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Sicher verteilte Dateien Weltweit verteilbarer S3-Cloud-Speicher von Cubbit

Von Michael Matzer 4 min Lesedauer

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Der italienische Anbieter Cubbit will mit seiner S3-kompatiblen Storage-Lösung DS3 seinen Kunden maximale Flexibilität und Souveränität ermöglichen, wenn sie ihre Objektdaten in der Cloud ablegen. Mit DS3 ist dies überall dort möglich, wo verteilte Daten verschlüsselt vorgehalten werden sollen: am Edge, im Rechenzentrum, in der Public oder Private/Hybrid-Cloud.

Die Cubbit-Lösung verschlüsselt und verstreut die Objektdaten in ein geoverteiltes Netzwerk.(Bild:  Ar_TH - stock.adobe.com)
Die Cubbit-Lösung verschlüsselt und verstreut die Objektdaten in ein geoverteiltes Netzwerk.
(Bild: Ar_TH - stock.adobe.com)

Das Neuartige an dieser Lösung besteht in der Verteilung und Verwaltung der Objektdaten. Statt alle Objektdaten an nur einem Ort zu verwalten, verschlüsselt der DS3 Composer jede Datei, teilt sie in Teilstücke auf, erzwingt Redundanz durch Replikation und verstreut anschließend alle Objekte in ein geoverteiltes Netzwerk aus Rechnerknoten beziehungsweise Nodes mit Cache. Die Kunden haben laut Anbieter stets volle Kontrolle über und Zugriffsrechte auf ihre Dateien.

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Das Herzstück dieser Lösung ist der DS3 Composer. Anhand der bei der Datenerfassung erzeugten Metadaten orchestriert der DS3 Composer alle Ressourcen im „Schwarm“, der Gesamtheit aller im globalen Netzwerk verwalteten Node-Cluster und S3-Zugangs-Gateways. Zugleich stellt er die Benutzeroberfläche zum Coordinator bereit, der Verwaltungskonsole. Durch die Gateways an den S3-kompatiblen Ressourcen lassen sich auch entlegene Nodes am Edge leicht verwalten.

Der Composer sammelt und aggregiert sowohl neue als auch „recycelte“ Ressourcen am Edge, On-Premises (soweit erreichbar) und in der Public Cloud. Über seine SaaS-Kontrollkonsole kann er alle Ressourcen als ein zusammenhängendes Object Store Repository bereitstellen. Die Ressourcen sind in geoverteilten Netzwerken organisiert, und jeder Netzwerk-Node kann über das S3-Protokoll (bzw. API) Zugang gewähren und Kapazitäten bereitstellen.

Leistungsmerkmale

DS3 ist mandantenfähig, und jeder „Mandant“ lässt sich von einem jeweiligen Anwender (oder Reseller) steuern, der volle Kontrolle über Metriken, Konfigurationen, Berichte, Abrechnungen und Richtlinien hat. Daraus folgt eine weitere Eigenschaft: Da die Lösung „white label“ ist, lässt sie sich personalisieren und mit dem jeweiligen Markenzeichen eines Kunden anbieten.

DS3 ist Hardware-agnostisch und läuft auf jeder Infrastruktur. Das bietet die Gelegenheit, sukzessive alte Server durch neue zu ersetzen, die leistungsfähiger sind. Cubbit empfiehlt für den Einsatz am Edge den netzwerkfähigen Mini-PC NUC v12 von Intel. „Edge by Design“ ist schon vorkonfiguriert.

Cubbits Infrastruktur arbeitet mit einer einzige Daten-Domäne, doch lassen sich damit verschiedene verteilte Netzwerke erstellen, unterschiedliche Security- und Datenschutz-Policies (IAM) anwenden und mehrere Ebenen der Redundanz für jedes Netzwerk erzwingen.

Apropos Schutz: Alle Daten werden, wie oben erwähnt, verschlüsselt. Verfügt der Kunde oder Reseller über ein eigenes privates Key-Management-System (KMS), dann wird dieser Kunde oder Reseller zum einzigen Nutzer, der Zugriff auf die Daten im System hat. Um die Sicherheit der gespeicherten Daten zu erhöhen, stehen die Optionen der S3-Funktion Object Lock und Versionierung zur Verfügung.

Use-Cases

Zu den realisierbaren Anwendungsfällen gehören: Backup, Active Archiving, Log-Management, NAS-Gateways, Kubernetes-Storage, Cloud-Migrationen, Data-Lakes und Kooperationen. Für jeden Use-Case kann Cubbit einen oder mehrere Partner vorweisen. Die Lösung ist nach den ISO-Standards 9001 und 27001 (Security etc.) zertifiziert. Die Zuverlässigkeit der DSGVO-konformen Lösung liegt bei 15 Neunen hinter der 99 Prozent-Marke.

Niedrigere Betriebskosten

Wichtig für die Betriebskosten: Cubbit erhebt weder für Datenentnahme (Egress) noch für Datenlöschung Gebühren. Weil der Aspekt der API-Gebühren von AWS an keiner Stelle in den Cubbit-Dokumenten erwähnt wird, sollte sich der Interessent vorher kundig machen. Es gibt aber Mittel und Wege, Egress- und API-Gebühren zu senken, beispielsweise durch die Nutzung von AWS CloudFront.

Cubbit beansprucht für sich, jeden Hersteller-Lock-in hinsichtlich der Hyperscaler vermeiden zu helfen, was zu einer Reduktion der Speicherkosten um bis zu 80 Prozent führe. Besonders in den favorisierten Betriebsfällen „Edge“ und „Hybrid-Cloud“ könne dies positiv zu Buche schlagen. Alessandro Cillario, Co-CEO und Mitgründer von Cubbit, kündigt an: „Wir werden in den kommenden Quartalen mehrere Produkte auf den Markt bringen, die sich an die Edge-Use-Cases richten.“ Die Nutzer fänden sich in Unternehmen und Dienstleistern in der Fertigungsbranche und in stark verteilten Umgebungen, welche vor allem in Zentraleuropa zu finden seien. Für die DACH-Region hat Cillario deshalb große Ausbaupläne.

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Vorteile

Cillario argumentiert, dass Cubbit der erste geoverteilte Cloud-Speicher-Anbieter sei. „Dienstleister und Unternehmen können ihre eigenen geoverteilten Cloud-Speichernetzwerke in Minuten erstellen, basierend auf ihren internen Richtlinien und Infrastrukturstrategien. Sie behalten die volle Souveränität über ihre Daten, vereinfachen ihre Workflows und senken ihre Kosten.“

Cubbit garantiere die erforderlichen SLAs für Datenresilienz, wobei es 25 bis 50 Prozent weniger Speicherkapazität und IT-Ressourcen beanspruche, verglichen mit herkömmlichem Cloud-Speicher. Das würde zugleich den CO2-Fußabdruck minimieren – dieser wird nämlich im Edge- und KI-Computing zunehmend zu einer Belastung. Die Verlängerung der Lebensdauer von Infrastruktur-Hardware trage zur Vermeidung von Elektroschrott bei.

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Expansionspläne

Wie schon angedeutet, hegt Cubbit weitreichende Pläne für die Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit in Zentraleuropa. „Cubbits Präsenz in der DACH-Region nimmt zu, und wir haben bereits in Österreich und der Schweiz Vertriebspartner gewonnen. In Kürze werden wir einen größeren Partner in Deutschland ankündigen.“

Cubbit sehe in der DACH-Region nicht nur einen hohen IT-Reifegrad, sondern auch einen hohen Bedarf hinsichtlich Datensouveränität und der Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Kosten. Dies sei besonders wichtig in Anbetracht der Datenexplosion im Zusammenhang mit KI, Edge und Mobilnutzung. „Um dieses Wachstum zu unterstützen, haben wir ein dediziertes Team um Marcel Goetz herum gegründet, der Erfahrung bei Dell und Veeam mitbringt. Dieses Team wird die Leitung der DACH-Region übernehmen.“

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(Bild: Storage-Insider)

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