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Storage-QoS in VMware vSphere Was ist Storage I/O Control?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Storage I/O Control ist eine Funktion der Virtualisierungslösung VMware vSphere. Mit ihr lassen sich Ein-/Ausgabeoperationen für gemeinsam genutzte Storage-Ressourcen verwalten und priorisieren. Die Ressourcen können fair an konkurrierende virtuelle Maschinen zugewiesen und effizienter genutzt werden.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Storage I/O Control ist der Name einer Funktion der Virtualisierungsplattform VMware vSphere. Die Funktion wird auch SIOC abgekürzt.

SIOC wurde entwickelt, um Ein- und Ausgabeoperationen für Storage-Ressourcen in virtualisierten Umgebungen zu priorisieren und zu verwalten. Mithilfe von Storage I/O Control lässt sich gemeinsam genutzter Storage wesentlich effizienter nutzen, indem SIOC für mehr Fairness bei der Zuweisung von Storage-I/O-Ressourcen an die virtuellen Maschinen (VMs) sorgt. Sinnvoll ist der Einsatz, wenn Storage-Ressourcen hohe I/O-Auslastung aufweisen und Anwendungen oder Workloads untereinander konkurrierende I/O-Anforderungen haben.

Damit ist Storage I/O Control eine Funktion zur Sicherstellung einer gewissen Storage-Servicequalität, auch als Storage-QoS (Storage Quality of Service) bezeichnet, in mit VMware vSphere virtualisierten Umgebungen. Storage I/O Control stellt sicher, dass die Leistung kritischer VMs nicht durch die Konkurrenz um I/O-Ressourcen mit anderen VMs beeinträchtigt wird. Eingeführt wurde das Feature Storage I/O Control mit der Version VMware vSphere 4.1. Storage I/O Control muss vom Administrator für den jeweiligen Datastore aktiviert werden.

Funktionsweise von Storage I/O Control

Ist Storage I/O Control für ein Shared Storage Device (Datastore) aktiviert, überwacht SIOC die Datenspeicherlatenz. Ein Administrator kann den VMs Prioritäten zuweisen, um kritische VMs beim Zugriff auf gemeinsam genutzte Speicherressourcen bevorzugt zu behandeln. Liegt die Latenz unter einem festgelegten Schwellenwert, greift SIOC nicht ein. Tritt ein I/O-Stau auf und überschreitet die Latenz einen Schwellwert, startet SIOC mit der Priorisierung der I/O-Anforderungen nach den festgelegten Vorgaben.

Jeder virtuellen Maschine an diesem Datastore werden I/O-Ressourcen entsprechend ihrer Priorität zugewiesen. VMs mit höherer Priorität erhalten mehr I/O-Ressourcen, VMs mit niedrigerer Priorität werden gedrosselt. Die Zuweisung von Speicherressourcen wird so lange dynamisch angepasst, bis die I/O-Latenz wieder unter dem festgelegten Schwellenwert liegt. Die Drosselung der VMs wird aufgehoben, und I/O-Anforderungen werden wieder normal verarbeitet.

Vorteile durch Storage I/O Control

Storage I/O Control bietet unter anderem diese Vorteile:

  • automatische Erkennung von I/O-Engpässen an gemeinsam genutzten Storage-Ressourcen,
  • Reduktion von I/O-Engpässen durch Priorisierung und dynamische Anpassung der I/O-Last,
  • Sicherstellung der benötigten Storage-Ressourcen für kritische Anwendungen oder VMs,
  • effizientere Nutzung der Storage-Ressourcen,
  • Realisierung einer gewissen Form von Storage-QoS,
  • einfach zu verwenden und einzurichten.

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