KI-gestützte Effizienz, Cyber-Resilienz und Multi-Cloud-Flexibilität sollen das altgediente Storage-Produkt aus dem Hause Dell aufwerten.
Die Dell PowerMax hat 2024 eine Reihe von grundlegenden Neuerungen erhalten.
(Bild: Dell)
Dell Technologies hat mit der Baureihe PowerMax seit geraumer Zeit eine hochsichere Storage-Lösung für geschäftskritische Workflows im Portfolio, deren Speicherkapazität bis zu 18 Petabyte erreichen kann.
Kürzlich hat Dell für seine Baureihe eine neue Betriebssystemversion verfügbar gemacht. Die Modelle 2000, 2500, 8000 und 8500 erhalten nun Funktionen für KI-gestützte Effizienz, größere Cyber-Resilienz und eine nahtlose Multi-Cloud-Umgebung. Unternehmen sollen so leichter als je zuvor mit den sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen Schritt halten können.
KI-gestützte Effizienz für geschäftskritische Workloads
Mithilfe verschiedener Disziplinen der „Künstlichen Intelligenz“ beziehungsweise des Machine Learnings sollen Unternehmen die Leistung ihrer PowerMax-Umgebung deutlich verbessern, das Management vereinfachen und Störungen wirksam verhindern können.
Zu den Neuerungen gehören die dynamische Cache-Optimierung durch Mustererkennung und prädiktive Analyse. Das Cache-Leistungsmerkmal optimiert laut Hersteller „die Leistung, reduziert die Latenz und erhöht die Geschwindigkeit ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand“.
Auch vorausschauendes und proaktives Management soll nun auf PowerMax realisierbar sein. „Automatische Überprüfungen mit intelligenten Schwellenwerteinstellungen“, so Dell, „leiten Gegenmaßnahmen ein, bevor Probleme wie eine geringe Speicherkapazität oder lockere Verkabelung überhaupt auftreten.“ Wie man sieht, reichen die hellseherischen Fähigkeiten des neuen Betriebssystems schon recht weit.
Dank der „Fabric Performance Impact Notification“ (FPIN) soll die Optimierung auch der Network-Fabric-Leistung automatisiert erfolgen. „PowerMax erkennt sofort eine mögliche Überlastung des Fibre-Channel-Netzwerks und isoliert die Ursache, was zu einer bis zu achtmal schnelleren Problemlösung führt“, schreibt Dell und beruft sich dabei auf „eine interne Analyse von Dell Technologies vom August 2024, in der die Zeit zur Behebung von SAN-Netzwerküberlastungen von PowerMaxOS 10.2 gegenüber PowerMaxOS 10 verglichen wurde. Die tatsächliche Zeitersparnis kann variieren.“ Denn für maximale Wirkung sollten beide Seiten der Übertragung das gleiche Betriebssystem verwenden.
Aufgebohrte KI
Der AIOps-Assistent von Dell Technologies, der GenAI-Abfragen in natürlicher Sprache unterstützt, soll eine schnelle und einfache Anpassung der Infrastruktur erlauben. Die neue Version biete außerdem eine RAID-Effizienz von 92 Prozent (RAID 6 24+2) für eine bessere Gesamtspeichereffizienz sowie „branchenführende“ Monitoring-Funktionen. „Unternehmen können jetzt beispielsweise den Stromverbrauch auf drei Ebenen verfolgen: Array, Rack und Rechenzentrum“, schreibt Dell. Seine Angaben basieren auf einer „internen Analyse vom August 2024 zu den Power-Monitoring-Funktionen von PowerMax im Vergleich zu denen von Mainstream-Arrays der Konkurrenz, die offene Systeme und Mainframe-Speicher unterstützen“.
Die vier Modelle der Baureihe PowerMax im Überblick. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der maximalen Speicherkapazität pro Gerät. Sie erreicht beim Modell 8500 bis zu 18 PB.
(Bild: Dell)
Auch in puncto Leistung soll die neue PowerMax-Version neue Maßstäbe setzen. Als Eckdaten nennt Dell „bis zu 30 Prozent mehr IOPS bei PowerMax 8500 (gemäß Benchmark Random Write Miss (8K) IOPS, bei dem PowerMax 8500 mit PowerMaxOS 10.2 mit PowerMax 8500 mit PowerMaxOS 10.1 verglichen wurde), bis zu dreimal schnellerer GbE-Konnektivität durch neue 100-Gb-Ethernet-E/A-Module (gemäß Benchmark Random Read Hit (128K) GBps beim Vergleich von PowerMax 2500 mit 100-GbE-Konnektivität mit PowerMax 2500 mit 25-GbE-Konnektivität) und einer bis zu zweimal schnelleren FC-Konnektivität durch neue 64-Gb-Fibre-Channel-I/O-Module (gemäß Benchmark Random Write Hit (128K) GB/s, bei dem PowerMax 2500 mit 64-Gb-Fibre-Channel-Konnektivität mit PowerMax 2500 mit 32-Gb-Fibre-Channel-Konnektivität). Der Interessent ist gut beraten, Angaben in GB/s von denen in Gbit/s zu unterscheiden. Im Zweifel sollte er nachhaken.“
Verbesserte Cyber-Resilienz
Da die Cyber-Bedrohungen immer raffinierter werden, hat Dell PowerMax mit neuen Sicherheitsfunktionen ausgestattet, um den Datenschutz zu verbessern, Angriffsflächen zu reduzieren und eine schnelle Wiederherstellung nach einem Cyber-Angriff zu gewährleisten. Zu den neuen Leistungsmerkmalen gehören zunächst die „Cyber Recovery Services for PowerMax“.
„Dieser professionelle Dell-Service nutzt den PowerMax-Tresor (,Vault‘) und granulare Datenschutzmaßnahmen, um eine schnelle Wiederherstellung nach einem erfolgreichen Angriff zu gewährleisten und Unternehmen dabei zu unterstützen, strenge Compliance-Anforderungen zu erfüllen“, lässt Dell verlauten.
Stand: 08.12.2025
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Die YubiKey-basierte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) sei eine „leistungsstarke und gleichzeitig einfache Lösung zum Schutz vor unbefugtem Zugriff“, die die Benutzerauthentifizierung vereinfache. Darüber hinaus soll die Integration von Storage Direct Protection für PowerMax mit „PowerProtect“ eine effiziente und „ultraschnelle“ Datensicherung mit bis zu 1 PB pro Tag für Backups (für PowerMax 2500 und PowerProtect DD9900 unter Verwendung des Epic GeneratorIO für das Backup einer einzelnen Speichergruppe) und 500 TB pro Tag für Wiederherstellungen (für PowerMax 2500 und PowerProtect DD9900 unter Verwendung von Epic GeneratorIO für die Wiederherstellung einer einzelnen Speichergruppe) ermöglichen. Da diese Leistungsangaben je nach Einsatzumgebung variieren können, sind eigene Tests angeraten.
Um die Ressourcennutzung zu maximieren, die Kosten zu senken und schnell auf Veränderungen reagieren zu können, benötigen Unternehmen ein Höchstmaß an Cloud-Flexibilität. Zu den Neuerungen gehört die Datenmobilität in der Multi-Cloud. Dell biete nun „die Möglichkeit, PowerMax-Workloads live zu und von dem APEX Block Storage zu verschieben, während gleichzeitig Multi-Hop-OS-Konvertierungen durchgeführt werden, um diese Workloads in einem einzigen Prozess zu aktualisieren“.
Skalierbare Cloud-Backups und -Wiederherstellungen sollen sich künftig leichter realisieren lassen. Mit Storage Direct Protection für PowerMax hätten Unternehmen nun die freie Wahl beim Backup. Durch die Integration mit Hyperscalern wie AWS, Azure, Google Cloud Platform oder Alibaba verhindere APEX Protection Storage einen Vendor-Lock-in. „Unternehmen wählen den Anbieter aus, der ihren individuellen Anforderungen entspricht“, so Dell.
Mit Dell APEX sollen Unternehmen in einem „einfachen Bezugsmodell“ nur für das, was sie nutzen, zahlen. Sie könnten die Abrechnung sowie die Überwachung der genutzten Kapazitäten für eine bessere Prognose und Skalierung optimieren. Große Vorabinvestitionen entfielen, während gleichzeitig das Lebenszyklusmanagement vereinfacht werde.
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