Ein Storage Area Network verbindet verschiedene Speichermedien über ein Netzwerk miteinander und stellt die Ressourcen mit hoher Performance Servern zur Verfügung. Das Netzwerk ist ausschließlich für die Übertragung der Daten der Massenspeicher vorgesehen. Über ein SAN lassen sich auch größere Entfernungen überbrücken.
Ein Storage Area Network (SAN) verbindet Speichermedien über ein eigenes Netzwerk, ermöglicht hohen Datentransfer und entlastet das Server-Client-Netzwerk.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Die Abkürzung SAN steht für „Storage Area Network“. Es handelt sich um ein leistungsfähiges Netzwerk, das verschiedene Speichermedien wie Festplatten, Disk-Arrays oder Tape-Systeme performant miteinander verbindet und den Speicherplatz flexibel einzelnen oder mehreren Servern zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu einem DAS (Direct Attached Storage) lässt sich der Speicherplatz dynamisch verwalten und zuordnen. Der Zugriff auf die Daten erfolgt wie bei direkt angeschlossenen Festplatten blockbasiert. Darin unterscheidet sich das Storage Area Network beispielsweise von einem NAS (Network Attached Storage), das in der Regel File-basiert arbeitet.
Das Speichernetzwerk ist parallel zum Server-Client-LAN als sekundäres Netzwerk realisiert. Das Server-Client-LAN wird nicht durch den Abruf der Daten von den Massenspeichern belastet. Für die Hochgeschwindigkeitsübertragung großer Datenmengen im Speichernetzwerk kommen Standards und Übertragungsmedien wie Fibre Channel und Glasfasern zum Einsatz. Die Netzwerkstruktur ermöglicht es den Servern, sich mit verschiedenen Speichersystemen auch über größere Entfernungen zu verbinden.
Systemarchitektur und verwendete Protokolle
Prinzipiell ähnelt der Aufbau eines SANs dem eines LANs. Es existieren Komponenten wie Router, Switche oder Hubs. Über das Netzwerk sind die Server von ihren Massenspeichern entkoppelt. Das Storage Area Network wird parallel zum LAN betrieben und ist für die schnelle Übertragung der Daten der Massenspeicher optimiert. Über redundante Verbindungen innerhalb des Speichernetzwerks sind hohe Verfügbarkeiten realisierbar. Neben Fibre Channel können Protokolle und Übertragungsmedien wie Gigabit-Ethernet, iSCSI oder Infiniband zum Einsatz kommen.
Einsatzgebiete und Anwendungsbeispiele eines SAN
Storage Area Networks eignen sich besonders für Unternehmen, die hohe Anforderungen an die Datenverfügbarkeit und -sicherheit haben. Typische Einsatzgebiete eines SAN umfassen die Sicherstellung der Hochverfügbarkeit in Rechenzentren, die Durchführung von Backups und Disaster-Recovery-Strategien sowie die Unterstützung virtualisierter Umgebungen. In diesen Szenarien gewährleistet ein SAN die notwendige Leistung und Flexibilität, um sowohl geplante als auch ungeplante Ausfallzeiten zu minimieren. Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Verarbeitung großer Datenmengen in Echtzeit, wie sie etwa für Datenanalyseanwendungen in Finanzinstituten erforderlich ist.
Kosteneffizienz und Skalierbarkeit eines SAN
Obwohl die Anschaffung eines SAN mit anfänglichen Investitionen verbunden ist, kann es langfristig kosteneffizient sein. Dies liegt an der zentralisierten Verwaltung, die weniger IT-Ressourcen erfordert, und der flexiblen Erweiterbarkeit, die eine Skalierung entsprechend den Geschäftsanforderungen ermöglicht. Durch die Konsolidierung von Speicherkapazitäten können Unternehmen die Gesamtkosten für Speicher senken und gleichzeitig eine bessere Ressourcenausnutzung sicherstellen. SANs bieten auch die Möglichkeit der Kapazitätserweiterung ohne signifikante Ausfallzeiten, wodurch sie sich optimal an wachsende Speichervorhaben anpassen lassen.
Vorteile eines Storage Area Networks
Gegenüber einem DAS oder NAS bietet ein Storage Area Network zahlreiche Vorteile. Die verschiedene Datenspeichergeräte lassen sich zu einer flexiblen, dynamisch skalierbaren Speicherplattform zusammenfassen, die einer Vielzahl von Servern zur Verfügung steht. Dank dem Speichernetzwerk müssen sich Server und Storage nicht an denselben physischen Orten befinden. Die Entkopplung von Storage und Server sorgt dafür, dass die Kapazität den Anforderungen entsprechend skaliert werden kann. Performante Schnittstellen und Protokolle ermöglichen einen schnellen Transfer der Daten.
Da das Speichernetzwerke parallel zum bestehenden Server-Client-Netzwerk betrieben wird, entsteht keine zusätzliche Belastung dieses Netzwerks. Weitere Vorteile des Storage Area Networks sind:
hohe Verfügbarkeit des Storage aufgrund redundanter Verbindungswege,
zentrale Verwaltung des Ressourcenpools,
hohe Übertragungsraten realisierbar,
blockbasierter Zugriff auf die Daten.
Zusätzliche Aspekte der Sicherheit in einem SAN
Ein wichtiger Aspekt, der bei der Implementierung eines Storage Area Networks berücksichtigt werden sollte, ist die Sicherheit. Da sensible und wertvolle Daten über das SAN übertragen und gespeichert werden, ist es unerlässlich, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren. Dazu gehören die Verschlüsselung von Daten sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Zudem ist der Einsatz von Zugriffskontrollmechanismen wie LUN-Masking und Zoning entscheidend, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Geräte und Nutzer auf bestimmte Speicherressourcen zugreifen können. Regelmäßige Sicherheits-Audits und -Updates sind ebenso wichtig, um mögliche Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.
Stand: 08.12.2025
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