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Tipp: Abgleich von Dateien und Datenbank für Medienarchive Immich prüft die Speicherintegrität

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Selbst betriebene Foto- und Videobestände wachsen rasch auf mehrere Terabyte. Die neue Hauptversion der quelloffenen Medienverwaltung Immich bringt einen Abgleich zwischen Speicher und Katalog, zuverlässigere Hintergrundsicherungen und ein experimentelles Echtzeit-Transcoding für Administratoren im Heimlabor und im kleinen Unternehmen.

Mit Immich 3.0 behalten Administratoren eines selbst gehosteten Medienarchivs die Kontrolle über den Bestand auf eigener Infrastruktur.(Bild:  KI-generiert)
Mit Immich 3.0 behalten Administratoren eines selbst gehosteten Medienarchivs die Kontrolle über den Bestand auf eigener Infrastruktur.
(Bild: KI-generiert)

Die Entwickler von Immich haben am 2. Juli 2026 die Version 3.0 der selbst gehosteten Medienplattform veröffentlicht. Immich gilt als quelloffener Ersatz für Google Fotos und läuft als Container-Anwendung mit PostgreSQL-Datenbank auf eigener Hardware. Administratoren verwalten damit große Bestände an Fotos und Videos ohne Bindung an einen Cloud-Anbieter. Die dritte Hauptversion legt einen Schwerpunkt auf die Verlässlichkeit der Ablage und auf die Kontrolle über den vorhandenen Bestand auf dem Datenträger.

Abgleich zwischen Datenträger und Katalog

Immich 3.0 führt eine Integritätsprüfung ein, die die Verzeichnisse auf dem Speicher mit den Einträgen in der Datenbank vergleicht. Der Vorgang meldet verwaiste Dateien ohne Datenbankeintrag, fehlende Dateien und Prüfsummen, die nicht mehr zusammenpassen. Für den Administrator ergibt sich daraus ein belastbarer Überblick, ob physischer Bestand und Katalogdaten übereinstimmen. Beschädigte Objekte oder abgebrochene Importe fallen so auf, bevor sie unbemerkt in eine Sicherung geraten und einen stillen Datenverlust fortschreiben.

Gerade bei Archiven jenseits mehrerer Terabyte hilft dieser Abgleich, denn eine defekte Platte oder ein unterbrochener Kopiervorgang bleibt sonst lange verborgen. Die Prüfung ordnet jeden Fund einer Kategorie zu und erlaubt eine genaue Nachkontrolle einzelner Objekte statt einer vollständigen Neuprüfung des gesamten Bestands.

Zuverlässigere Sicherung im Hintergrund

Die mobile Sicherung arbeitet in Version 3.0 stabiler. Unter Android sorgt ein neuer periodischer Aufgabenplaner dafür, dass der Hintergrunddienst die komplette Bibliothek und nicht allein die zuletzt erstellten Aufnahmen hochlädt. Unter iOS laufen Synchronisierung und Upload parallel und verkürzen so die Aktualisierung im Hintergrund. Für den Betrieb verkleinert das die Lücke zwischen dem Moment der Aufnahme und der gesicherten Kopie auf dem eigenen Server.

Auf der Serverseite steuert eine Speichervorlage, nach welchem Muster Immich Dateien in Verzeichnisse einsortiert und benennt. Der Administrator legt Struktur und Dateinamen pro Nutzer fest und hält die Ablage auch bei mehreren Konten nachvollziehbar. Externe Bibliotheken binden bereits vorhandene Ordner ein, ohne die Originale zu kopieren, sodass ein gewachsener Medienbestand ohne Umzug in Immich sichtbar wird.

Echtzeit-Transcoding als Vorschaufunktion

Neu ist ein Echtzeit-Transcoding auf Basis von HLS, das Videos bei Bedarf umwandelt, statt vorab fertige Varianten abzulegen. Die Funktion hat den Status einer Vorschau, läuft vorerst in der Web-Anwendung und verlangt einen leistungsfähigen Server. Eine Hardware-Beschleunigung über NVIDIA mit CUDA, Intel Arc mit OpenVINO oder AMD mit ROCm ist empfohlen, aber keine Pflicht. Ergänzend bündeln neue Arbeitsabläufe aus Auslöser, Filter und Aktion wiederkehrende Schritte, darunter das Verschieben oder Markieren neuer Objekte.

Fazit

Mit Version 3.0 rückt Immich die Verlässlichkeit der Ablage nach vorn. Die Integritätsprüfung deckt Abweichungen zwischen Datenträger und Katalog auf, die stabilere Hintergrundsicherung verkürzt den Weg zur geschützten Kopie. Das Echtzeit-Transcoding bleibt vorerst eine Vorschau und verlangt passende Hardware. Für Administratoren eines selbst gehosteten Medienarchivs bündelt die neue Hauptversion mehrere Bausteine, die den Bestand auf eigener Infrastruktur kontrollierbar halten.

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