Mit dem Fluid File System verbindet Dell alle seine Speicherinseln

Datenrundfahrt mit Dell

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Tiering über Speicherplattformen

Doch auch das aktuell schon Erreichte ist beeindruckend. Fast schon langweilig ist das Scale-in und Scale-up der diversen Plattformen Powervault, Equallogic und Compellent. Bei Compellent gibt es nun das FS8600, bei Equallogic das FS7600 und bei Powervault das NX3600. Die Anwender bekommt eine größere Skalierbarkeit in den Systemgrenzen. Das ist natürlich einerseits schön, beendet aber andererseits nicht das jeweilige Inseldasein der Speicherplattform.

Hier haben die beiden Zukäufe von Exanet und Ocarina im Jahr 2010 neuartige Transportmöglichkeiten zwischen den Speichersystemen geschaffen. Während Ocarina für Datendeduplizierung und Kompression zuständig ist, sorgt Exanet für ein globales Filesystem.

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Da der Ocarina-Code in den deduplizierten Dateien mitgegeben wird und der zum dehydrieren notwendige Algorithmus auf den Speichersystemen vorhanden ist, kann Dell diese komprimierten Daten auf dem gesamten Storage-Portfolio speichern und lesen. Damit wird dann auch das Deduplizieren des Primärspeichers zu einer brauchbaren Angelegenheit. Bislang bereitet es einige Aufwände, den deduplizierten Primärspeicher nach einem Systemausfall wieder in diesen Zustand zu bringen. An der Replikation mit Ocarina wird noch gearbeitet. In sechs bis zwölf Monaten soll es ein Produkt geben

Ein skalierbares globales Filesystem

Dieses Filesystem skaliert nach Aussagen von Darren Thomas mit jeder zusätzlich installierten Hardware in Bandbreite, Performance und Größe des Filesystems. Exanet sollte nicht mit einem Global Name Space verwechselt werden, der mehrere Filesysteme zusammenfasst und der dann dem Anwender, die ihn interessierenden Abschnitte präsentiert.

Die Basis von Exanet stellt ein SAN-Speicherpool dar, der in naher Zukunft aus beliebigen Speichersystemen gebildet werden kann, über das ein oder viele NAS-Speicherpools gelegt werden, aus dem dann die für die Applikationen notwendigen LUNs geschöpft werden. Solche Konzepte sind nicht neu, aber dass ein „Startup“ wie Dell so ein Konzept innerhalb von zwei Jahren umgesetzt hat, das von anderen häufig nur propagiert wird, das ist schon erstaunlich.

Ein schönes Detail in diesem Zusammenhang ist auch die Fähigkeit des File-Tierings. Bisher wird allgemein nur das Block-Tieing praktiziert, das Dell nun um die Variante des blockbasierten File-Tierings bereichert. Dabei werden alle Datenblöcke einer Datei gemeinsam auf dem Blocklevel auf das schnellere oder langsamere Tier verschoben.

Object Storage und Backup

Die Frage nach dem Archiv beantwortet man bei Dell mit der objektorientierten Datenspeicherung. Dies wird auch von anderen Herstellern vorangetrieben und wird, so zeichnet es sich inzwischen ab, neben Block und Datei die dritte Speicherform werden. Unterschiede sind vor allem bei der Behandlung der Metadaten zu sehen. Dell speichert diese im Objekt selbst ab und kopiert sie in einen Speicher, der für das schnelle Durchsuchen von Metadaten tauglich ist. So können die Metadaten nicht verloren gehen.

Die objektorientierte Speicherung arbeitet mit einer flachen Hierarchie und da der Dateiname aus dem Objekt gebildet wird, gibt es keine Grenzen, wie sie jedes Dateisystem kennt. Der Objektspeicher eignet sich allerdings nicht für den NAS-Bereich, sondern vor allem für selten veränderte Dokumente wie medizinische oder inaktive Daten. Über diese Speichertechnik wird Storage-Insider.de sicherlich noch einiges in diesem Jahr berichten wie auch über die Backup-Software AppAssure, die Dell Anfang des Jahres gekauft hat.

AppAssure in der Version 5 ist derzeit noch auf das Windows-Umfeld mit VSS spezialisiert und arbeitet ausschließlich mit Snapshot-Technologie. Gsichert werden nicht nur die Daten, sondern die gesamte Applikation. Wie auch bei anderen Dell-Komponenten lässt sich der Snapshot auf jede Plattform zurückspielen und weiterbenutzen. So schließt sich dann auch beim Restore der Daten der von Dell angestrebte Kreislauf, der dem Anwender das Leben mit seinen Daten angenehmer machen könnte. Wie sich andere Hersteller in diesen Kreislauf einfügen? Sie müssen nur die von Dell benutzten Standards unterstützen. Insofern ist Dell genauso offen, vielleicht sogar offener als die Mitbewerber.

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