SSD-Preise sind um 80 Prozent gesunken

Geizhals meldet vorsintflutliche Festplattenpreise

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Heidi Schuster / Heidemarie Schuster

Die Thailand-Flut Ende 2011 sorgte für steigende Preise bei Festplatten.
Die Thailand-Flut Ende 2011 sorgte für steigende Preise bei Festplatten. (© stoffies - Fotolia.com)

Der Preisvergleichsplattform Geizhals zufolge normalisieren sich die Festplattenpreise diesen Herbst. Ende 2011 verursachte die Flut in Thailand eine Verteuerung der HDDs im dreistelligen Prozentbereich.

Ende des vergangenen Jahres hat die Thailand-Flut zu Lieferengpässen bei Festplatten geführt (IT-BUSINESS hat berichtet). Die Preisvergleichsplattform Geizhals beobachtete einen „dramatischen“ Preisanstieg bei Festplatten. So verzeichnete Geizhals infolge drohender Lieferengpässe nach dem Hochwasser in Thailand in den ersten acht Wochen eine Verteuerung im dreistelligen Prozentbereich. Bei einigen Modellen seien die Preise um das Dreifache gestiegen.

Nun nimmt Geizhals erstmals eine Normalisierung der Preise auf das Niveau vor dem Hochwasser wahr.

Drei-Terabyte-Modelle immer beliebter

Bei Festplatten mit bestimmten Kapazitäten hat laut Geizhals seit Februar 2012 eine kontinuierliche Preisentwicklung nach unten eingesetzt. Eine vollständige Erholung am gesamten Festplatten-Markt lasse noch auf sich warten, die aktuellen Entwicklungen würden jedoch für eine leichte Entspannung sorgen.

Im Segment der 3,5-Zoll-Festplatten konnten bei den Drei-Terabyte-Modellen innerhalb der vergangenen Tage erstmals wieder die Preise des Vorjahres erreicht werden, so die Preisvergleichsplattform.

Der durchschnittliche Verkaufspreis einer der Drei-Terabyte-Platte in Bulk-Ausführung bewege sich zurzeit bei etwa 130 Euro in Deutschland. (Festplatten für den Dauereinsatz oder Enterprise-Modelle mit höherer Garantieleistung sind in der Auswertung nicht inbegriffen).

Ergänzendes zum Thema
 
Zum Unternehmen Geizhals

Konsolidierung in der Festplatten-Branche

„Nach der Übernahme der Samsung-Festplattensparte durch Seagate sowie der Übernahme von Hitachi GST durch Western Digital kontrollieren die beiden Branchenriesen etwa 87 Prozent des Marktes. Die restlichen 13 Prozent deckt Toshiba als Nischen-Hersteller für Enterprise-Lösungen ab“, analysiert Vera Pesata, Unternehmenssprecherin von Geizhals. „Seagate konnte – trotz der lähmenden Verkäufe – den Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verachtfachen. Dies ist auf die unüblich hohen Gewinn-Margen zurückzuführen. Bei Western Digital verzeichnete die Brutto-Marge einen Höchststand von 32,5 Prozent“, so Pesata weiter.

Bei welchen Festplatten sich die Folgekosten für den Wiederaufbau der Produktionsanlagen niederschlagen lesen Sie auf der nächsten Seite.

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