Schnellere Verfahren

Erfolgsquote bei SSD-Datenrettung steigt

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Tina Billo

Die Datenretter von CBL berichten über deutliche Fortschritte im SSD-Bereich.
Die Datenretter von CBL berichten über deutliche Fortschritte im SSD-Bereich. (Bild: CBL)

Der Datenretter CBL meldet, dass sich die Chancen auf Datenwiederherstellung von defekten SSDs im Lauf der vergangenen beiden Jahre deutlich erhöht haben. Insgesamt liege die Erfolgsquote nun bei 70 Prozent.

Zieht man die unlösbaren Fälle aufgrund von automatischer Hardwareverschlüsselung mit Sandforce-Controllern ab, sind die Datenretter sogar in 85 Prozent der Fälle erfolgreich. Damit kommt man den Ergebnissen bei Festplatten bereits recht nahe. Zudem vermeldet CBL einen deutlichen Geschwindigkeitsgewinn beim Auslesen der Rohdaten: Prozesse, die früher fünf Tage in Anspruch nahmen, sind nun in zwei Tagen zu schaffen.

Dennoch bleibt die Rekonstruktion der über die NAND-Speicherzellen verteilten Daten anspruchsvoll. Immerhin lassen sich dringend benötigte Daten jetzt in vielen Fällen deutlich schneller zur Verfügung stellen. Die verbesserten Werkzeuge und Methoden sind laut den Spezialisten vor allem auf die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit im weltweiten Verbund von CBL Data Recovery Technologies zurückzuführen.

Effizienz gesteigert

Die verbesserte Effizienz ist auch darauf zurückzuführen, dass nur noch selten einzelne Speicherchips abgelötet und ausgelesen werden müssen. Dies sei laut CBL nur noch in maximal zehn Prozent der Fälle notwendig, beispielsweise bei starken physischen Beschädigungen. Dank Controller-Emulationen und speziellen Schnittstellen lassen sich defekte Controller umgehen und die Daten zügig auslesen. Zudem kann CBL defekte Firmware reparieren und manipulieren.

„Wear-Leveling-Algorithmen, von den Herstellern geheim gehalten, verteilen Datenfragmente gleichmäßig über die Speicherzellen der Chips – deshalb ist die Datenrettung von SSDs ähnlich aufwendig wie die von RAID-Systemen“, erläutert CBL-Projektmanager Conrad Heinicke.

In einzelnen Fällen klappt die Datenrettung aber einfach nicht. Da CBL die Diagnose kostenlos durchführt und Kunden verbindliche Kostenvoranschläge erhalten, besteht dadurch aber kein finanzielles Risiko. Das Unternehmen folgt damit seinem Grundsatz "Keine Daten, keine Kosten". Eine Rechnung wird nur bei erfolgreicher Rekonstruktion der Zieldaten gestellt.

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