Speichertipp: Netzwerkspeicher für Cluster an Server anbinden iSCSI-Festplatten in Windows Server 2019/2022 verbinden

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dr. Jürgen Ehneß

In Windows Server 2019 und 2022 können Sie über den Microsoft iSCSI Initiator virtuelle iSCSI-Festplatten von anderen Servern verbinden, aber auch iSCSI-Ziele von anderen NAS-Systemen. Im Folgenden lesen Sie, wie Sie vorgehen müssen.

Via iSCSI-Initiator können in Windows Server 2019/2022 iSCSI-Festplatten von anderen Servern angebunden werden. So geht’s.
Via iSCSI-Initiator können in Windows Server 2019/2022 iSCSI-Festplatten von anderen Servern angebunden werden. So geht’s.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Suchen Sie nach „iscsi“ im Startmenü und starten Sie das Tool Microsoft iSCSI Initiator. Beim ersten Aufruf dieser Software müssen Sie den Start des entsprechenden Diensts zunächst bestätigen und die Blockierung aufheben. Anschließend können Sie den Dienst über mehrere Registerkarten konfigurieren. Gehen Sie zur Anbindung folgendermaßen vor:

  • 1. Wechseln Sie zur Registerkarte „Suche“.
  • 2. Klicken Sie auf „Portal ermitteln“ und geben Sie die IP-Adresse oder den Namen des NAS-Servers ein.
  • 3. Wechseln Sie zur Registerkarte „Ziele“. Hier zeigt Windows die erstellten Laufwerke an. Sie sehen hier auch bei Windows-Server-2019/2022-iSCSI-Zielen die erstellten Targets.
  • 4. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Verbinden“. Damit baut der Server eine Verbindung mit dem Gerät auf. Bisher ist das Gerät nur verfügbar, aber noch nicht mit dem Computer verbunden.
  • 5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Diese Verbindung der Liste der bevorzugten Ziele hinzufügen“.
  • 6. Bestätigen Sie alle Fenster mit „OK“.
  • 7. Wenn Sie einen Cluster mit iSCSI erstellen, verbinden Sie das Target auch auf dem zweiten Server und allen weiteren Clusterknoten, auf denen Sie einen Cluster installieren wollen.

Mit „Multipfad aktivieren“ können Sie festlegen, dass Windows Server 2022 auch alternative Netzwerkwege zwischen Server und NAS-System verwendet. Das ist zum Beispiel bei der Ausfallsicherheit wichtig, oder wenn Sie das Ziel auf einem Windows-Cluster einsetzen. Sind im Unternehmen mehrere Server mit Windows Server 2022 im Einsatz, tauschen diese Daten über das Netzwerk mit der Multichannel-Funktion aus.

Mit der Funktion lassen sich von einem Server auf eine Freigabe mehrere parallele Zugriffe durchführen. Dies beschleunigt den Datenverkehr und sichert ihn auch gegen Ausfall eines einzelnen SMB-Kanals ab. Der Vorteil liegt darin, dass Serverdienste Daten auch auf Servern speichern können, nicht nur auf der eigenen Festplatte. Ein sinnvoller Einsatz dazu ist in Umgebungen mit Hyper-V-Hosts, die auf Windows Server 2022 aufbauen. Dazu ist weder die Installation eines Rollendienstes noch eine Konfiguration notwendig. Diesen beschleunigten Zugriff bietet Windows Server 2022 automatisch.

Für die Anbindung an iSCSI-Targets steht auch auf Core-Servern eine grafische Oberfläche zur Verfügung. Diese starten Sie durch Eingabe des Befehls „iscsicpl“. Für die Anbindung von Core-Servern an iSCSI-Targets steht auch der Befehl „iscsicli“ zur Verfügung. Über „iscsicli /?“ erhalten Sie eine ausführliche Hilfe zum Befehl.

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