Defekte Festplatte

Datenrettung im zweiten Anlauf

| Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Datenrettung von defekter Festplatte: nicht immer einfach.
Datenrettung von defekter Festplatte: nicht immer einfach. (Bild: adam88xx - stock.adobe.com)

Ein vom IT-Dienstleister ihres Mannes empfohlener Datenretter schickte das defekte Laufwerk einer Lehrbeauftragten der Universität Frankfurt unverrichteter Dinge zurück. Die Behauptung, dass die Daten auf der Festplatte nicht zu retten seien, wurde von CBL Datenrettung widerlegt – alle wissenschaftlichen Arbeiten und Unterrichtsmaterialien konnten wiederhergestellt werden.

Als Sabine Traub (Name geändert) vorab 600 Euro an einen Datenretter überwiesen hatte, um dann zu erfahren, dass die Daten nicht wiederherstellbar seien, war ihre Meinung über Datenretter denkbar schlecht. Es hatte sich herausgestellt, dass der Anbieter, den der IT-Dienstleister der Firma ihres Mannes ausgewählt hatte, ein Unternehmen in Wales ist, das in Deutschland nur verschiedene Internetseiten betreibt. „Wir bekommen immer wieder Fälle, die zuvor schon bei anderen mehr oder weniger seriösen Datenrettern waren. Dass in diesem Fall ein IT-Profi einen Anbieter ausgewählt hatte, der in der Branche eher für Kampfpreise als für guten Service bekannt ist, hat uns doch erstaunt“, sagt Gerlinde Wolf, Channelmanagerin bei CBL Datenrettung.

Daten aus zweieinhalb Jahren

Die Vorgeschichte: Die Gymnasiallehrerin Sabine Traub betreut an der Goethe-Universität Frankfurt am Main als Lehrbeauftragte die Praxissemester der Lehramtsstudentinnen und -studenten. Um ihren Rechner neu aufsetzen zu können, kopierte sie alle wichtigen Dateien auf eine externe Festplatte, eine WD My Passport Ultra. Diese 500-Gigabyte-Festplatte war von einem Tag auf den anderen nicht mehr ansprechbar. Materialien aus zweieinhalb Jahren als Lehrbeauftragte, wissenschaftliche Arbeiten und Unterrichtmaterialien aus einem Jahrzehnt als Lehrerin – alles schien verloren.

Unglücklicherweise hatte die Lehrerin die Daten noch nicht wieder auf ihren PC zurückkopiert. „Man könnte sagen, mein gesamtes Berufsleben war auf dieser Festplatte dokumentiert, und der Moment, in dem mir klar wurde, dass die Ergebnisse jahrelanger Arbeit für immer verloren waren, war schrecklich“, erinnert sich Sabine Traub. Eine persönliche Empfehlung und das Angebot der kostenlosen Diagnose gaben den Ausschlag, bei CBL Datenrettung in Kaiserslautern einen zweiten Versuch zu wagen.

Schwierig, aber möglich

Die Techniker von CBL Datenrettung stellten im Reinraumlabor einen Schreib-/Lesekopfschaden sowie Beschädigungen der Scheibenoberflächen fest. Die wahrscheinlich durch eine Erschütterung erzeugten Schäden waren die schwierige Ausgangssituation für eine langwierige Prozedur.

Nach dem Austausch der Leseköpfe musste noch eine Anpassung in der Firmware vorgenommen werden. Danach gelang ein erster Zugriff zum Kopieren der Rohdaten. Aufgrund der Scheibenoberflächenschäden mussten die Leseköpfe allerdings noch mehrmals getauscht werden. Die Platte konnte zu 99 Prozent beinahe fehlerfrei gespiegelt werden.

Im Endergebnis erhielt Frau Traub ihre kompletten Dokumente lesbar zurück. Sie sagt: „Eine Riesenerleichterung, vor allem, wenn man den Ärger mit dem anderen Dienstleister bedenkt.“ Die strikt aufwandsbezogene Rechnung von CBL belief sich auf 1.900 Euro – wäre die Datenrettung nicht möglich gewesen, hätte dieser zweite Versuch nichts gekostet. „Faire Konditionen und ein seriöses Labor in Deutschland – das ist meine Empfehlung, wenn man Datenrettung braucht.“

Datenretter als Partner des Handels

CBL Datenrettung hat die Erfahrung gemacht, dass Firmenkunden mit ihren Datenverlustfällen praktisch ausschließlich auf Vermittlung von Fachhandel und Systemhäusern an sie herantreten. Die Kunden vertrauen in dieser Notlage offensichtlich ihren gewohnten Dienstleistern.

Der Stein des Anstoßes: Diese WD My Passport Ultra galt zunächst als unrettbar beschädigt.
Der Stein des Anstoßes: Diese WD My Passport Ultra galt zunächst als unrettbar beschädigt. (Bild: CBL Datenrettung)

„Wer als IT-Profi um Rat in Sachen Datenrettung gefragt wird, sollte in diesem Moment nicht erst anfangen müssen, nach Datenrettung zu googeln. Klar, wer IT-Lösungen verkauft, blendet die Möglichkeit des Versagens dieser Lösungen gerne aus. Aber: Jede Technik versagt irgendwann, und Menschen machen Fehler“, gibt Gerlinde Wolf zu bedenken. „Wer hingegen einen Datenrettungspartner hat, kann seinen Kunden im Fall des Datenverlusts souverän und umfassend betreuen. Er stärkt seinen Service – und gewinnt sogar ohne Aufwand ein neues Geschäftsfeld hinzu.“

Das Partnerprogramm von CBL Datenrettung hat im Wesentlichen zwei Ausprägungen: Entweder übernimmt der Partner die gesamte Kommunikation mit dem Kunden und ist Wiederverkäufer der Dienstleistungen von CBL, oder er vermittelt den Fall gegen Provision direkt an das ISO-9001:2015-zertifizierte Labor in Kaiserslautern.

Auswahlkriterien

Wer sich für das Wohl seiner Kunden verantwortlich fühlt, sollte das Partnerprogramm eines erfahrenen Datenretters nutzen. Vorsicht ist geboten, wenn Anbieter:

  • einhundert Prozent Erfolg garantieren. Das ist meistens nicht seriös. Je nach Art des Datenträgers und des Schadens sind selbst bei den besten Datenrettern in bis zu 15 Prozent der Fälle keine nutzbaren Daten wiederherstellbar.
  • Festpreise anbieten. Festpreise sind nicht sachgemäß. Jeder Datenverlust ist einzigartig, und erst nach einer Diagnose im Labor kann ein Datenretter den Aufwand abschätzen. Ein Festpreis bedeutet, dass möglicherweise zu viel bezahlt wird, oder sogar, dass der Datenretter seine Bemühungen einstellt, sobald sich der Festpreis für ihn nicht mehr rechnet.
  • überall Firmensitze haben. Eine Adresse ist kein Labor. Schon aus Datenschutzgründen sollte man einen Datenretter mit zertifiziertem Reinraumlabor in Deutschland wählen. Reine Vertriebs- oder Partnerbüros sollten nicht den Eindruck von Laborstandorten erwecken.
  • erst Diagnosekosten und dann Materialkosten fordern. Eine Datenrettung sollte nur nach einem verbindlichen Kostenvoranschlag auf Basis einer Diagnose im Labor beauftragt werden.

„Unsere vor 25 Jahren gegründete kanadische Muttergesellschaft hat ein besonders faires Modell in den Markt für Datenrettung eingeführt, dem wir uns verpflichtet fühlen – und mit dem unsere Partner werben. Die Diagnose ist kostenlos und eine Rechnung wird nur gestellt, wenn die vom Kunden benötigten Daten rekonstruiert werden konnten“, erklärt Gerlinde Wolf. „Der von Datenverlust Betroffene geht also keinerlei finanzielles Risiko ein.“

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