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Kleinste Speichereinheit Was ist eine Speicherzelle?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Im Computerbereich stellt eine Speicherzelle die kleinste Speichereinheit dar. Sie speichert ein einzelnes Bit oder ein Datenwort flüchtig oder nichtflüchtig. Zur Realisierung eines Datenspeichers, beispielsweise des Arbeitsspeichers oder einer SSD, werden viele Speicherzellen zusammengefasst. Sie können über Adressen angesprochen werden, um Inhalte zu speichern, zu verändern oder abzurufen.

Mehrere Speicherzellen bilden einen Datenspeicher, zum Beispiel eine Speicherkarte, eine SSD, Arbeitsspeicher oder Cache.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Mehrere Speicherzellen bilden einen Datenspeicher, zum Beispiel eine Speicherkarte, eine SSD, Arbeitsspeicher oder Cache.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Eine Speicherzelle ist hinsichtlich ihrer Speichermenge oder Adressierbarkeit die kleinstmögliche Einheit eines Speichers. Sie nimmt ein oder mehrere Bits an Informationen auf. Sind es mehrere Bits an Informationen, spricht man auch von einem Datenwort. Die Informationen werden abhängig von der Art der Speicherzelle flüchtig oder nichtflüchtig, zum Beispiel in Form von Ladungszuständen oder logischen Schaltzuständen von Transistoren, gespeichert.

Über eine eindeutige Adresse kann auf eine Speicherzelle zugegriffen werden, um Daten zu speichern, zu lesen oder zu verändern. Mehrere Speicherzellen werden über eine Matrix und Logik zusammengefasst und bilden einen Datenspeicher, zum Beispiel eine Speicherkarte, eine SSD, Arbeitsspeicher oder Cache.

Welche verschiedenen Arten von Speicherzellen gibt es, und wie funktionieren sie?

Für die verschiedenen Anwendungsbereiche existiert eine Vielzahl an verschiedenen Arten von Speicherzellen mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften und Merkmalen. Die Speicherzellen lassen sich nach verschiedenen Kriterien einteilen. So kann zwischen Speicherzellen mit flüchtiger und nichtflüchtiger Datenhaltung unterschieden werden. Nichtflüchtige Speicherzellen behalten ihre Informationen auch ohne Betriebsspannung. Flüchtige Speicherzellen verlieren sie, sobald die Energieversorgung abgeschaltet wird.

Typische flüchtige Speicherzellen sind DRAM- oder SRAM-Speicherzellen (Dynamic Random Access Memory oder Static Random Access Memory). DRAM-Speicherzellen werden zur Realisierung von flüchtigem Arbeitsspeicher genutzt. Ein typischer Einsatzbereich von SRAM ist schneller Cache für die Zwischenspeicherung von Daten.

Zu den nichtflüchtigen Speicherzellen zählen NAND- und Flash-Speicherzellen, die beispielsweise für SSDs, Speicherkarten oder USB-Speichersticks zum Einsatz kommen. DRAM-Speicherzellen werden mithilfe von Transistoren und Kondensatoren, SRAM-Speicherzellen mit Flipflops, die aus mehreren Transistoren bestehen, realisiert. Flash-Speicherzellen speichern die Informationen in Form von Ladungszuständen und verwenden dafür Floating-Gate-Transistoren.

Eine weitere Unterteilungsmöglichkeit ist die Menge an Informationen, die eine Speicherzelle aufnehmen kann. So gibt es beispielsweise Flash-Speicherzellen in Form von SLC-Zellen (Single-Level-Cell), die ein Bit speichern, oder in Form von MLC-Zellen (Multi-Level-Cell), TLC-Zellen (Triple-Level-Cell) oder QLC-Zellen (Quadruple-Level-Cell), die zwei oder mehr Bit an Informationen pro Zelle aufnehmen.

Wo und für welche Anwendungen kommen Speicherzellen zum Einsatz?

Speicherzellen sind grundlegende Bauelemente in Computern, Massenspeichern und elektronischen Geräten. Typische Anwendungen und Geräte mit Speicherzellen sind:

  • Arbeitsspeicher eines Computers (RAM),
  • Cache und Register für CPUs und GPUs,
  • Firmware und BIOS für Computer, elektronische Geräte oder Microcontroller,
  • Massenspeicher wie SSDs, Speicherkarten oder USB-Speichersticks,
  • professionelle Storage-Lösungen wie All-Flash-Arrays,
  • Arbeits- und Massenspeicher in elektronischen Geräten wie Smartphones oder Tablets.

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