IBM entwickelt Technik von Texas Memory Systems weiter

Das FlashSystem 840 von IBM ist für den Enterprise-Einsatz optimiert

| Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Nico Litzel

Das neue FlashSystem 840 von IBM
Das neue FlashSystem 840 von IBM (Bild: IBM)

IBM hat im Januar dieses Jahres das neue FlashSystem 840 auf den Markt gebracht. Mit dem neuen Produkt ist IBMs FlashSystem zum Primärspeicher für unternehmenskritische ERP- und OLTP-Anwendungen aufgestiegen.

All-Flash-Arrays stehen zum Erscheinungszeitpunkt dieses eBooks im Kreuzfeuer der Kritik klassischer Storage-Hersteller. Die typischen Formfaktoren der Festplatte (2,5 und 3,5 Zoll), der günstige Preis (fünf Cent pro Gigabyte) für die eingekaufte Speichermenge und nicht zuletzt die Wartungsfreundlichkeit werden aus dieser Sicht als Messlatte für die Halbleiter-Speichersysteme angelegt.

Ein Stück weit haben sich viele All-Flash-Array-Hersteller dieser Sichtweise angeschlossen und ihre Systeme mit Solid State Drives (SSD) ausgestattet. Man will damit dem Anwender den Übergang von der Festplatte zur SSD leichter machen, den vertrauten Umgang bedienen und dem Anwender signalisieren: Schau her, es ist wie immer, bei einem Fehler wechselt man einfach das Laufwerk. Diese halbherzige Vorgehensweise der Mitbewerber hat allerdings einen großen technischen Nachteil zur Folge.

SSDs gegen modulare Flash-Container

Die Wartungsfreundlichkeit spricht einerseits für den Einsatz von SSDs, andererseits spricht die Anbindung über Festplattenschnittstellen wie SATA oder SAS mit maximal 12 Gbit/s dagegen, die schon heute die Leistungsfähigkeit der Halbleiterfestplatten behindern. Die Skalierfähigkeit pro 19-Zoll-Gehäuseeinschub bei I/Os wie auch bei der Kapazität ist beschränkt. Eine vollkommene Überarbeitung dieser Architektur ist insofern unvermeidbar.

Bei IBM wurde das erkannt. Am Preis kann Big Blue zwar auch nichts ändern, den gibt der Markt vor, aber bei der Enterprise-Tauglichkeit der ehemaligen TMS-Systeme bestand Erneuerungsbedarf. Statt den Appliance-Ansatz von Texas Memory Systems fortzuführen, haben die IBM-Ingenieure die funktionell zusammengehörenden Bestandteile herausgearbeitet und auf jederzeit austauschbare Canister und Module umgestellt.

Eine wichtige Änderung der FlashSystem-Architektur

Wahrscheinlich wäre diese Umstellung ohne das bewährte Know-how aus der Serversparte nicht so schnell möglich gewesen. Zwei Crossbar-Switche sorgen auch bei Komponentenausfällen für den schnellstmöglichen parallelen Datentransfer zwischen allen Komponenten vom redundanten RAID-Controller bis hin zu den zwölf Flash-Modulen.

Mit diesem Redesign wurde die im Rechenzentrum notwendige, einfache Wartbarkeit aller Komponenten erreicht. Austauschbar waren die Komponenten früher auch, aber damals ging es meistens um eine Beschleunigung des Netzwerk-Datendurchsatzes mit einer transparenten Appliance.

Jetzt ist IBMs FlashSystem zum Primärspeicher für unternehmenskritische ERP- und OLTP-Anwendungen aufgestiegen, das nun als FlashSystem 840 nicht nur ausfallsicher ist, sondern bei einem Modulausfall mit wenigen Handgriffen und in kürzester Zeit auch wieder hochverfügbar gemacht werden kann.

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