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Fujitsu Siemens Computers stellt vierte Generation vor Centricstor vereint automatisierte Disk- und Bandsicherung

| Redakteur: Nico Litzel

Fujitsu Siemens Computers hat die Virtual Tape Appliance Centricstor überarbeitet. Zu den Neuerungen der vierten Generation zählen neben erweiterten Wartungs- und Serviceoptionen die Funktion „Dual Target“. Mit ihr können Anwender frei entscheiden, welches Speichermedium sie für welche Daten einsetzen möchten.

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Centricstor Version 4 vereint automatisierte Band- und Disk-Sicherung in einem System.
Centricstor Version 4 vereint automatisierte Band- und Disk-Sicherung in einem System.
( Archiv: Vogel Business Media )

Fujitsu Siemens Computers (FSC) hat die vierte Generation der Virtual TapeAppliance Centricstor für Mainframe- und Open-Systems-Umgebungen angekündigt. Während bei der Entwicklung von Centricstor Version 3 vor allem verbesserte Data-Protection-Anforderungen im Vordergrund standen, rückt jetzt die Konsolidierung im Rechenzentrum in den Vordergrund. Die neue Centricstor unterstütze daher „die breiteste Palette an Storage-Installationen beim Kunden“, so FSC.

Die jüngste Version verfügt über einen auf ein Petabyte erweiterten RAID-Cache. Darüber hinaus kann das System nun bis zu 1,5 Millionen logische Volumes verwalten. Dank der Grid-Architektur sichert das System zudem Daten an zwei unterschiedlichen Standorten.

Der erweiterte Cache ist Basis für die Funktion „Dual Target“, die Festplatten- und Bandsicherung in einem System vereint. Anwender können frei entscheiden, welche Informationen auf Festplatte verbleiben und welche von dort auf Tape geschrieben werden sollen. Speicherverantwortliche werden dadurch noch flexibler, ILM-Kriterien (Information Lifecycle Management) wie den Wert der Daten fürs Unternehmen oder die geforderten Wiederherstellungszeiten in den Backup-Prozess einfließen zu lassen. Die Sicherung auf Disk übernimmt die Centricstor, wie bisher, ebenso autonom und regelbasierend wie das Schreiben auf die physischen Bänder (True Tape Virtualization).

„Durch die Einbindung von Disk-to-Disk-Support in Centricstor – und die Erweiterung des Centricstor-Cache auf ein Terabyte – schafft Fujitsu Siemens Computers nicht einfach nur provisorische Abhilfe für ein bekanntes Problem, sondern bietet eine wirkliche Lösung, mit der die Kunden die Datenattribute mit ihren aktuellen Anforderungen an den Datenschutz in Einklang bringen können“, erklärt Heidi Biggar, Storage Analyst bei der Enterprise Storage Group.

Noch in der Entwicklung ist derzeit die Daten-Deduplizierung für die Centricstor. Derzeit feile man noch an den Algorithmen. In rund sechs Monaten soll die Entwicklung abgeschlossen sein.

Support-Optionen: Live Monitoring und Health Check

Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Wartungsservices bietet FSC weitere Services für die Centricstor an. Mit „Live Monitoring“ können Anwender ihr Gerät permanent vom Hersteller überwachen lassen. Sobald ein Fehler auftritt, werden automatisch entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus bietet der Hersteller „Health Check“ an. In regelmäßigen Intervallen können IT-Verantwortliche das Gerät prüfen und so mögliche Risiken identifizieren lassen, ehe Fehler auftreten. Schließlich übernimmt das Unternehmen auf Wunsch das Servicemanagement für die gesamte Centricstor inklusive Server und Bandbibliotheken. Das heißt, dass FSC die Fehlermeldung entgegennimmt, die Ursache identifiziert und auch Dritthersteller mit einbezieht.

Erste Geräte werden Anfang 2008 ausgeliefert. Gegen Ende März soll Centricstor dann allgemein verfügbar sein. Der Einstiegspreis für die kleinste Lösung VTA500 liegt bei rund 100.000 Euro.

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