Praxis: Fast LTA-Speicher für die revisionssichere Archivierung

Bauking wechselt auf Silent Cubes

| Redakteur: Tina Billo

Der bei der Bauking AG eingesetzte Archivspeicher bot nicht länger die geforderte Leistung und stieß auch die Kapazität angehend an seine Grenzen. Um Problemen vorzubeugen, entschied sich das Unternehmen für einen Wechsel.
Der bei der Bauking AG eingesetzte Archivspeicher bot nicht länger die geforderte Leistung und stieß auch die Kapazität angehend an seine Grenzen. Um Problemen vorzubeugen, entschied sich das Unternehmen für einen Wechsel. (Bild: Bauking)

Nach dem Beinahe-Verlust tausender Belege entschloss sich die Bauking AG im Zuge der Umstellung des Warenwirtschaftssystems das bisherige Archivspeichersystem abzulösen. Dieses sollte ausreichend Raum für die rechtskonforme und sichere Ablage der tagesaktuellen Daten von über 4.000 Nutzern bieten. Nach eingehender Evaluierung entschied sich das Unternehmen für die Einführung einer Langzeitspeicherlösung von Fast LTA.

Ein umfangreiches Produktangebot für Profikunden und Heimhandwerker, abgerundet von einer breiten Palette an professionellen Diensleistungen, sind das Geschäft der Bauking AG. Dass diese Kombination Anklang am Markt findet, zeigt sich daran, dass das 2002 gegründete Unternehmen inzwischen zu den führenden Größen im deutschen Baustoff- und Holzhandel zählt. Rund eine Milliarde Euro steuerte die mit einem bundesweit flächendeckenden Versorgungs- und Beratungsnetz an 79 Fachhandelsstandorten und mit 51 hagebau-Märkten in Nord-, West- und Ostdeutschland vertretene Tochterfirma von CRH, eines in über 32 Ländern agierenden Baustoff-Konzerns, im Jahr 2017 zum Gesamtumsatz bei.

BAUKING ist eingebettet in die Kooperation der hagebau und somit Teil eines starken Verbundes von mittelständischen deutschen, österreichischen und Schweizer Baustoffhändlern. Das Unternehmen ist seit Jahren auf Wachstumskurs und erweitert seine Angebote im Baustoffhandel sowohl organisch als auch durch Zukäufe beständig. Die IT-Umgebung muss mit der beständigen Weiterentwicklung Schritt halten - dies gilt vor allem für die darin für die unterschiedlichen Marken zum Einsatz kommenden Warenwirtschaftssysteme. Zuständig dafür ist die zentrale IT-Abteilung.

Digitale Belegvorhaltung muss sein

Die Leitung des dortigen Bereichs Archivierung und Datensicherung liegt bei Michael Völling. Er und seine fünf Kollegen stellen sicher, dass die Daten von über 4.000 Nutzern tagesaktuell im zentralen Archiv rechtskonform abgelegt werden. Aktuell sind dies über 50 Millionen Belege, bestehend aus Rechnungen, Lieferscheinen, Begleitscheinen und weiteren Nachweisen, die archiviert werden müssen. Für insgesamt neun unterschiedliche Warenwirtschaftsmandanten muss dies geschehen.

Der laufende Datenverkehr liegt dabei bei mehreren Gigabyte, die 24 Stunden täglich von den Standorten in die Systeme einfließen. Pro Jahr werden so knapp 4 Terabyte an Daten erzeugt – Tendenz steigend. Da eine physische Belegvorhaltung ineffizient wäre, ist die revisionssichere Ablage der Belege im Archivspeicher besonders wichtig. Ganz zu schweigen davon, dass Datenverluste intolerabel sind.

Datenverlust und Kapazitätsprobleme

Doch genau hierzu kam es - tausende Belege und damit mehrere Gigabyte an Daten standen auf einen Schlag nicht mehr zur Verfügung. Zwar ließen sich diese dank vorhergehender Replizierung wiederherstellen und damit der Worst-Case - deren unwiederbringlicher Verlust - vermeiden. Doch die Rekonstruktion gestaltete sich äußerst zeitaufwändig.

Hinzu kam, dass das bestehende für die Langzeitarchivierung betriebene Speichersystem in punkto Geschwindigkeit und Kapazität bereits am Limit lief. Da die Umstellung des Warenwirtschaftssystems einschließlich der Erneuerung verschiedener IT-Systeme anstand, entschloss sich die zentrale IT-Abteilung dafür, in diesem Zuge ebenfalls alternative Archivlösungen zu evaluieren.

"Da wir gerade unser Warenwirtschaftssystem auf die Lösung Prohibis umstellen wollten, sahen wir uns auch gleich nach einem neuen revisionssicheren Archivsystem um", erzählt der Abteilungsleiter IT bei Bauking, Michael Völling, rückblickend. Dieses sollte so ausgelegt sein, dass sich Datenverluste in gleich welchen Szenarien ausschließen ließen. Die Wahl fiel letztlich auf Silent Cubes von Fast LTA, die bereits in tausenden Installationen Schutz vor Hardwareausfällen und damit einhergehenden Datenverlusten bieten. Darüber hinaus sind sie für eine revisionssichere Speicherung zertifiziert - ein weiteres wichtiges Kriterium für die beleglos archivierende Bauking AG.

Sicherer und dabei auch noch günstiger

Bei der Bedarfsanalyse stellten sich die Silent Cubes kostengünstiger als das Vorgängersystem heraus, ebenso überzeugte der Support in Deutschland sowie der Service-Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Als weiteren Pluspunkt erachtete die IT-Abteilung nach dem Beinahe-Desaster mit der bislang betriebenen Archivlösung die Versiegelung per Hardware-WORM. Für noch mehr Schutz sorgt die dreifache Absicherung durch Erasure Coding, Digital Audit und Disk Mix herkömmlicher Datenträger. Störungen lassen sich dank dieser Kombination frühzeitig erkennen und beheben.

Die Umstellung des Warenwirtschaftssystems bot den passenden Anlass das bisherige System abzulösen. Im Zuge dessen wurden die Archive auf die Silent Cubes umgezogen und die Daten migriert, die nun hier zur Verfügung stehen. Dadurch kann die gewünschte zertifiziert revisionssichere Speicherung aus dem Warenwirtschaftssystem erfolgen. Die bislang auf Blue-Ray-Boxen abgelegten Altdaten und -archive sollen künftig gleichermaßen auf die Fast LTA-Speicher gezogen werden.

Stresstest Rechenzentrums-Umzug gemeistert

Auch der zwischenzeitliche Umzug des Rechenzentrums nach Oldenburg warf keinerlei Probleme auf. Die Silent Cubes wurden an den neuen Standort umgezogen und danach die Primärsysteme mit den Head Units. Die zwischenzeitlich angefallenen Daten von zirka 30 Gigabyte konnten nach dem Umzug aller Lösungen kontinuierlich auf die Silent Cubes archiviert werden. "Diesen Stresstest bestanden die Silent Cubes ebenfalls mit Bravour. Es gab nicht das kleinste Problem und wir konnten den Betrieb im neuen Rechenzentrum nahtlos fortsetzen", zeigt sich Michael Völling begeistert.

"Mit Fast LTA konnten wir unsere größte Herausforderung, die wirklich sichere und rechtskonforme Archivierung unserer Daten aus den Warenwirtschaftssystemen, zuverlässig lösen", erklärt Michael Völling abschließend. Seit dem Beginn der Umstellung im Jahr 2016 kam es weder zu Problemen, noch zu Datenverlusten. Dank der Hardware-WORM-Versiegelung sieht sich das Unternehmen auch in Zukunft davor gefeit.

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