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Tipp: OpenList bindet Objektspeicher und Cloud-Dienste an Self-Hosting-Tool vereint zahlreiche Cloud-Speicher

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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OpenList stellt eine Self-Hosting-Plattform bereit, die lokale Datenträger, Objektspeicher und kommerzielle Cloud-Dienste in einem einzigen Web-Zugang zusammenführt. Der Fork setzt auf offene Governance unter AGPL-3.0.

Mit OpenList lassen sich zahlreiche potentielle Speicherquellen zusammenfassen.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Mit OpenList lassen sich zahlreiche potentielle Speicherquellen zusammenfassen.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

OpenList geht aus dem Projekt AList hervor und reagiert auf einen Vertrauensbruch in dessen Umfeld, der die Community zur Abspaltung bewegt hat. Ein eigenständiges Team pflegt den Quellcode unter der AGPL-3.0 und legt jede Änderung offen. Geschrieben in Go, zählt das Repository rund 22.900 Sterne und gut 2.000 Forks. Die Plattform positioniert sich zwischen klassischem File-Server und Cloud-Gateway und verbindet verteilte Speicherorte über ein gemeinsames Frontend auf SolidJS-Basis.

Zahlreiche Speicher unter einem Zugang

Der Funktionskern bindet eine große Bandbreite an Speicherquellen an. Neben dem lokalen Dateisystem erreicht OpenList OneDrive und SharePoint in den Varianten für Global, China, Deutschland und USA, dazu Google Drive, Dropbox, Amazon S3, Azure Blob Storage, ProtonDrive und Seafile. Auch klassische Protokolle, darunter FTP, SFTP, SMB und WebDAV, sowie zahlreiche asiatische Dienste von Baidu bis Quark gehören zum Repertoire. Über eine Kopierfunktion verschiebt der Administrator Daten direkt zwischen zwei angebundenen Speichern, ohne den Umweg über einen lokalen Client.

Weboberfläche mit Vorschau und Zugriffsschutz

Im Browser listet die Oberfläche Verzeichnisse und Dateien und rendert Vorschauen für PDF, Markdown, Quellcode und Office-Dokumente im Format docx, pptx und xlsx. Bilder erscheinen in einer Galerie, Audio- und Videodateien laufen samt Untertitel und Songtext direkt im Player. Permalinks und direkte Download-Links erleichtern das Teilen einzelner Objekte. Ein Passwortschutz und eine Authentifizierung sichern einzelne Bereiche ab; dazu kommen ein Dark Mode und eine mehrsprachige Bedienung. Den aggregierten Bestand stellt OpenList zusätzlich über einen eigenen WebDAV-Endpunkt bereit.

Betrieb über Docker und Weiterleitung per HTTP-Redirect

Für den Betrieb liefert das Projekt ein Docker-Image und eine Docker-Compose-Konfiguration, dazu Binarys für mehrere Plattformen, inklusive Windows. OpenList arbeitet als Vermittler und leitet Anfragen per HTTP-302-Redirect oder Traffic-Forwarding an den jeweiligen Speicher weiter, ohne Nutzerdaten zwischenzuspeichern oder zu verändern. Ein Offline-Download nimmt auch ed2k-, Magnet- und Torrent-Quellen entgegen, ein Mehrfach-Thread-Verfahren beschleunigt einzelne Übertragungen. Für vorgelagerte Reverse-Proxy-Szenarien lässt sich OpenList zusätzlich über Cloudflare Workers betreiben.

Fazit

OpenList sammelt heterogene Speicherquellen in einem Web-Zugang und ergänzt sie um Vorschau, Zugriffsschutz und WebDAV-Anbindung. Die offene Governance unter AGPL-3.0 und die aktive Entwicklung sprechen für eine belastbare Grundlage, das breite Connector-Angebot deckt private und geschäftliche Speicherorte gleichermaßen ab.

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