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Reparaturumgebung Was ist Windows Recovery Environment (WinRE) / Windows-Wiederherstellungsumgebung?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Windows Recovery Environment (WinRE) ist eine Wiederherstellungsumgebung, mit der sich Windows-Startprobleme beheben lassen. Sie ist als eigene Partition auf der Festplatte angelegt und lässt sich entweder manuell starten oder wird bei erkannten Boot-Problemen automatisch gestartet.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

WinRE ist das Kürzel für Windows Recovery Environment. Die deutsche Bezeichnung lautet „Windows-Wiederherstellungsumgebung“. Es handelt sich um eine Reparaturumgebung, mit der sich verschiedene Probleme beim Starten des Windows-Betriebssystems beheben lassen.

Mithilfe von WinRE lässt sich ein System wieder in einen betriebsfähigen Zustand bringen, ohne dass Windows komplett neu installiert werden muss oder ein externes Wiederherstellungsmedium wie eine Installations-DVD oder ein Boot-Stick benötigt wird. Die Wiederherstellungsumgebung basiert auf dem Windows Preinstallation Environment (Windows PE) und wird bei der Windows-Installation in der Regel automatisch auf der vorhandenen Festplatte als eigene Partition angelegt. Sie besitzt eine grafische Benutzeroberfläche und bietet verschiedene Optionen, die sich in gewissem Umfang anpassen und erweitern lassen. Eingeführt wurde die Windows-Wiederherstellungsumgebung mit der Windows-Version 7.

Die verschiedenen Startoptionen der Windows-Wiederherstellungsumgebung

Es gibt verschiedene Optionen zum Starten der Windows-Wiederherstellungsumgebung. Bei erkannten Boot-Problemen startet WinRE in der Regel automatisch. Solche Probleme sind beispielsweise zwei aufeinanderfolgende fehlgeschlagene Windows-Startversuche, zwei kurz hintereinander folgende Systemabstürze oder Systemneustarts direkt nach dem Starten von Windows oder BitLocker- und Secure-Boot-Fehler. Manuell lässt sich die Windows-Wiederherstellungsumgebung über folgende Optionen starten:

  • Drücken eines vorgegebenen Hotkeys während des Bootvorgangs, zum Beispiel F11 oder einer anderen vom Hardware-Hersteller genannten Taste,
  • über die Eingabeaufforderung und einen Administratorbefehl wie „shutdown /r /o /f /t 00“,
  • über das Windows-Einstellungsmenü „System/Wiederherstellung“ und „erweiterter Start“,
  • über das Drücken der Umschalttaste bei der Auswahl des Windows-Neustarts über den Anmeldebildschirm.

Die verschiedenen Optionen und Funktionen der Windows-Recovery-Umgebung

Die Windows-Wiederherstellungsumgebung bietet verschiedene Optionen und Funktionen, um Startprobleme von Windows zu beheben und das Windows-Betriebssystem wiederherzustellen. Zu diesen gehören die Systemwiederherstellung eines früheren Zustands, die Systemabbildwiederherstellung auf Basis eines Systemimages, das Zurücksetzen der Windows-Installation auf Werkseinstellung und die automatische Reparatur. Die automatische Reparatur ist in der Lage, verschiedene Boot-Fehler wie die Beschädigung des Dateisystems, der Windows-Registrierung, der Systemdateien oder anderer Komponenten selbstständig zu beheben .

Darüber hinaus stellt WinRE den Befehlszeilenzugriff über die Eingabeaufforderung zur Verfügung, mit dem sich manuelle Befehle zur Systemwiederherstellung ausführen lassen.

Grundsätzlich ist Windows Recovery Environment individuell anpassbar. So können Unternehmen beispielsweise andere Sprachen hinzufügen oder spezifische Gerätetreiber und Diagnosetools in die Wiederherstellungsumgebung einbinden. Mithilfe der DISM-API (Deployment Image Servicing and Management) lassen sich auf der DISM-Plattform benutzerdefinierte Lösungen erstellen.

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