Zum 30-jährigen Jubiläum lud der Storage- und Backup-Spezialist SEP in die Holzkirchner Zentrale. Dabei gab es einiges an Neuigkeiten zu vermelden.
Am 12. Und 13. Oktober rief die SEP AG zur Partnertagung nach Holzkirchen.
(Bild: David Schimm - Veritas Public Relations GmbH & Co. KG)
Während viele der namhaften Backup-Anbieter in den vergangenen 30 Jahren mehrfach umstrukturiert, gekauft oder wieder ausgegliedert wurden, hat sich SEP über dreißig Jahre Konstanz bewahrt. Das, so Geschäftsführer Georg Moosreiner in der Begrüßungsrede, sei an sich schon bemerkenswert.
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SEP begann als normales System- und Software-Haus im oberbayerischen Dorf Weyarn. „Wir kauften alle mögliche Hard- und Software zusammen und bauten Lösungen“, erinnert sich Moosreiner. Darunter sehr individuelle, etwa ein Wirkungsgrad-Messsystem für Wasserturbinen für das Dreischluchtenkraftwerk in China oder ein Messsystem für die Luftqualität in Osteuropa, das für die DLR (Deutsche Anstalt für Luft- und Raumfahrt) gebaut wurde. Auch eine Logistiksteuerung für die Elektromotorfertigung von SEL/Alcatel entstand, die später auf weitere Werke ausgedehnt wurde. Hier kam der Gedanke auf, dass ein Ausfall für den Kunden katastrophale Folgen hätte.
SEP programmierte daraufhin die Backup-Software Sesam, die auch heute noch am Markt ist. Sie wird bis heute in der Zentrale in Holzkirchen entwickelt und unterstützt. Dorthin war SEP 2017 umgezogen. SEP sichert physische und virtuelle Daten vor Ort und mit der Hybrid-Lösung Jaglion in der Cloud und ist BSI-konform.
SEP erhielt als Unternehmen eine ganze Reihe an Auszeichnungen. Besonders stolz ist das Unternehmen auf das Gütesiegel des Bundesverbandes Mittelstand „Software Made in Germany“.
Anschließend gab Senior-Vertriebler Hartmut Birke, ein echtes SEP-Urgestein, einen Überblick über die von SEP unterstützten Backup-Targets. Im Grunde wird jedes wichtige Medium von SEP unterstützt, wobei mehr und mehr Targets in der Cloud dazukommen. „Band ist zwar das älteste Speichermedium, aber immer noch kostengünstig“, betonte Birke. Auch HPEs Backup-Appliance gehört zu diesen Zielen; SEP ist hier als Partner zertifiziert. Clouds werden direkt über die S3-Schnittstelle angebunden.
Verbesserte Deduplizierung
Komplett verbessert hat SEP seine Deduplizierung. Sie taucht als Si3-NG als neuer Menüpunkt in der grafischen Benutzerschnittstelle der Sicherungslösung auf. So können jetzt an einen RDS (Remote Device Server) mehrere Deduplizierungs-Stores angeschlossen werden. Das bedeutet, dass sich mit zwei Stores auch Migrationsaufgaben elegant erledigen lassen. Man spielt die Daten auf beide Stores und dann von einem der beiden Stores auf den neuen Speicher.
Als weitere technologische Neuerungen im Deduplizierungs-Algorithmus nannte Klaus Riehm, Senior Sales Engineer, die geplanten erweiterten Größenlimitierungen. Es können jetzt auch ein lokaler Objektspeicher oder ein S3-Bucket statt eines RDS als Ziel verwendet werden. Auch Azure Block ist möglich. Außerdem können Daten auf unveränderlicher Storage landen.
Zwischen allen verwendeten Speichern in einer hybriden Backup-/Replikationsarchitektur lässt sich hin und her sichern und replizieren. Weiter wurde die Leseleistung verbessert. „Damit ist jetzt auch Cloud als primäres Backup-Medium möglich“, versprach Riehm. Zudem werden die Daten verschlüsselt.
Unveränderliche Speicherung in vielen Formen
Unveränderliche Speichermöglichkeiten (SiS) bietet SEP inzwischen in unterschiedlichen Formen und an unterschiedlichen Orten an, wobei jeweils Si3-NG, der Deduplizierungsalgorithmus, angewendet werden kann.
SiS läuft vor Ort auf einem physischen Backup-Server ohne normalen Zugang zum Backup-Datenspeicher. Nur über Root und mit Admin-Rechten kann man an die Daten auf dem RDS. Der Backup-Server selbst hat bloß einen Zugang über eine einzige offene TCP/IP-Schnittstelle. Er kann aber die Daten nicht ändern. So sind sie vor Ransomware geschützt. Mögliche Speicherorte sind auch ein lokaler Object Store mit S3-Schnittstelle, Microsoft Cloud Storage und anderes.
Blocky for SEP realisiert Unveränderlichkeit auf Windows-Betriebssystemen. Hier wird eine Whitelist für diejenigen Prozesse geführt, die auf den Datenspeicher zugreifen dürfen. Auch diese Software wurde erweitert und verbessert, zum Beispiel über ein Update wichtiger Bibliotheken, der die Lösung erheblich beschleunigt.
Kooperation mit Keepit beim Cloud-to-Cloud-Backup
Neue Services für Cloud-to-Cloud-Backup bietet SEP im Rahmen seiner CAPS (Cloud Application Protection Services) für den deutschsprachigen Raum zusammen mit dem dänischen Partner Keepit unter der Marke SEP an. In das dänische Unternehmen ist unter anderem der dänische Staatsfond investiert. Es unterhält Rechenzentren in wichtigen europäischen und überseeischen IT-Zentralen, unter anderem in Frankfurt. Dort besteht eine doppelte Instanz in Equinix-Rechenzentren.
Stand: 08.12.2025
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Keepit speichert seine Daten verschlüsselt und mit einer Blockchain verknüpft. So können sie nicht verändert oder gelöscht werden, bevor die von den Anwendern definierte Haltedauer erreicht ist. Das bedeutet einen relativ zuverlässigen Schutz vor Ransomware. Mit Keepit/CAPS lassen sich Cloud-Applikationen wie Azure AD (auf Anfrage), Dynamics 365, MS365, Google Workplace, Salesforce oder Power BI für einen monatlichen Fixpreis pro User sichern.
Im Preis inbegriffen sind Funktionen wie mehrere Snaps, ein granulares Rollen- und Berechtigungskonzept, die Vorschau auf die Objekte vor dem Rücksichern, ein RTBF-Label (Right to Be Forgotten) für die Einhaltung der Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung. Ein Restore-Wizard hilft bei der Wiederherstellung der Daten.
Neue Lizenzierungsmodelle
Hinsichtlich der Lizenzierung ändert sich einiges. „Die alte Classic-Lizenz ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, begründete Sales Manager Patrick Luc, warum man sich von dem Modell verabschiedet. Für Bestandskunden soll es aber weiter gelten.
In Zukunft wird eine Datenvolumen-Unit mit einer User-Unit kombiniert, um den Preis zu finden. Die Datenvolumen-Unit unterstützt bis zu 10 Terabyte Volumen, die User-Unit bis zu 50 Anwender. Die Unit-Lizenz umfasst alle wichtigen Funktionen wie File-Backup, Snapshots, NDMP, die Sicherung von Apps und Groupware sowie Snapshots von Applikationen.
Bei den Units wird nicht nur nach Datenvolumen unterschieden, sondern auch nach Tiers: Eine Tier-1-Lizenz umfasst einfache Snapshots von VMs, eine Tier-2-Lizenz ist nötig, wenn man einen Agenten installieren und Applikationen virtuell oder physisch sichern will, Tier-3-Lizenzen sichern physisch oder virtuell und mit Agent komplexe Anwendungen wie SAP oder DB2. Dabei gibt es das Unit-Pricing auch als Mietmodell.
Daneben soll es auch weitere Lizenztypen wie die Sockets-Lizenz oder die Volumen-Lizenz geben. „Wir werden also mehr Preislisten haben“, kündigte Luc an. Ein Web-Konfigurator soll den Anwendern helfen, das richtige Lizenzmodell für sich zu finden.
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Partnerschaften mit IBM, Pure Storage, Wasabi
Schließlich berichtete Presales-Spezialist Riehm noch über einige neue Partnerschaften, die SEP in der letzten Zeit geschlossen hat. Um die Partnerschaft mit IBM-Tochterunternehmen Red Hat zu vertiefen, wurde die langjährige Partnerschaft mit IBM weiter ausgebaut. Ziel ist es, mit SEP auch in das Container-Backup einzusteigen.
Ebenfalls neu ist die Partnerschaft mit HCI-Spezialist Nutanix. Einen neuen SEP-Agenten dafür gibt es bereits. Er kann unter anderem die Daten von VMs auf lokalen Objektspeichern sichern.
Eine weitere Partnerschaft verbindet SEP mit Pure Storage. „Manche Kunden nutzen inzwischen Pure FlashArray als Tape-Ersatz“, berichtet Riehm. Das stelle allerdings das SEP-Design vor Herausforderungen. So brauche man mehrere RDS und Sicherungs-Streams, um mit der großen Leistung der Flash-Hardware mitzuhalten.
Schließlich ist auch der Cloud-Backup-Spezialist Wasabi seit 2022 SEP-Partner. Er bietet einen durch Lock-Mechanismen gesicherten S3-Objektstore in der Cloud an. Dabei bemüht sich Wasabi um ein besonders transparentes, User-bezogenes Preismodell ohne Zusatzkosten.
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