Mobile-Menu

Recovery-Lösungen für einen schnellen Daten-Restore

Jetzt kommt Tempo in die Restore-Prozesse

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Herbert Bild Produkte- und Solutions-Manager bei Netapp Deutschland: „Empfehlenswert ist die Kombination aus Snapshots und Replikation, da man diese Technologien perfekt an die wirklich benötigten SLAs der Kunden anpassen kann.“
Herbert Bild Produkte- und Solutions-Manager bei Netapp Deutschland: „Empfehlenswert ist die Kombination aus Snapshots und Replikation, da man diese Technologien perfekt an die wirklich benötigten SLAs der Kunden anpassen kann.“
(Bild: Netapp)

Herbert Bild, Produkte- und Solutions-Manager bei Netapp Deutschland, gibt allerdings zu bedenken, dass aufgrund seiner Erfahrungen für rund 90 Prozent aller Anwendungen kein RTO von Null erforderlich ist. Aber Netapps Snap-Mirror lasse sich an alle Ansprüche anpassen. Weil dabei Spiegelungstechnik zum Einsatz kommt, ist ein Recovery in Echtzeit (RTO ist Null) jederzeit möglich, es wird also synchron repliziert. Lediglich im asynchronen Modus beträgt dann der RPO noch ein paar Sekunden oder wenige Minuten, abhängig von der Qualität des Netzwerks. Am Ende sei es immer eine Kostenfrage, welche Ausfallzeiten ein Unternehmen akzeptieren will, schiebt Bild nach.

IBM-Mann Weingand geht bei der CDP-Technik davon aus, dass in der Praxis üblicherweise bis zu vier Snapshots pro Tag mit den entsprechenden Verzögerungen ausreichend sind. Doch betont auch er, dass hier in Abhängigkeit vom RTO entsprechend mehr Snapshots jederzeit erzeugt werden können. Allerdings haben vermehrte Snapshots eine starke Beeinträchtigung der Performance des Systems zur Folge. Hier sind EMC mit RecoverPoint und Falconstor mit CDP dank der sehr granularen Wiederherstellungspunkte überlegen.

Fazit

Bei allen Vorteilen der neuen Technologien sind sie jedoch kein Allheilmittel und sollten nicht überschätzt werden. Sie setzen in jedem Fall eine stabile und leistungsfähige Netzwerkverbindung voraus, weil ansonsten Probleme bei der Übertragung zu nicht immer konsistenten Backups führen können. Sowohl bei CDP als auch bei der noch schnelleren Replikation ist außerdem zu beachten, dass es sich meist um ein Disk-only Backup handelt. Die Erfahrung zeigt, dass so ein Backup nicht ausreicht, um allerhöchste Datensicherheit zu gewährleisten.

Fehlerquellen wie Stromschwankungen und -ausfälle, Schalldruck von Alarm-Sirenen oder Ausströmen von Löschgas, Soft- oder Firmware-Fehler sowie menschliche Eingriffe, die Disk-Backup-Daten löschen respektive zerstören, lassen einen Medienbruch, sprich eine Offline-Kopie oder ein Tape-Backup, nach wie vor durchaus sinnvoll erscheinen.

Dieser Artikel stammt aus dem Kompendium „Klassisches Backup, Cloud Storage & Disaster Recovery“ von Storage-Insider. Hier können Sie das komplette Kompendium als PDF-Datei kostenlos herunterladen und hier geht es zu weiteren Kompendien von Storage-Insider.

(ID:42313106)