Was ist Disk-Cloning?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Als Disk-Cloning wird der Prozess des Duplizierens eines physischen Datenträgers wie einer Festplatte, einer SSD oder eines optischen Datenträgers bezeichnet. Der geklonte Datenträger ist ein exaktes Abbild des Originaldatenträgers. Disk-Cloning lässt sich Hard- oder Software-basiert durchführen.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Disk-Cloning ist der Prozess des Herstellens einer Kopie eines physischen Datenträgers wie einer Festplatte oder eines Solid State Drives (SSD). Diese Kopie wird auch Disk- oder Datenträgerklon bezeichnet.

Beim Disk-Cloning werden nicht nur die Dateien und Ordner kopiert, sondern sämtliche Informationen und Daten des Originaldatenträgers inklusive des Dateisystems, der Partitionen und der Metadaten. Der gesamte Inhalt des Originaldatenträgers wird beim Klonen Bit für Bit auf einen anderen physischen Datenträger übertragen. Der Zieldatenträger hat das identische Partitionslayout und die gleichen Dateisystemstrukturen wie der Quelldatenträger. Ist der Quelldatenträger bootbar, ist auch der Zieldatenträger startfähig.

Disk-Cloning lässt sich Hard- oder Software-basiert durchführen. Für das Software-basierte Disk-Cloning gibt es abhängig vom Betriebssystem verschiedene Befehle, Tools oder Anwendungen und externe Software-Lösungen. Das Linux-Betriebssystem beispielsweise bietet mit dem Befehl „dd“ die Möglichkeit, eine Festplatte zu klonen.

Soft- und Hardware-basiertes Disk-Cloning

Disk-Cloning wird Hard- oder Software-basiert durchgeführt und sorgt für exakte 1:1-Kopien des Quelldatenträgers. Erfolgt das Klonen innerhalb eines laufenden Betriebssystems, muss die Cloning-Anwendung dafür sorgen, dass der Quelldatenträger während des Klonens nicht mehr verändert wird. Befindet sich auf dem Quelldatenträger das laufende Betriebssystem, ist das schwer zu realisieren. Als Lösung hierfür gibt es bootbare Cloning-Anwendungen, die ein eigenes temporär ausführbares Betriebssystem mitbringen und so das Klonen des Systemdatenträgers erlauben.

Bei Hardware-basierten Verfahren werden Quell- und Zieldatenträger mit dem Cloning-Gerät verbunden. Das Cloning-Gerät übernimmt das bitweise Kopieren der Daten auf den Zieldatenträger.

Unterschied zwischen dem Disk-Cloning und dem Erstellen eines Disk-Images oder einer Image-Datei

Disk-Cloning unterscheidet sich vom Erstellen eines Disk-Images oder einer Image-Datei darin, dass der Kopiervorgang ohne Zwischenschritt direkt vom Quelldatenträger auf den Zieldatenträger erfolgt. Disk-Images oder Image-Dateien sind Dateien, in denen das exakte Abbild eines Datenträgers oder eines Volumes gespeichert ist. Um Platz zu sparen, ist der Inhalt des Images in der Regel komprimiert. Ein Disk-Image kann wie eine normale Datei gespeichert oder kopiert werden. Aus einem komprimierten Disk-Image lässt sich wieder eine exakte Kopie des ursprünglichen Datenträgers herstellen. Das Klonen erfolgt in diesem Fall allerdings über den Zwischenschritt einer Image-Datei oder eines Disk-Images.

Anwendungsbereiche für das Disk-Cloning

Disk-Cloning kann für verschiedene Zwecke zum Einsatz kommen. Typische Einsatzbereiche sind:

  • Datensicherungen,
  • Systemwiederherstellung,
  • Systemmigration,
  • Festplatten-Upgrades,
  • Vervielfältigung von Rechnerkonfigurationen,
  • Software-Bereitstellung,
  • forensische Zwecke,
  • Bereitstellung von Test- und Entwicklungsumgebungen.

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