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Storage-Konzept für virtuelle Umgebungen Was ist ein Virtual Volume (vVol)?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Ein Virtual Volume ist ein von VMware eingeführtes Storage-Konzept für virtuelle Umgebungen. Es stellt ein Framework zur Verfügung, mit dem sich SAN- und NAS-Speicher managen und integrieren lassen. Speicher kann mit Hilfe von Policies flexibel den Virtuellen Maschinen (VMs) zugewiesen werden. Zahlreiche Hersteller von Storage-Lösungen unterstützen das Konzept der Virtual Volumes.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Die Abkürzung vVol steht für „Virtual Volume“. Es handelt sich um ein vom Unternehmen VMware entwickeltes Storage-Konzept für virtuelle Umgebungen, das ein komplettes Framework bereitstellt. Mit dem Framework lassen sich SAN- und NAS-Speicher in die virtuellen Umgebungen integrieren und flexibel managen. Speicher kann variabel und exakt dimensioniert den Virtuellen Maschinen (VMs) zugewiesen werden. Die Zuteilung findet auf Basis von Policies statt.

Virtuelle Volumes ersetzen physische Container herkömmlicher Speicherkonzepte. Das Anlegen eines VMware-Cluster-Dateisystems auf Datastore-Ebene ist nicht mehr notwendig. Speicher-Volumes können den VM-Objekten in der gewünschten Granularität zugewiesen werden. Virtual Volumes vereinfachen das Speichermanagement für virtuelle Maschinen und erhöhen die Effizienz der Speicherauslastung. In der Entwicklung der Virtual Volumes hat VMware mit zahlreichen Storage-Herstellern zusammengearbeitet. Beispielweise unterstützen Hersteller wie Dell, HP, IBM oder Hitachi virtuelle Volumes.

Prinzipielle Funktionsweise eines Virtual Volumes

Das Konzept der Virtual Volumes abstrahiert physische Storage-Ressourcen und schafft logische Speicherpools. Die SAN- oder NAS-Speicher werden virtualisiert, um virtuelle Laufwerks-Container bereitzustellen. Es entstehen virtuelle Festplatten, die sich den VMs zuweisen lassen. Virtual Volumes können dank der Abstraktion von der physischen Hardware im laufenden Betrieb konfiguriert und angepasst werden. Wichtige Komponenten einer vVol-Architektur sind:

  • Storage-Container,
  • Protokoll-Endpunkte (PEs),
  • Policies.

Das sogenannte Storage Policy-Based Management (SPBM) definiert die Anforderungen an die logischen Volumes und automatisiert die Bereitstellung der Datenservices. PEs übernehmen die Aufgabe der Kommunikation zwischen den vVols und dem NAS- oder SAN-Storage. Der PE sorgt dafür, dass die Ein- und Ausgabeoperationen dem passenden Virtual Volume zugeordnet werden.

Vorteile eines vVol

Das Konzept der Virtual Volumes bietet zahlreiche Vorteile. Diese Vorteile sind:

  • Vereinfachung und Zentralisierung der Bereitstellung und des Managements des Storage für Virtuelle Maschinen,
  • fein dimensionierbare und gut kontrollierbare Zuweisung der Storage-Ressourcen,
  • effiziente Auslastung des Storages – kein Overprovisioning notwendig,
  • Unterstützung durch zahlreiche Storage-Anbieter,
  • Storage im laufenden Betrieb konfigurier- und anpassbar,
  • Optimierung und Automatisierung der Storage-Prozesse,
  • flexible Anpassung des Storage über Policies,
  • Unterstützung von SAN- und NAS-Geräten.

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