Durch automatisierte Lösungen den Überblick behalten Backups müssen nicht kompliziert sein

Ein Gastbeitrag von Stefan Schröder*

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IT-Administratoren fehlen Zeit und Kapazitäten, die gesamte Backup-Infrastruktur manuell zu überwachen. Ist dies gefordert, werden sie mit vielen Problemen konfrontiert. Eine automatisierte Lösung mit dem Blick von außen kann Abhilfe leisten.

Der Alptraum des Unternehmens – und des Admins: ein erfolgreicher Ransomware-Angriff. Automatisierte Backup-Lösungen können sich lohnen.
Der Alptraum des Unternehmens – und des Admins: ein erfolgreicher Ransomware-Angriff. Automatisierte Backup-Lösungen können sich lohnen.
(Bild: zephyr_p - stock.adobe.com)

Sicherungskopien sind die „Last Line of Defense“ gegen Datenverlust. In einer Zeit, in der die Bedrohung im Cyberraum stetig zunimmt, darf die letzte Verteidigungslinie nicht lückenhaft sein. Das ist besonders in Situationen wie einem Ransomware-Angriff der Fall, in dessen Folge nicht selten Datensätze von Unternehmen verschlüsselt werden.

Laut Bundeslagebild 2021 des Bundeskriminalamts ist der durch Ransomware entstandene Schaden in Deutschland von 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 24,3 Milliarden Euro im Jahr 2021 gestiegen. Dieser enorme Zuwachs steht sinnbildlich für die sich intensivierende Sicherheitslage im Cyberraum. In der Bitkom-Studie Wirtschaftsschutz 2021 wird zusätzlich angegeben, dass Cyberangriffe bei 86 Prozent der Unternehmen Schaden verursacht haben. Nicht betroffene Unternehmen sind demzufolge in der Minderheit. Das Thema Datensicherung und IT-Security muss von Unternehmen ernst genommen werden.

Wachsende Backup-Infrastrukturen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Backup-Infrastrukturen aufzubauen. Diese können von Unternehmen zu Unternehmen variieren und mehrere Bestandteile vereinen. Die klassische Sicherung erfolgt „On-Premises“. Damit sind Backups im eigenen Rechenzentrum sowie deren Sicherungskopien in einer zweiten eigenen Lokation gemeint. Eine weitere Möglichkeit zur Datensicherung bieten eine Vielzahl an Cloud-Anbietern, bei denen Unternehmensdaten in der jeweiligen Cloud gespeichert werden können. Die dritte Komponente heißt Software-as-a-Service (SaaS). Im Datensicherungskontext ist hiermit Software gemeint, die von Anbietern betrieben wird und mit der IT-Administratoren Backups erstellen können.

In den meisten Fällen werden in Unternehmen unterschiedliche Komponenten miteinander kombiniert. In Zukunft wird die Tendenz, diese drei Komponenten in Backup-Infrastrukturen zu implementieren, weiter zunehmen. Besonders im SaaS- und Cloud-Bereich kann beobachtet werden, dass sich der Markt enorm weiterentwickelt. Denn es kommen permanent neue Lösungen hinzu. Diese Entwicklung verstärkt die Anforderungen an einen IT-Betrieb sowie an den Backup-Verantwortlichen.

Herausforderungen für Backup-Administratoren

Wenden Unternehmen unterschiedliche Komponenten für ihr Backup-Infrastruktur an, erschwert dies, beim Monitoring den Überblick zu behalten. Backup-Administratoren müssen jedoch überblicken und kontrollieren können, was in allen Backup-relevanten Bereichen passiert, ob Backups fehlerhaft gelaufen sind und wie der Zustand der Infrastruktur ist. Hierzu gehören nicht nur die Backups selbst, sondern ebenfalls Backup-Server sowie alle Devices. Um den Überblick zu gewährleisten, ist der Einsatz einer Software vonnöten, die mit dem Blick von außen alle für das Monitoring relevanten Bereiche in einer grafischen Benutzeroberfläche zusammenfasst. Probleme jeglicher Art können somit schnell identifiziert werden. Das Monitoring sollte auch im Blick haben, dass beim Datentransfer zwischen den unterschiedlichen Speicherorten keine Fehler auftreten.

Fehlerfreie Backups

In lebendigen IT-Infrastrukturen mit zahlreichen Servern und Datenbanken müssen Systeme regelmäßig gepatcht werden. Durch die vorgenommenen Veränderungen können anschließend technische Fehler oder Konfigurationsfehler auftreten. Das kann zu fehlerhaften Backups führen. Fehlt Backup-Verantwortlichen eine umfassende Übersicht der Infrastruktur, führt das ebenfalls zu Defiziten in der Fehlerkontrolle.

Backup-Programme melden zwar fehlerhafte Sicherungskopien, jedoch liefern sie oftmals in Reports wenige Details zur Behebung des Problems. Die Identifizierung von logischen Fehlern ist ebenfalls wichtig. Wird ein Backup mit 0 Byte angezeigt, ist offensichtlich, dass sich keine Daten darin befinden – das Backup ist fehlgeschlagen. Dieses Problem wird häufig von Backup-Tools aufgrund von eingestellten Parametern zur Datensicherung nicht erkannt. Für die Backup-Qualitätssicherung sowie die Kontrolle und Behebung vorgefundener Fehler sind enorm viel Zeit und Aufwand vonnöten. Müssen sich IT-Administratoren darum manuell kümmern, fehlen an anderen wichtigen Stellen Kapazitäten.

Viele Backup-Tools erschweren den Überblick

Unternehmen haben häufig mehrere automatisierte Backup-Programme im Einsatz. Das liegt unter anderem daran, dass diese nicht alle Funktionen abdecken. So kann ein Backup-Tool beispielsweise On-Premises-Daten und die virtuellen Maschinen überblicken, hat jedoch nicht die Funktion, Backups von Microsoft-365-Daten zu erstellen. Backup-Software-Hersteller neigen dazu, unterschiedliche Tools anzubieten, die verschiedene Bereiche abdecken und deren Funktionen sich ergänzen. Während manche Tools darauf spezialisiert sind, virtuelle Maschinen zu sichern, werden andere wiederum für die Sicherung von Containern entwickelt.

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Aufgrund der Beschaffenheit des Angebots sind Unternehmen gezwungen, mehrere Backup-Tools einzusetzen, um die Sicherung der gesamten Unternehmensdaten zu gewährleisten. Eine Fusionierung mehrerer Unternehmen kann darüber hinaus dazu führen, dass im Anschluss drei bis vier Tools zur Datensicherung eingesetzt werden, teilweise von unterschiedlichen Herstellern. Hierbei haben Backup-Verantwortliche das Problem vor Augen, dass sie nicht in der Lage sein werden, einen Report zu generieren, der die Daten aus allen Programmen enthält. Im Endeffekt erhalten Backup-Administratoren mehrere Reports zu verschiedenen Bereichen der Backup-Infrastruktur, was ebenfalls zu einer verminderten Übersicht sowie zu einem höheren Zeitaufwand führt. Das kann vermieden werden, indem eine Lösung zum Einsatz kommt, die die gesamten Daten aus allen Backup-Tools sammelt und in einem Report den Verantwortlichen zur Verfügung stellt. Auf diese Weise wird ein umständliches und aufwendiges Verfahren durch eine automatisierte Lösung vereinfacht.

Stefan Schröder, CTO bei der Schmitz RZ Consult GmbH und Entwickler von BACKUP EAGLE.
Stefan Schröder, CTO bei der Schmitz RZ Consult GmbH und Entwickler von BACKUP EAGLE.
(Bild: Schmitz RZ Consult GmbH)

Die Anforderungen an das IT-Personal nehmen branchenübergreifend im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung stetig zu. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass es im Bereich IT einen Fachkräftemangel gibt. Allein im vergangenen Jahr ist laut Bitkom die Zahl der freien Stellen für IT-Fachkräfte auf 96.000 gestiegen. Diese Umstände setzen Unternehmen und ihre IT-Abteilungen gleichermaßen enorm unter Druck. Der Einsatz einer automatisierten Lösung ist sinnvoll, um die Effizienz zu steigern, Kapazitäten zu sparen und die Fehlerquote niedrig zu halten. Besonders bei Audits müssen sich IT-Administratoren darauf verlassen können, dass alle Backups fehlerfrei und sämtliche Reports verfügbar und Restores lückenlos möglich sind.

*Der Autor: Stefan Schröder ist CTO bei der Schmitz RZ Consult GmbH und Entwickler von BACKUP EAGLE.

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