Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium 2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 15
Unter Verwendung von erprobten Baugruppen wie GPFS, BladeCenter und Storage stellte IBM im November 2007 ein hochskalierbares und hochperformantes Dateisystem mit integrierten ILM-Funktionen vor. Das System ist in der Lage, linear mit den Anforderungen an Speicherplatz und Durchsatz zu wachsen und bietet neben extremer Hochverfügbarkeit eine einfache Administrierbarkeit.
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Im Frühjahr 2010 kommt als Lösungsnachfolger von SOFS die IBM-SPSC-Lösung zur Anwendung. SPSC steht für Smart Private Storage Cloud. Die IBM SPSC-Lösung wurde entwickelt, um einfach und performant unstrukturierte Daten in Kundenumgebungen zur Verfügung zu stellen und bekannte Engpässe (Administration, Wachstum, Durchsatz, z. B. bei Web-Anwendungen) in aktuellen Network Attached Storage-Lösungen – kurz NAS – zu beseitigen.
Als Basis der IBM SPSC-Lösung dienen erprobte Hardware-Komponenten – IBM Bladecenter mit IBM-Storage-Produkten – und das IBM General Parallel File System – kurz GPFS, das seit 1996 in High-Performance-Computing-Umgebungen sehr erfolgreich eingesetzt wird. IBM GPFS stellt eine stabile Grid-Plattform mit erprobten Skalierungsmöglichkeiten und integrierten Hochverfügbarkeitsfunktionen zur Verfügung.
Stabile Scale-Out-Plattform
Durch Erweiterungen mit bewährten Bausteinen (Redhat Linux, Samba) verfügt SPSC über eine hochmoderne und eine offene Systemplattform. Dieses Grid-basierte Lösungskonzept stellt eine stabile Scale-Out-Plattform für zukünftige Storage-Anforderungen zur Verfügung. Durch Fokussierung der SPSC-Entwicklung auf eine optimierte Betriebsführung und reduzierte Komplexitätsanforderungen integriert IBM bereits im SPSC-Standard viele Funktionalitäten und unterstützt diese mit Prozessen. Diese Funktionalitäten beinhalten Trendanalysen, Datenmigrationsprozesse und Information-Lifecycle Management-Prozesse.
Ebenso wie die in der IBM SPSC-Lösung integrierten Management-Funktionalitäten wie Monitoring, Administration und Operation erlauben Schnittstellen eine einfache Integration in die IT-Überwachung und garantieren geringe Administrationsaufwände.
Zur Steigerung der Backup/Restore-Zeiten erfolgte eine Integration von IBM Tivoli Storage
Manager – kurz TSM – in die Lösung. Unter Verwendung der SPSC-Mechanismen reduzieren sich die Scan-Zeiten erheblich, Gleiches gilt für den Restore.
IBM SPSC bietet:
- einen globalen Namensbereich für alle Verzeichnisse (File-Virtualisierung)
- einfachste Betriebsführung und Administration
- Hochverfügbarkeitsmechanismen eines Clusters mit Grid-Mechanismen
- dynamische Erweiterung/Reduzierung ohne Betriebsunterbrechung
- integrierte Information-Lifecycle-Funktionen mit automatisierten Regeln auf File-Ebene, in Kombination mit TSM HSM eine Integration bis auf Band
- flexible Kopplung von Anwendungsservern durch CIFS, NFS, GPFS Cross Cluster Mount
- sehr große Speichervolumen in einem System (> zehn Petabyte)
- integrierte Datenmigrationsmechanismen
Im Anlaufbild „SPSC-Lösungskomponenten“ wird der schematische Aufbau der Lösung im Gesamtüberblick dargestellt. Die Bausteine HSM, TSM sind hierbei Optionen, die auf Wunsch in die Lösung integriert werden können. Die SPSC-Lösung besteht immer aus IBM-Komponenten und Erweiterungen von GNU-Komponenten.
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