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Hintergrund: Was macht die Virtualisierung so wichtig? Der Sinn und Zweck der Virtualisierung im Überblick

Autor / Redakteur: Frank Beckereit / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das Thema Virtualisierung ist in der IT mittlerweile allgegenwärtig. Kaum ein Hersteller, keine Publikation oder Weiterbildung und erst recht kein Rechenzentrums-Betreiber kann sich heute dem Thema entziehen. Doch woher kommt dieser Hype, worum geht es dabei im Kern und weshalb hat dieses Thema noch so viel Potenzial für die Zukunft?

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Für alle, die nicht wissen, wie sie sich dem Thema Virtualisierung am einfachsten nähern sollen, bietet Dimension Data „Infrastructure Maturity Workshops“ (DCMM) an
Für alle, die nicht wissen, wie sie sich dem Thema Virtualisierung am einfachsten nähern sollen, bietet Dimension Data „Infrastructure Maturity Workshops“ (DCMM) an
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine einzelne Anwendung kann im Normalfall die ungeheure Leistungsfähigkeit der heutigen IT-Systeme nicht voll für sich ausnutzen. Oder es werden unterschiedliche Funktionen zu unterschiedlichen Zeiten vom Anwender abgerufen, sodass sich ständig Systeme mehr oder minder im (Beinahe-) Leerlauf befinden. Da ein IT-System auch bei nur fünf Prozent Systemlast eine gewisse Energie benötigt, Abwärme produziert und ohne Arbeitslast schlicht totes Kapital bedeutet, macht es Sinn, die ohnehin vorhandenen Systeme zu jeder Zeit optimal auszulasten.

Können nun auf derselben Hardware mehrere logische Systeme mit unterschiedlichen Lastprofilen zur selben Zeit laufen, kann die betreffende Maschine zu jeder Zeit produktiv sein, wobei gleichzeitig ansonsten überflüssige Hardware entfallen kann. So erreicht man eine Optimierung des eingesetzten Kapitals bei gleichzeitiger Minimierung des Flächen- und Energieverbrauchs sowie eine Reduktion der Abwärme.

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Dieses Spar-Paradigma war im Wesentlichen der Antrieb für die erste Welle der Virtualisierung, die um das Jahr 2001 begann. Obwohl das Grundkonzept bereits seit den Tagen der Großrechner bekannt war, wurde die technische Umsetzung auf der Intel x86 Plattform im großen Stil erst durch Softwarelösungen wie VMWare ESX möglich. Aber war das schon alles?

War das schon alles?

Mitnichten, denn im Laufe der Zeit wurde klar, dass sich aus der konsequenten Implementierung von virtuellen Maschinen weitere Trends, quasi als Nebeneffekt, ergeben hatten.

Ein einfacheres LifeCycle Management für die virtuellen Instanzen – Da eine virtuelle Maschine aus einer Datei besteht, kann diese einfach kopiert, gesichert oder gelöscht werden. Damit lassen sich Schablonen neuer Systeme (sog. Templates) erstellen, die durch einfaches Kopieren und Starten binnen Minuten einen neuen Server bereitstellen. Mittels ausgeklügelter Managementsysteme und Anwenderportalen kann so der gesamte Bereitstellungs-, Betriebs- und -Entsorgungszyklus, inklusive der Abrechnung von Ressourcen, automatisiert werden.

Darüber hinaus profitieren die virtuellen Systeme von der Konsistenz der innerhalb der virtuellen Maschine präsentierten Hardware. So kann ein installiertes System meist problemlos umgezogen werden – beispielweise vom alten Server mit einem Pentium IV, Intel Pro 100 NIC und BusLogic Host Bus Adapter (HBA), auf eine komplett neue Hardware mit Xeon 5500, Broadcom NIC und LSI HBA –, ohne dabei irgendeinen Treiber innerhalb der virtuellen Maschine austauschen zu müssen. Damit ist der Lebenszyklus einer Serverinstanz nicht mehr an die darunterliegende Hardware gebunden.

weiter mit: Ein erhöhter Managementbedarf

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