Keynote auf der Storage Technology Conference 2016

Die Zukunft der Informationstechnologie

| Autor / Redakteur: Christoph Kurth / Tina Billo

Dr. Axel Koester, Executive IT Specialist bei IBM.
Dr. Axel Koester, Executive IT Specialist bei IBM. (Bild: IBM)

Dr. Axel Koester, Executive IT Specialist bei IBM, setzte sich in seinem Vortrag mit der Zukunft von Datenspeichern auseinander.

Koester erläutert zunächst, wie die Datenverarbeitung in zwanzig Jahren aussehen könnte. Social, Mobile und Cloud werden aus seiner Sicht weiterhin eine Rolle spielen.

Der IT-Spezialist vermutet jedoch, dass deren Anteil dann nur noch gering ausfallen wird. Er rechnet damit, dass sich die Schwerpunkte verlagern und der weitaus größere Bereich weg vom Menschen und mehr zur Maschine geht. Als Schlagworte nannte er selbstlernende IT-Systeme (Cognitive Computing), das Internet der Dinge und die Machine-to-Machine-Kommunikation, kurz M2M.

Diese Anwendungen werden enorme Datenmengen erzeugen, die bewältigt werden müssen. Weiter beschrieb der IBM-Technologe das bimodale IT-Modell und informierte über Fortschritte bei Flash-Speichern.

Maschine kommuniziert mit Maschine

Das Endziel wird nicht mehr sein, den Menschen zu informieren, sondern im Datenaustausch von Maschine zu Maschine liegen, so Koester. Um diese Theorie zu untermauern, führte er das selbstfahrende Auto an. Dieses lässt sich nicht programmieren. Vielmehr müssten man die PKWs mit Hilfe von Radar, Sonic, GPS, Stereokamera und weiteren Hilfsmittel lernen lassen.

Die dabei anfallende Datenmenge bezifferte Koester auf etwa 33 Gigabyte pro fünf zurückgelegte Kilometer. Für ein neues Software-Release sei eine Strecke von 500.000 Kilometer notwendig, auf der gezeigt werden müsste, dass das Auto die richtigen Entscheidungen getroffen hätte. Dass eine solche Datenmenge nicht mehr vom Menschen ausgewertet werden kann, liegt nahe.

Bimodale IT

Zum einen gibt es die klassische SAN-Umgebung, die latenzoptimiert und einkaufsgetrieben ist. Hier kommt spezialisierte Hardware zum Einsatz. Das Investitionsziel bei diesem Modell ist, möglichst eine Auslastung von 100 Prozent zu erreichen.

Dem gegenüber stehen Cloud-/Webscale-Modelle. Diese sind OpEx-optimiert und agilitätsgetrieben. Die verwendete Hardware ist generisch, quasi "IT-von-der-Stange". Diese wird nur dann "agil", wenn die Hardware bereits vorhanden ist und nicht erst bei Bedarf gekauft werden muss.

Hier sehen Sie die Aufzeichnung des IBM-Vortrags:

IBM auf der Storage Technology Conference 2016

Konsistente Daten

Konsistenzintensive Workloads sind im Cloud-Modell nicht leistungsfähig abbildbar. Den Begriff Konsistenz in der IT erläuterte Koester anhand von zwei Beispielen. Eine schwache Konsistenz sieht er bei der Machine-to-Machine-Kommunikation. Dort wird es eine momentane Version von Daten geben und eine neue Fassung. Die neueren Daten wären zwar besser, aber die bestehenden deswegen nicht falsch.Bei der schwachen Konsistenz gibt es sozusagen eine asynchrone Wahrheit, bei der die Vorversion ebenso gültig ist.

Als weiteres Beispiel, bei dem dies nicht der Fall ist, berief sich Koester auf das Bankkonto. Der Kontostand muss immer der gleiche sein, egal welche Version und egal auf welchem System man diesen abruft. Man hat also eine starke Konsistenz, bei der nur eine Wahrheit gültig ist.

Künftig keine Konferenz verpassen

Dies ist nur einer der vielen spannenden Vorträge und Keynotes, die auf der letzten Storage Technology Conference der Vogel-IT-Akademie mit Storage-Insider als Medienpartner gehalten wurden.

Wenn Sie Interesse daran haben, bei der nächsten Konferenz live dabei zu sein, lassen Sie sich bei der Vogel IT-Akademie vormerken.

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