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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 15

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SPSC – integrierte ILM-Funktionen

Mit den integrierten ILM-Funktionen (Information Lifecycle Management) bietet IBM SPSC eine Plattform zur effizienten und automatisierten Handhabung von unstrukturierten Daten. Durch die Definition-Regeln auf Fileebene können automatisiert Verlagerungsprozesse auf unterschiedliche Speicherklassen angestoßen werden und in Kombination mit IBM TSM (Tivoli Storage Manager) und HSM (Hierarchical Storage Manager) erfolgt die Auslagerung bis auf Bänder, wobei die Dateieinträge transparent im Filesystem für den Benutzer dargestellt werden. Wie bereits beschrieben, können in SPSC mehrere unterschiedliche Speicherklassen definiert werden.

Zur Optimierung der Nutzung der Speicherklassen verfügt SPSC bereits in Basisfunktionalität über ILM-Erweiterungen. Hierbei können auf Grundlage von Policies auf Share-Ebene definiert werden, auf welchem Typ von Plattenspeicher Daten vorgehalten werden sollen. Optional kann eine Migration bis auf Band erfolgen:

  • Definition von Policies für Dateien auf Share-Ebene
  • Automatische Migration der Dateien nach den definierten Policies
  • Transparenter Zugriff für den Benutzer (inklusive der Bandnutzung)
  • Optional: Bei Einsatz von TSM HSM – Tivoli Storage Manager Hierarchical Storage Manager – kann bei der Migration ein Bandlaufwerk integriert werden.

Flexible Anbindung von Anwendungssystemen

Zusätzlich zu den Protokollen CIFS/NFS steht eine hochperformante Anbindung von Linux-Anwendungsservern mittels GPFS Cross Cluster Mount zur Verfügung. Die Kopplung erfolgt hierbei mittels des GPFS-Protokolls, das in HPC-Umgebungen sehr erfolgreich eingesetzt wird. Zur Optimierung des Datendurchsatzes unterstützt IBM SPSC die direkte Kopplung von GPFS-basierten Anwendungsservern. Diese Kopplung erlaubt durch das im GPFS implementierte Protokoll einen maximalen Datendurchsatz.

Integrierte Datenmigrationsmechanismen

Basierend auf den beschriebenen Verfahren für die Online-Erweiterung vom Speicher kann sehr einfach und effizient eine Datemigration erfolgen. Die Datenmigration kann hierbei ohne zusätzliche Werkzeuge bei minimalen Systembelastungen durchgeführt werden.

Die hierzu notwendigen Schritte sind:

  • 1. Bereitstellung der LUNs im SPSC
  • 2. Einrichten der Migrationsbeziehung zwischen den abzulösenden Speicherbereichen
  • 3. Migration der Daten auf die neuen LUNs
  • 4. Auflösen der Migrationsbeziehung im Speicherbereich
  • 5. Herausnahme der alten LUNs aus dem SPSC-Cluster

Erweiterungspotenziale für SPSC

Mit SPSC steht eine skalierbare NAS-Plattform zur Verfügung. Die Skalierung kann hierbei unter mehreren Geschichtspunkten erfolgen:

  • Durchsatz bei Zugriff auf die Dateien: zusätzliche Blades
  • Volumen: zusätzlicher Speicher
  • Fehlbedienung/Datenintegrität: asynchroner Spiegel
  • Höhere Verfügbarkeit: SPSC Cross Cluster Mount

Alle diese Erweiterungen stehen innerhalb der Lösung zur Verfügung, egal mit welcher Variante und in welcher Umgebung gestartet wird.

Weiter mit: ILM-Prozesse mit integrierter Band-Auslagerung

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