Mobile-Menu

Der Storage-Novize – Festplatten-Schnittstellen im Test (Update vom 2. September 2009)

Ein Tag mit USB-3, SATA-300, SAS-600 und dem Fortschrittsbalken

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Der Strom

Damit wären mal die für einen Datentransfer wichtigen Daten zusammen getragen. Wenn ich demnächst noch darauf stoße, wie viel Strom man aus einem USB 3.0-Port entnehmen kann, werde ich das gerne nachtragen.

Grundsätzlich gelten aber wohl 900 Milli-Ampére als das Maximum, sofern man zwei interne USB-Hubs, nicht zu verwechseln mit zwei USB-Buchsen, belasten kann. Steht nur ein Hub zur Verfügung sind 500 Milli-Ampére das Ende der Fahnenstange. Die Story Station braucht etwas mehr Strom und benutzt deshalb einen externen Stromadapter.

Abseits von solchen für die Messung von Datentransferraten nicht ganz so wichtigen Details, ist mir als Storage-Novizen bewusst, dass Datentransferrate und Bandbreite gern synonym verwendet werden.

Das führt ab und zu zur Meinung, dass die Möglichkeit 625 MByte pro Sekunde (USB 3.0) übertragen zu können, gern als Tatsache genommen wird. Aber wie schon oben erwähnt, Festplatten „fahren“ heute im besten Fall mit Geschwindigkeiten von 130 MByte pro Sekunde. Daran kann auch eine mit Tempolimit 625 befahrbare Autobahn nichts ändern.

und die Datenströmung

USB 3.0 ist doppelt so schnell wie USB 2.0 (Archiv: Vogel Business Media)

Wie misst man eigentlich Disk-Geschwindigkeiten? Eigentlich mit tollen Messgeräten, die ich aber nicht besitze und wahrscheinlich auch nicht bedienen könnte. Bei mir müssen Datenkopie und Stoppuhr reichen.

Damit das bei den zunehmend höheren Transportgeschwindigkeiten noch messbar bleibt, nehme ich gerne drei Ordner. Einer mit vielen kleinen, ein zweiter mit einer einzigen großen und ein dritter Ordner mit vielen größeren Dateien.

Die kopiere ich von A nach B und messe, es muss ja nur so über den Daumen gepeilt stimmen, die Sekunden. Und wer hätte das gedacht: USB 3.0 ist schneller als USB 2.0. Man kann das Ergebnis grob gesagt so zusammenfassen: Nicht 10 Mal schneller, aber 2 Mal schneller schon. Trotzdem ist das Ergebnis, angesichts der bei mir geweckten hohen Erwartungen, ein wenig enttäuschend.

Mit Spitzenleistungen von 54 MByte pro Sekunde (USB 3.0) respektive 25 MByte/s (USB 2.0) bin ich weit entfernt von Netto- und Bruttobandbreiten der jeweiligen Schnittstellen.

Ebenfalls erreiche ich trotz USB 3.0 nicht die wesentlich niedrigeren Höchstgeschwindigkeiten einer Festplatte mit Perpendicular Recording von etwa 130 MByte pro Sekunde. Da herrscht Erklärungsbedarf.

Schnell und leise: Die Toshiba MK5056GSY

(Archiv: Vogel Business Media)

Der angenehme Effekt externer Speichermedien entfällt bei der Toshiba-Festplatte. Also Gehäuse aufschrauben und die Kabel für Stromversorgung und Datentransport provisorisch anschließen. Stromadapter wie vor einigen Jahren entfallen bei dem 500 Watt Netzteil von Quiet.

Die sind in größerer Anzahl vorhanden, knäueln sich in den 5,25-Zoll Schächten herum und blockieren nun wie früher die ATA-Flachbandkabel die Lüftungsströme. Zum Glück ist kein RAID-Array mit potenziell sechs Festplatten. Dann wäre das Kabelwirrwarr sicherlich vollkommen. so schlank die SATA-Kabel auch sein mögen.

Die MK5056GSY ist fast unhörbar und wird nach dem Einschalten von Windows 7 sofort erkannt, das auch gleich anbietet die Festplatte zu kennzeichnen. Das dauert trotz 500 GByte Speicherkapazität ebenso wie die NTFS-Formatierung nur wenige Sekunden.

Auch nicht lauter und langsamer: Die Western Digital Scorpio Black

weiter mit: Kurvendiskussion

(ID:2045971)