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„Grafikspeicher“ Was ist Video Random Access Memory (VRAM)?

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Als Video Random Access Memory wird flüchtiger Speicher bezeichnet, der in Grafikkarten zum Einsatz kommt. In den 1990er-Jahren war VRAM ein spezieller Speichertyp, der sich von System-RAM deutlich unterschied. Es handelte sich um eine Variante von dynamischem RAM (DRAM) mit zwei Ports. Ein Port war für den wahlfreien Zugriff und der andere für das sequentielle Lesen des Videosignals vorgesehen. In modernen Grafikkarten kommen spezialisierte Weiterentwicklungen von SDRAM zum Einsatz.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Video Random Access Memory, kurz auch als „Video-RAM“ oder „VRAM“ bezeichnet, ist flüchtiger, lokaler Speicher in Grafikkarten. In den 1990er-Jahren gab es einen speziellen Video-RAM-Speichertyp mit zwei Ports (Dual-ported VRAM). Es handelte sich um eine Variante von dynamischem RAM (DRAM), die heute für Grafikkarten nicht mehr verwendet wird. Auch wenn es technisch nicht zu hundert Prozent korrekt ist, hat sich der Begriff „Video Random Access Memory“ unabhängig von der RAM-Technologie für Grafikspeicher im Allgemeinen durchgesetzt und meint in der Regel nicht den in den 1990er-Jahren üblichen Dual-ported Video-RAM.

Ab der Jahrtausendwende wurde Single-ported SDRAM leistungsfähig genug, um ihn für Grafikkarten zu verwenden. Mittlerweile werden in Grafikkarten RAM-Bausteine eingesetzt, die identisch mit den RAM-Bausteinen für den normalen Arbeitsspeicher sind oder ihnen stark ähneln. Es handelt sich meist um spezialisierte Weiterentwicklungen von für den Systemarbeitsspeicher verwendetem SDRAM wie GDDR (Graphics Double Data Rate SDRAM). Andere Weiterentwicklungen und Varianten für Video-RAM sind WRAM (Window RAM), SGRAM (Synchronous Graphics RAM) oder MDRAM (Multi-bank DRAM).

Aufbau und Funktionsweise von Dual-ported Video Random Access Memory

Vor der Jahrtausendwende verwendeter Video Random Access Memory war häufig mit zwei Ports versehen (Dual-ported). Ein Port war für den wahlfreien Zugriff und der andere Port für das sequentielle Lesen des Videosignals vorgesehen. So war es möglich, dass der Prozessor ein neues Bild in den Speicher schreiben konnte, während davon unbeeinflusst gleichzeitig das Bildsignal für den Monitor ausgelesen wurde. Für die beiden Ports waren unterschiedliche Ausgabe-Pins vorgesehen. Der Port für den wahlfreien Zugriff ließ sich ähnlich wie bei normalem System-RAM nutzen. Der Video-Port war read-only und ließ nur sequenzielle Lesezugriffe zu. Die beiden Teile des Video Random Access Memory wurden auch als „Serial Access Memory“ (SAM) und „Dynamic Random Access Memory“ (DRAM) bezeichnet.

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