Standortübergreifendes Datensicherungskonzept

EMIS Electrics löst Backup-Dilemma mit Quantum

| Redakteur: Tina Billo

Quantum Deduplizierungsappliances in Kombination mit der Backup-Software SEP sesam bilden das Rückgrat der Datensicherungsstrategie von EMIS Electrics.
Quantum Deduplizierungsappliances in Kombination mit der Backup-Software SEP sesam bilden das Rückgrat der Datensicherungsstrategie von EMIS Electrics. (Bild: EMIS Electrics)

EMIS Electrics stand vor der Aufgabe, ein neues Backup-Konzept umzusetzen. Dieses sollte so ausgelegt sein, dass sich Unternehmensdaten standortübergreifend in der bestehenden Linux- und Novell-basierten Umgebung sichern lassen. Das neue System von Quantum reduziert das Backup-Fenster um 30 Prozent und erreicht außergewöhnliche Deduplizierungs-Raten von bis zu 9:1.

Das in den Bereichen Service, Automatisierung, Anlagenbau, E-Maschinen und Tagebau/Netze international tätige mittelständische Unternehmen EMIS Electrics verzeichnete in den letzten zwanzig Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Über 460 Mitarbeiter am Hauptstandort Lübbenau und in acht deutschen Niederlassungen sorgen heute dafür, dass das Geschäft läuft. Damit ihnen alle für die Abwicklung ihrer Aufgaben erforderlichen Daten stets zur Verfügung stehen, führt kein Weg an einer funktionierenden Sicherungslösung vorbei.

Aufgrund des zunehmenden Datenvolumens geriet das eingesetzte Backup-System jedoch im Verlauf der Zeit an seine Grenzen. Um den Geschäftsbetrieb nicht zu gefährden, war der Wechsel auf eine neue und möglichst einheitliche Lösung unumgänglich. Diese zu finden, stellte angesichts der über mehrere Standorte hinweg verteilten Daten schon per se eine Herausforderung dar. Noch schwieriger gestaltet sich die Aufgabe jedoch dadurch, dass die Produkte mit Linux und Novell harmonisieren mussten.

Auf der Suche nach der passenden Lösung

EMIS Electris betreibt eine Umgebung, die bis auf die Monitoring- und Backup-Server komplett virtualisiert ist. Auf ESX-Hosts am Hauptstandort Lübbenau kommen insgesamt 75 virtuelle Maschinen (VMs) zum Einsatz, hinzu kommen pro weiterem Standort durchschnittlich fünf VMs. Zusammengenommen werden die Daten von 135 VMs in den Backup-Prozess miteinbezogen.

Eine Besonderheit bei EMIS stellt das Betriebssystem dar: Anstatt eines klassischen File Servers unter Windows nutzt das Unternehmen übergreifend primär Novell und Linux. Auch für die E-Mails wird nicht Exchange, sondern eine Novell-Lösung verwendet. Diese Konstellation erschwerte eine passende Deduplizierungsappliance zu finden, die mit der hochgradig virtualisierten Linux- und Novell-basierten Serverumgebung reibungslos zusammenspielt und zudem die an Deduplizierung und Komprimierung gestellten Anforderungen erfüllt.

Unverbindlicher Praxistest überzeugt

EMIS Electrics geriet zunehmend unter Druck, da sich mit der bestehenden Lösung, die für Sicherungen geltende Mindestaufbewahrungszeit von 90 Tagen nicht mehr einhalten ließ. Insofern kam das Angebot einer kostenlosen Testversion der virtuellen Backup-Appliance mit Deduplizierung DXi V1000 von Quantum, die physische und virtuelle Daten über dezentrale Standorte, das Rechenzentrum und Cloud-Implementierungen sichert, genau zum rechten Zeitpunkt. Diese wurde als VM auf einem ESX-Server installiert und per NFS mit dem Backup-Server verbunden.

Die Lösung überzeugte im Test. "Die vorherige Lösung konnte nicht mit variablen Blocklängen umgehen, so dass keine Deduplizierung möglich war", erläutert der IT-Leiter des Unternehmens, Karsten Hollop. "Mit der DXi hingegen konnten wir innerhalb kürzester Zeit eine Reduktionsrate von bis zu 9:1 erzielen, ohne unsere Backup-Strategie in irgendeiner Weise ändern zu müssen."

Nach dem vielversprechenden Probelauf entschied sich EMIS Electrics daher, eine physische DXi4701 mit 11 Terabyte Kapazität im Try-und-Buy-Verfahren ebenfalls genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch dieser Test lief erfolgreich, so dass im Anschluss nicht nur die DXi dauerhaft implementiert, sondern zu Disaster-Recovery-Zwecken noch eine Quantum Scalar i40 Tape Library hinzugenommen wurde.

Durchgängige Datensicherungsstrategie

Von Montag bis Donnerstag erfolgen nun am Hauptstandort Lübbenau täglich inkrementelle Backups auf ein NFS Share der DXi4701, die um 21 Uhr von der Backup Software gestartet werden und circa 6,5 Stunden dauern. Aufgrund der kurzen Sicherungsdauer kommt es zu keiner Beeinträchtigung des Produktionsbetriebs. Zusätzlich wird Freitags derzeit ein 11,3 Terabyte Daten umfassendes Vollbackup durchgeführt und auf der DXi und der Scalar i40 Tape Library gespeichert. In den deutschlandweiten Niederlassungen übertragen die dort eingesetzten Novell Backup-Server bei vollständigen Sicherungen ihre Repositories an das Rechenzentrum in Lübbenau, wo die Änderungsdaten in den Backup-Prozess einfließen. Hierfür wird das der Datensynchronisierung dienende Linux-Tool rsync genutzt.

Momentan bewahrt EMIS Electrics das Vollbackup 90 Tage lang auf der DXi und der Scalar i40 Tape Library auf. Nach Ablauf wird dieses auf der Bandbibliothek mit der nächsten Sicherung überschrieben. Künftig ist geplant, die Tapes nach dieser Frist zur langfristigen Archivierung in einen Banktresor auszulagern.

Ersparnisse auf allen Ebenen

Derzeit weist die DXi eine Deduplizierungsrate bis zu 9:1 auf, die sich durch die vorgesehenen längeren Aufbewahrungszeiten weiter erhöhen wird. "Ohne die Reduktionsrate durch die DXi wären 41,36 TB notwendig, um das Backup-Volumen zu speichern. Jetzt sind hierfür nur 5,2 TB des Plattenspeichers notwendig", so Hollop.

Neben des in Folge von Deduplizierung und Komprimierung geringeren Speicherbedarfs zahlt sich die Einführung der neuen Lösung für EMIS Electrics auch auf anderen Gebieten aus. So konnte beispielsweise das für die Durchführung von Backups benötigte Zeitfenster um 30 Prozent verkürzt und durch die redundante Vorhaltung von Sicherungskopien an allen Standorten ein höheres Sicherheitsniveau erreicht werden. Von Vorteil ist zudem, dass die Sicherung von Daten nun mit weniger Administrationsaufwand vonstatten geht und sich darüber hinaus Einsparungen in punkto Platzbedarf und Stromkosten erzielen lassen.

Eine perfekte Kombination

Hollop zieht ein durchweg positives Fazit: „Die Quantum-Lösungen passen perfekt in dieses Umfeld: das Network File System wird sauber bis an den Backup-Server genutzt und ich erhalte durch Channel-Bonding eine Bandbreite von 20 GBit/s. Das stellt bereits mein LAN mit 4 GBit pro Sekunde vor Herausforderungen. Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Herstellern besteht auch in der Nutzung von Deduplizierung mit variablen Blocklängen. Für mich stellt dies die perfekte Lösung dar!“

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