Ausfallsichere und standortübergreifende Backups und Recoveries Die Postbank setzt auf virtuelle Magnetbandlösung
Die Postbank Systems AG, der IT-Dienstleister der Deutschen Postbank AG, nahm Anfang 2003 ihre ersten beiden Centricstor-Lösungen in den produktiven Betrieb, um die Daten der Mainframes im Rechenzentrum Bonn zu sichern. Inzwischen sorgen fünf Centricstor Virtual Tape Appliances für ein sicheres Backup und Recovery, auch im Open-Systems-Umfeld. Jüngstes Projekt ist der Einsatz der Speicherlösung im Rechenzentrum Frankfurt mit einer Disaster-Recovery-Verbindung in das Rechenzentrum Bonn.
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Mit mehr als 14,6 Millionen Kunden, rund 22.000 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von 190 Milliarden Euro ist die Postbank-Gruppe eine der größten Privatkundenbanken Deutschlands. Die Planung, Entwicklung, Implementierung und Überwachung des Betriebs aller IT-Systeme des Konzerns übernimmt die Postbank Systems AG, eine 100-prozentige Postbank-Tochter. Im Ressort Betrieb ist die Einheit „Datenbanken und Storage“ verantwortlich für Planung und Implementierung der DB2- und Oracle-Datenbanken, für die Planung, Bereitstellung und Betrieb der Plattenspeichersysteme sowie für die Datensicherungs-Hard- und -software.
Als Ende der 90er-Jahre die Konsolidierung der dezentral organisierten sechs Rechenzentren der Postbank abgeschlossen und die IT im Rechenzentrum Bonn zentralisiert war, zeichnete sich für die Verantwortlichen der Einheit „Datenbanken und Storage“ bei der Postbank Systems ein Problem ab: Bisher wurden die Daten von den klassischen Großrechneranwendungen auf Magnetband-Kassetten mit einer Kapazität von 800 Megabyte geschrieben. Das gesamte Bandarchiv umfasste zwölf Powderhorn-9310-Bandarchive mit circa 66.000 Kassettenstellplätzen.
Zuviel, zumal die Planer mit einer stetigen Wachstumsrate der Daten und damit mit zunehmenden Platzproblemen rechnen mussten. Außerdem wurde die Kapazität der Kassetten nur zu einem geringen Prozentsatz ausgenutzt, da die Mainframe-Anwendungen die Medien mit nur wenigen Datensätzen beschrieben. Viel Platz für wenig Inhalt, so stellte sich die Situation dar.
Schon Anfang 2000 war den Verantwortlichen klar, dass sich die Kapazitäten effizienter nutzen ließen, wenn die zu sichernden Daten zunächst auf Festplatte zwischengespeichert und anschließend als Gesamtmenge auf Magnetband ausgelagert würden. Vor dem Hintergrund eines auf fünf Jahre ausgelegten Planungshorizontes des IT-Dienstleisters versprach die Einführung der virtuellen Magnetbandtechnik nicht nur eine zukunftssichere Investition, sondern bedeutete auch einen technischen Umbruch.
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