Suchen

DATA Storage & Analytics Technology Conference 2020 – Interview mit Dr. Carsten Bange „Die Nutzer rücken weiter in den Mittelpunkt“

| Autor: Nico Litzel

Die DATA Storage & Analytics Technology Conference 2020, die aufgrund der Coronakrise am 30. April und 12. Mai dieses Jahres online sowie am 17. September in Würzburg und am 24. September in Neuss stattfindet, verspricht spannende „Keynotes“. BigData-Insider hat die Keynote-Speaker im Vorfeld zu ihren Vorträgen befragt. Hier im Interview: Dr. Carsten Bange, Gründer und Geschäftsführer des Business Application Research Center (BARC).

Firmen zum Thema

Dr. Carsten Bange, Gründer und Geschäftsführer des Business Application Research Center (BARC).
Dr. Carsten Bange, Gründer und Geschäftsführer des Business Application Research Center (BARC).
(Bild: Knud Dobberke)

BigData-Insider: In Ihrer Keynote werden Sie fünf wesentliche Trends in den Bereichen Data und Analytics vorstellen. Welche Entwicklungen werden Ihrer Einschätzung nach die nähere Zukunft prägen?

Dr. Carsten Bange: BI, Datenmanagement und Analytics sind ein weites Feld mit vielen Facetten. Natürlich gibt es daher sehr viele Trends, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Bei BARC beobachten wir derzeit mehr als 50 von ihnen. Wir konnten hier fünf übergreifende Themen identifizieren, welche die vielen Entwicklungen strukturieren.

Zum einen beobachten wir, dass in der Zukunft von Data & Analytics die Nutzer weiter in den Mittelpunkt rücken. Das manifestiert sich an Themen wie beispielsweise Self-Service BI und Analytics. Es war lange die Antwort auf angeforderte Geschwindigkeit und Flexibilität in Unternehmen. Doch auch in den nächsten Jahren bleibt das Thema für Unternehmen herausfordernd. Sie müssen versuchen, wachsende Anforderungen nach Agilität zu erfüllen, aber gleichzeitig die Anwendungs- und Werkzeug-Landschaften zu ordnen. Der flexiblere Umgang mit Daten und mehr Analysefähigkeit für Fachanwender bleibt also weiterhin ein wichtiges Thema.

Zweitens: Datenmanagement und Analytics zu erweitern, bleibt für Unternehmen auch künftig relevant. Das äußert sich beispielsweise, in dem immer mehr neue Datenquellen und -arten einbezogen werden. Wir sehen, dass Unternehmen in den Ausbau von Streaming Analytics investieren. Auch der Bedarf, klassisches Reporting und Datenanalyse um Advanced Analytics und KI zu erweitern, steigt.

Die Heterogenität von Daten, Systemen und Anwendungen wächst. Das hat zur Folge, dass bestehende Datenarchitekturen erweitert und modernisiert werden müssen, was das dritte wesentliche Thema ist. Automatisierung oder Flexibilisierung sind dabei wesentliche Ziele zum Beispiel beim Einsatz neuer Technologien für die Datenspeicherung und Datenintegration. Große Aufmerksamkeit haben momentan Data Catalogs, mit denen Anwender eine bessere Übersichtlichkeit über ihre vorhandenen Daten bekommen. Kataloge können gleichzeitig auch eine Data Governance unterstützen, eine der größten Herausforderungen momentan.

Viele Unternehmen haben erkannt, dass neue Technologien und Architekturen nur im Rahmen einer passenden Organisation von Daten und Analytics Erfolge erzielen können – dem vierten Ziel aktueller Trends. Die Definition und Einführung von Datenstrategien und Data Governance, eine Schaffung von Organisationseinheiten wie Data Labs mit neuen Rollen und Skills oder auch das brennende Thema der Operationalisierung von Advanced Analytics sind hier gute Beispiele.

Letztlich geht es bei vielen Trends darum, Daten besser in Prozessen und für Prozesse zu nutzen. Hier sind Embedded BI und Analytics, Process Mining oder auch neue Ansätze zur Prozess- und Entscheidungsautomatisierung einige Beispiele relevanter Trends. Statistisch oder durch Machine Learning gewonnene Modelle und Algorithmen nehmen Mitarbeitern künftig gewisse Entscheidungen ab.

Auf der Konferenz DATA Storage & Analytics berichten Sie über die Entwicklung der Business Intelligence hin zur Artificial Intelligence. Inwiefern wird sich die klassische BI weiterentwickeln?

Dr. Bange: KI hat auf die BI einen doppelten Einfluss: Einerseits ergänzen als „KI“ bezeichnete Verfahren der Mustererkennung die klassische BI um Möglichkeiten der Segmentierung, Klassifikation oder Prognose von Daten. Die „Advanced Analytics“ ergänzt die einfache Analyse der BI. Andererseits werden immer mehr lernende Verfahren in BI-Werkzeugen integriert, um die dort anfallenden Aufgaben zu automatisieren oder den Menschen zu unterstützen – hier sprechen wir von Augmented Analytics. Typische Beispiele sind die Integration und Verknüpfung von Datenquellen, die Datenmodellierung oder die Identifikation auffälliger Werte oder von Einflussfaktoren.

Warum sollten sich Besucher der DATA Storage & Analytics Ihre Keynote auf keinen Fall entgehen lassen?

Dr. Bange: Die ganze Informationstechnologie kommt vielen nicht von ungefähr immer unübersichtlicher vor. Unternehmen fragen sich, welche Trends nicht nur ein Hype sind, sondern einen konkreten Mehrwert für die Arbeit mit Daten bringen. Die Besucher bekommen einen verdichteten Überblick der spannendsten Trends in Data, BI und Analytics, die ihren Arbeitsalltag in den nächsten Jahren beeinflussen.

+++ Veranstaltungsupdate +++

Da für uns die Gesundheit und Sicherheit unserer Teilnehmer, Partner und Teammitglieder an erster Stelle steht, haben wir uns entschieden, die bisherigen Präsenztermine der DATA Storage & Analytics Conference 2020 in den Herbst zu verschieben. Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, jedoch ist es angesichts der aktuellen Situation rund um COVID-19 die einzig richtige. Zusätzlich bieten wir Ihnen die Teilnahme an unserer Virtual Conference an, welche am 30. April und am 12. Mai stattfinden wird.

BigData-Insider ist Mitveranstalter und Medienpartner der DATA Storage & Analytics Technology Conference 2020. Wenn Sie Dr. Bange und viele weitere interessante Speaker live erleben wollen, melden Sie sich hier zur virtuellen Konferenz oder zu den Konferenzterminen im September an:

► Zur Agenda & Anmeldung – DATA STORAGE & ANALYTICS Technology Conference 2020

 

 

(ID:46353086)

Über den Autor

 Nico Litzel

Nico Litzel

Chefredakteur, BigData-Insider