Pure Storage sitzt mit in der ersten Reihe

Eine Zertifizierung für SAP HANA ist das Reifezeugnis für eine Speicherlösung

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Rainer Graefen

Das AIRI-Rack von Nvidia und Pure Storage.
Das AIRI-Rack von Nvidia und Pure Storage. (Bild: Pure Storage)

Die Zertifizierung von Storage-Systemen ist von großer Bedeutung für einen Hersteller. Das zeigt das Beispiel von Pure Storage, dessen Flash-Arrays für SAP HANA zertifiziert werden müssen – so verlangen es die Kunden. Der Prozess ist aufwändig, öffnet aber das Tor zum weltweiten SAP-Markt. Das Beispiel demonstriert, wie wichtig Technologiepartnerschaften sind.

Pure Storage lässt seine Flash-Array-Geräte und andere Produkte bereits seit mehreren Jahren für SAP, Microsoft, Oracle oder andere Technologiepartner zertifizieren. "Es ist jedoch wichtig, dass Flash-Array-Produkte immer zuerst mit SAP HANA zertifiziert werden", erläutert Markus Grau, Principal Systems Engineer bei Pure Storage.

"Die Investition von Pure, um sicherzustellen, dass alle neuen Speicher-Arrays SAP HANA-zertifiziert sind, ist enorm", so Grau. "Dazu gehört, dass die neuesten und besten Speicherprodukte zuerst an das SAP-Team gelangen, um den Zertifizierungsprozess schnell zu durchlaufen." SAP-HANA-Zertifizierungen seien zeit-, ressourcen- und kostenintensiv. Das dürfte auch auf die Zertifizierungen bei anderen Herstellern zutreffen.

Zertifizierung für ERP-Software

Das Beispiel SAP HANA illustriert, wie Pure auf die Kundenanforderungen reagiert – nämlich mit vollem Einsatz. Auch die Marktentwicklung findet Berücksichtigung. Das SAP HANA Zertifikat wurde bereits im April 2015 für die damalig erhältliche Produktlinie Flasharray 400 Series ausgestellt. Pure ist mit seiner kompletten Flash-Array-Produktlinie, mit allen Modellen seit dem Markteintritt in Europa, sowie mit allen Flash-Stack-Produkten (eine konvergente Infrastrukturlösung mit Cisco) für SAP HANA zertifiziert.

Der Markt war und ist bis heute günstig: "Die meisten SAP-Kunden sind auf dem Weg zu SAP HANA", berichtet Grau. "Pure Storage bietet Speicherlösungen, die diesen Kunden helfen können, ihre aktuelle Umgebung zu optimieren und eine vollständig zertifizierte Umgebung bereitzustellen, sobald ein Kunde die Migration zu SAP HANA durchgeführt hat."

"Jeder einzelne SAP-Kunde verlangt, dass unsere Produkte SAP HANA zertifiziert sind", berichtet Grau. "Eine SAP-Zertifizierung ist generell Voraussetzung für fast jeden Kunden in der Produktion." Dies sei beispielsweise beim Cloud Service Provider Secure24 der Fall, aber auch bei ITSCare, einem IT-Dienstleister der AOK.

Support

Da SAP selbst nur zertifizierte Lösungen unterstützt, ist eine Zertifizierung unerlässlich. SAP-HANA-Kunden und auch SAP-Integrationspartner bekommen so von Pure den Nachweis, dass die von SAP vorgegebenen KPIs je nach SAP Landschaft erfüllt bzw. übertroffen werden. "Die KPIs für SAP-HANA sind hinsichtlich Leistung, Skalierbarkeit und hoher Verfügbarkeit sehr streng."

Dementsprechend muss auch der Support entsprechend leistungsfähig sein. "Für viele Unternehmen ist SAP HANA eine geschäftskritische Komponente, die immer verfügbar und schnell zugänglich sein muss", gibt Grau zu bedenken. "Daher muss auch eine Infrastruktur vorhanden sein, die diese Kriterien erfüllt. Dadurch kann Pure den SAP-Kunden auch im Fehlerfall den bestmöglichen und schnellsten Support garantieren."

Die Zertifizierungen seien ein Baustein, um einen reibungslosen Storage- und HANA-Betrieb beim Kunden zu gewährleisten. Die wichtigste Prämisse von Pure Storage ist demzufolge die Kundenzufriedenheit. "Pure Storage investiert daher in die Weiterentwicklung eigener Systeme sowie in die Interoperabilität mit anderen Partnern und Lösungen."

Weitere Datenbanken

So ist es kein Zufall, dass auch viele weitere Datenbankprodukte von Pure unterstützt werden. Neben SAP unterhält Pure Storage auch Partnerschaften mit Datenbankherstellern wie Microsoft und Oracle. Seit der Verbreitung von NoSQL-Datenbanken und modernen Analyseplattformen wie Splunk und Apache Spark hat Pure Storage seine Anzahl an Partnerschaften in diesem Bereich erhöht. Zum Beispiel wurde eine konvergente Infrastruktur für Splunk mit Cisco entwickelt, und die Berkeley University, an der Apache Spark entwickelt wurde, arbeitet nach Graus Angaben ebenfalls mit Systemen von Pure Storage.

Ausbau von Partnerschaften

Pure investiert stark in Technologiepartnerschaften, weil dies dem Hersteller ermöglicht, seinen Horizont für die Entwicklung von Lösungen in Bereichen zu erweitern, die keine Pure-Kernkompetenz darstellen. "Darüber hinaus haben wir eine enge Technologiepartnerschaft mit den Co-Innovation-Labs (COIL) von SAP, wo beide Parteien neue Lösungen entwickeln, die es Kunden und Partnern ermöglichen, Innovationen voranzutreiben, Kosten zu senken und SAP effizienter zu betreiben." SAP-Kunden profitieren also dreifach: Auf SAP HANA wird als erstes zertifiziert, dafür wird Ko-Innovation betrieben und SAP-HANA-Kunden bekommen einwandfreien Support.

Produkte aus Ko-Innovation

Aber es gibt ja nicht nur SAP. Auch technische Zusammenarbeit mit anderen Herstellern spielt für Pure eine große Rolle. Zum Beispiel ist Flashstack eine konvergente Infrastrukturlösung, die Pure zusammen mit Cisco entwickelt hat. Diese ermögliche es laut Grau Kunden und Partnern, komplette Lösungen, bestehend aus Software und Hardware, in kürzester Zeit zu implementieren.

Darüber hinaus hat Pure kürzlich AIRI, eine Lösung für künstliche Intelligenz, vorgestellt. Mit AIRI (AI-ready Infrastructure) können Unternehmen schnell und einfach eine KI-Infrastruktur bereitstellen. AIRI wird gemeinsam als vollständig integrierte Software- und Hardwarelösung von Pure und NVIDIA entwickelt und von NVIDIA DGX-1 GPU-Systemen, dem massiv parallelen Flashblade-Speichersystem von Pure Storage und dem AIRI Scaling Kit unterstützt. "Diese Appliance ermöglicht das Multi-Node-Lernen und liefert Ergebnisse in Stunden statt in Wochen oder Monaten", ist Grau überzeugt.

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