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Global Data Protection Index Datenverluste nehmen wieder zu

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Laut dem „Global Data Protection Index“ von Dell Technologies verzeichneten im Jahr 2018 vier von fünf Unternehmen IT-Ausfälle. Rund ein Drittel davon (32 Prozent) konnten betroffene Daten nicht wieder herstellen – dies sind rund dreieinhalb Mal so viele wie noch vor zwei Jahren.

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Und ständig droht der Daten-GAU: Dell hat die neueste Ausgabe seines Global Data Protection Index veröffentlicht.
Und ständig droht der Daten-GAU: Dell hat die neueste Ausgabe seines Global Data Protection Index veröffentlicht.
(Bild: © nd3000 - stock.adobe.com)

Dell hat den alle zwei Jahre erscheinenden Global Data Protection Index mittlerweile in dritter Auflage veröffentlicht. Die umfangreiche Studie zeigt ein explosionsartiges Datenwachstum von 921 Prozent in deutschen Unternehmen auf: Die Datenmenge stieg im Durchschnitt von 1,15 auf 10,59 Petabyte. Auch die Anzahl der Unternehmen mit implementierten Datensicherheitsmaßnahmen stieg innerhalb der vergangenen beiden Jahre um das Fünffache: 2016 waren es nur 11 Prozent, im Jahr 2018 beachtliche 58 Prozent.

Ausfälle sind keine Seltenheit

Mehr als 80 Prozent der deutschen Firmen verzeichneten innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen IT-Ausfall. Bei 32 Prozent dieser Gruppe kam es dabei zu Datenverlusten – 2016 lag dieser Anteil noch bei 9 Prozent. Auffällig ist eine gehäufte Fallzahl beim gleichzeitigen Einsatz von Datensicherheitslösungen mehrerer Hersteller: 78 Prozent der Befragten haben Produkte von mindestens zwei verschiedenen Anbietern im Einsatz. In dieser Gruppe lag die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls um 68 Prozent höher als bei Unternehmen, die sich beim Backup auf einen einzigen Anbieter beschränken.

Kamen mehrere Backup-Anbieter zum Einsatz, waren ungeplante Stillstände von Servern und Speichersystemen (50 Prozent), Ransomware-Angriffe (40 Prozent) und Datenverluste (37 Prozent) die meistgenannten Störungen. Derartige Ausfälle sind kostspielig: Die durchschnittliche Ausfallzeit von 22 Stunden im vergangenen Jahr verursachte laut Dell im Schnitt 675.000 Euro an Verlusten. Hinzu kommen weitere Nachteile wie etwa verlorenes Kundenvertrauen.

Die Qual der Wahl

Laut der Studie stehen Unternehmen bei der Wahl einer passenden Data-Protection-Lösung vor zahlreichen Herausforderungen. Dazu zählen vor allem Komplexität und Kosten angesichts des schnellen Datenwachstums (55 Prozent), das Einhalten von Vorschriften wie etwa die DSGVO (52 Prozent) sowie fehlende zukunftssichere Data-Protection-Lösungen und die Schwierigkeit, alle Daten im Auge zu behalten und zu schützen (40 Prozent).

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Unternehmen, die nach passenden Systemen für neue Technologien suchen, finden keine Lösungen für Cloud-native Anwendungen, Künstliche Intelligenz und Machine Learning (45 Prozent) oder Container (38 Prozent). Nur 10 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie mit ihren aktuellen Data-Protection-Systemen künftige Herausforderungen bewältigen können. Der Index zeigt außerdem, dass alle Unternehmen mit Public-Clouds diese auch zur Datensicherung verwenden und hohen Wert auf deren Skalierbarkeit legen.

Christoph Storzum, Director Commercial Sales Data Protection Solutions bei Dell EMC in Deutschland.
Christoph Storzum, Director Commercial Sales Data Protection Solutions bei Dell EMC in Deutschland.
(Bild: Dell EMC)

Datenschutzgesetze als Katalysator

Datenschutzvorschriften wie die DSGVO sind noch relativ neu und die langfristigen Auswirkungen noch ungewiss. Dennoch gelten sie schon jetzt als große Herausforderung – denn nur 32 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass ihre aktuelle Datenschutzinfrastruktur und die Unternehmensprozesse den jeweiligen Vorschriften entsprechen. 10 Prozent berichten sogar, dass sie nach Ausfällen oder Datenverlusten Strafen zahlen mussten.

„Innovative Technologien wie KI und IoT stehen häufig im Mittelpunkt der digitalen Transformation eines Unternehmens, und die dabei entstehenden Daten spielen eine entscheidende Rolle für einen erfolgreichen Transformationsprozess“, erklärt Christoph Storzum, Director Commercial Sales Data Protection Solutions von Dell EMC in Deutschland. „Die Tatsache, dass die Anzahl der Unternehmen mit umfangreichen Datensicherheitsmaßnahmen innerhalb von zwei Jahren um fast 50 Prozentpunkte gewachsen ist und dass die Mehrheit der Unternehmen inzwischen den Wert von Daten erkannt hat, zeigt eines: Wir sind auf einem guten Weg, Daten besser zu nutzen und zu schützen“, ergänzt er.

Weitere Informationen zum Global Data Protection Index sind auf der Website von Dell EMC verfügbar.

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