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Netzwerk-Storage via Server Message Block Was ist ein SMB-Speicher?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Ein SMB-Speicher ist ein Datenspeicher, auf den über ein Netzwerk per SMB-Protokoll zugegriffen werden kann. Es kann sich beispielsweise um einen File-Server in einem lokalen Netzwerk, eine NAS-Lösung oder ein über das Internet erreichbaren Dateiserver handeln. SMB wird von den gängigen Client-Betriebssystemen unterstützt und liegt in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang vor.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Als SMB-Speicher wird ein Datenspeicher bezeichnet, der über das SMB-Protokoll (Server Message Block) und eine Netzwerkverbindung ansprechbar ist. Auf Client-Rechnern lassen sich die Datenspeicher als Netzlaufwerke einbinden und über SMB kontaktieren. Als SMB-Speicher fungieren zum Beispiel einige File-Server oder NAS-Lösungen.

Die gängigen Client-Betriebssysteme wie Windows, macOS oder Linux unterstützen das SMB-Protokoll. Auch das freie Software-Projekt Samba verwendet SMB. Mittlerweile liegt das SMB-Protokoll in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang vor. Die SMB-Dialekte der Clients und der Server müssen für den Datenzugriff untereinander kompatibel sein. SMB-Speicher sind eine Alternative zu anderen Netzwerkfreigabemöglichkeiten über Protokolle wie WebDAV, FTP und andere.

Entstehung, Funktionsweise und Versionen des SMB-Protokolls

Server Message Block (SMB) ist ein Netzwerkprotokoll für Server-, Datei- und Druckdienste. Es arbeitet nach dem Client-Server-Modell und wurde ursprünglich von IBM bereits 1983 entwickelt. Von Windows-Betriebssystemen wird es seit Mitte der 1990er-Jahre unterstützt. Windows verwendete ursprünglich den Begriff „CIFS“ (Common Internet File System) für seine SMB-Implementierung, weshalb noch heute die Begriffe SMB und CIFS zum Teil synonym verwendet werden.

In IP-Netzwerken setzt SMB mittlerweile direkt auf TCP/IP auf. Es nutzt hierfür den Port 445. Namen werden per DNS oder in kleinen Netzwerken per LLMNR aufgelöst. Um Nachrichten zwischen einem SMB-Client und -Server auszutauschen, muss zunächst eine TCP-Verbindung per Drei-Wege-Handshake aufgebaut werden. TCP übernimmt anschließend den Transport der SMB-Nachrichten. SMB arbeitet als Response-Request-Protokoll. Clients senden Anfragen an Server und erhalten von diesen die entsprechenden Antworten. Um SMB-Server über Internetverbindungen anzusprechen, dürfen zwischengeschaltete Router und Firewalls den Port 445 nicht blockieren.

Die verschiedenen SMB-Versionen

Seit der Entwicklung des SMB-Protokolls in den 1980er-Jahren wurde es mehrfach überarbeitet und in verschiedenen Versionen neu veröffentlicht. In den Versionen wurden der Funktionsumfang erweitert und die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Effizienz des Protokolls verbessert. Die wichtigsten SMB-Versionen und einige ihrer wesentlichen Merkmale sind:

  • SMB-Dialekt CIFS von Microsoft aus dem Jahr 1996: Unterstützung größerer Dateien und des direkten Transports über TCP/IP,
  • SMB 1.0: Direktverbindung über TCP,
  • SMB 2.0 aus dem Jahr 2006: Unterstützung für WAN-Beschleunigung sowie verbesserte Performance, Skalierbarkeit und Widerstandsfähigkeit,
  • SMB 2.1 aus dem Jahr 2007: optimiertes Caching, verbesserte Leistung und Energieeffizienz, Unterstützung größerer MTU-Werte,
  • SMB 3.0 aus dem Jahr 2012: Verbesserung von Verfügbarkeit, Sicherheit und Leistung, optimiertes Management, Unterstützung von Funktionen wie Multi-Channel, Failover und Verschlüsselung (Ende-zu-Ende),
  • SMB 3.02 aus dem Jahr 2014: weitere Leistungsoptimierungen, Möglichkeit zur Deaktivierung der Unterstützung von CIFS/SMB 1.0 ,
  • SMB 3.1.1 aus dem Jahr 2015: erweiterte und verbesserte Verschlüsselungs- und Authentifizierungsfunktionen, neue Sicherheitsfeatures.

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