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Fünfmal mehr Durchsatz für bestehende Ethernetkabel IEEE 802.3bz verabschiedet

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit IEEE 802.3bz sollen bis zu fünfmal mehr Daten über Cat5e- und Cat6-Kabel fließen als bisher. Jetzt wurde der Ethernet-Standard unterzeichnet, bereits ab 10. Oktober wollen verschiedene Hersteller die Interoperabilität ihrer Lösungen auf einem Plugfest prüfen.

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Eine von IEEE.org veröffentlichte E-Mail bestätigt: 802.3bz wurde angenommen.
Eine von IEEE.org veröffentlichte E-Mail bestätigt: 802.3bz wurde angenommen.
(Bild: IEEE)

Ohne großes Federlesen listet die IEEE den Ethernet-Standard 802.3bz als „aktiv“. Dank der Ende September verabschiedeten Spezifikation werden Anwender in Zukunft bis zu fünf GBit/s über jene bereits verlegten Kupferkabel (Cat5e respektive Cat6) übertragen können, die bisher für 1000BASE-T vorgesehen waren.

Laut Schätzungen von Ethernet Alliance und NBASE-T Alliance können so weltweit 70 Milliarden Meter Leitungen weitergenutzt und schrittweise auf 2.5GBASE-T oder 5GBASE-T umgestellt werden. Damit schließen die Infrastrukturen auch zu aktuellen WLAN-Standards auf – nach IEEE 802.11ac funkende Access Points erreichen schon länger Durchsätze deutlich über ein GBit/s und wurden bislang häufig über mehrere Ethernet-Ports mit Kabelnetzen gekoppelt.

Wie nahtlos das Upgrade bestehender Infrastrukturen tatsächlich funktionieren kann, wollen verschiedene Anbieter auf einem Plugfest beweisen. Das wurde bereits im Juli angekündigt und soll in der 41. Kalenderwoche im Interoperabilitätslabor der University of New Hampshire in Durham stattfinden.

* Dieser Artikel wurde von unserem Schwesterportal IP-Insider übernommen.

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