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Kenngröße für Datensicherheit Was ist Recovery Point Objective (RPO)?

Von Rainer Graefen 2 min Lesedauer

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Der Recovery Point Objective (RPO) definiert die maximale Zeitspanne, in der Datenverluste für ein Unternehmen tolerierbar sind. Diese Größe ist zentral bei der Planung von Backup- und Wiederherstellungsverfahren.

Der Recovery Point Objective (RPO) definiert die maximale Zeitspanne, in der Datenverluste für ein Unternehmen tolerierbar sind. Diese Größe ist zentral bei der Planung von Backup- und Wiederherstellungsverfahren.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Der Recovery Point Objective (RPO) definiert die maximale Zeitspanne, in der Datenverluste für ein Unternehmen tolerierbar sind. Diese Größe ist zentral bei der Planung von Backup- und Wiederherstellungsverfahren.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Der Recovery Point Objective beschreibt den maximalen Zeitraum, in dem Datenverlust akzeptabel ist, bevor er die Geschäftsprozesse beeinträchtigt. Er gibt Auskunft darüber, wie oft Backups erstellt werden müssen, um im Katastrophenfall minimale Datenverluste zu gewährleisten. Die Festlegung des RPO ist entscheidend für die Balance zwischen Datensicherungskosten und geschäftlicher Kontinuitätsanforderungen (Business-Continuity).

Abgrenzung zur Recovery Time Objective

Im Zusammenspiel mit der Recovery Time Objective (RTO), welche die maximale Wiederherstellungszeit nach einem Ausfall festlegt, bildet der RPO die Grundlage für eine effektive Disaster-Recovery-Strategie. Der RPO beeinflusst, wie häufig Daten gesichert werden müssen, während die RTO vorgibt, wie schnell Systeme nach einem Ausfall wieder online gehen müssen, um negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb zu vermeiden. Gemeinsam helfen diese Kennzahlen, Unterbrechungen zu minimieren und die Auswirkungen von Datenverlusten zu optimieren.

Einflussfaktoren auf den RPO

Die Bestimmung des Recovery Point Objective ist von mehreren Geschäfts- und IT-bezogenen Faktoren abhängig. Dazu gehören die Bedeutung der Daten für das Unternehmen, die Häufigkeit von Datenänderungen und die finanziellen Auswirkungen potenzieller Datenverluste. Eine sorgfältige Analyse dieser Faktoren ermöglicht es, einen RPO festzulegen, der sowohl die Unternehmensanforderungen als auch die technischen Möglichkeiten berücksichtigt.

Technische Umsetzung und Herausforderungen

Die Erreichung eines bestimmten RPO hängt von den eingesetzten Technologien und Verfahren zur Datensicherung ab. Traditionelle Backup-Lösungen, Cloud-Speicher und kontinuierliche Datensicherungsmethoden bieten unterschiedliche Möglichkeiten, um den gewünschten RPO zu erreichen. Jede dieser Technologien hat ihre eigenen Herausforderungen, welche in Bezug auf Implementierung und Skalierbarkeit bedacht werden müssen.

Vor- und Nachteile des RPO-Konzepts

Die Definition eines klaren RPO bringt verschiedene Vorteile und Herausforderungen mit sich:

Die Vorteile sind:

  • geringeres Risiko irreversibler Datenverluste,
  • verbesserte Planung und Kontrolle von Backup-Ressourcen,
  • Erfüllung regulatorischer Vorgaben und Compliance-Anforderungen.

Nachteile können sein:

  • erhöhte Kosten durch häufige Datensicherungen,
  • Komplexität bei der Verwaltung großer Datenmengen,
  • technische Abhängigkeiten und erforderliche Infrastruktur.

Zusammenfassung

Der Recovery Point Objective ist ein zentraler Bestandteil jeder umfassenden IT-Strategie zur Datensicherung. Seine präzise Definition und regelmäßige Überprüfung gewährleisten, dass Unternehmen auch im Ernstfall die Integrität ihrer Daten wahren können. Durch eine sorgfältige Abstimmung mit der RTO und den verfügbaren technischen Möglichkeiten lassen sich Datenverluste effektiv minimieren und die Geschäftskontinuität sicherstellen.

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