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Recovery-Lösungen für einen schnellen Daten-Restore Jetzt kommt Tempo in die Restore-Prozesse

| Autor / Redakteur: Volker Richert / Nico Litzel

Um im Katastrophenfall rasch auf konsistente Datenbestände zurückzugreifen, reicht das Tempo traditioneller Backup-Infrastrukturen nicht mehr aus. Alternativen bilden Recovery-Lösungen, die immer schneller funktionieren.

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„Klassische Backup-Methoden entsprechen in Sachen RPO und RTO nicht mehr ganz den Kundenwünschen“, sagt Elias Biam Software Regional Manager für die Schweiz, den mittleren Osten und Osteuropa bei Falconstor.
„Klassische Backup-Methoden entsprechen in Sachen RPO und RTO nicht mehr ganz den Kundenwünschen“, sagt Elias Biam Software Regional Manager für die Schweiz, den mittleren Osten und Osteuropa bei Falconstor.
(Bild: Falconstor)

Die Zeiten, als der Speicherkosmos aufgrund fehlender Alternativen noch relativ überschaubar war, sind endgültig vorbei. Die guten alten Bandsysteme, die jahrelang zuverlässig ihren Dienst getan haben, hätte noch vor zehn Jahren niemand durch irgendeine andere Technik ersetzt.

Inzwischen haben wir eine ganz andere Situation. Rechenzentren können sich keine Ausfälle mehr erlauben, die Storage-Volumen wachsen rasant und die Kapazitäten werden immer billiger. Backup-to-Disk-Systeme sind auf dem Vormarsch und insbesondere die SLA-Ansprüche (Service Level Agreements) zur Datenwiederherstellung im Krisenfall haben erheblich zugenommen.

Blitzschnelles Recovery

So ist es kein Wunder, dass inzwischen verschiedenste Anbieter mit Recovery-Lösungen auf dem Markt sind, die das bisherige Backup ergänzen. Sie versprechen mit periodischer Snapshot-Technologie oder mit Continuous Data Protection (CDP) einen kontinuierlichen Daten-Restore nahezu in Echtzeit.

Die jüngsten Entwicklungen gehen noch einen Schritt weiter und bringen mit Replikations- respektive Spiegelungs-Technik nun Echtzeit ins Backup, die allenfalls durch Millisekunden Latenzzeit bei der Datenübertragung in weit entfernte Standorte verzögert wird. Allerdings kann dabei nicht mehr in jedem Fall auf einen beliebigen Zeitpunkt zurückgespult werden.

RPO und RTO kommen aus der Mode

Derzeit werden mit diesen Technologien gerade in größeren Unternehmen herkömmliche Backup-Systeme zumindest schon ergänzt. Elias Biam, bei Falconstor Software Regional Manager für die Schweiz, den mittleren Osten und Osteuropa, steht denn auch nicht allein da, wenn er feststellt, dass „klassische Backup-Methoden, was RPO (Recovery Point Objective) und RTO (Recovery Time Objective) angeht, nicht mehr ganz konform sind mit den Kundenwünschen“.

Für ihn ist klar: Nicht nur wegen Big Data, Cloud und anderen schnell wachsenden Datentöpfen wollen die meisten Kunden nicht mehr länger als vier Stunden auf einen fertigen Restore warten, was traditionell nicht zu schaffen ist. Bestätigt wird diese Einschätzung durch eine Befragung von Unternehmen, die 2011 die Analysten von Gartner durchgeführt haben: Bereits 17 Prozent der Befragten akzeptieren keinerlei Ausfallzeiten mehr, 31 Prozent maximal eine Stunde und 39 Prozent höchstens bis zu vier Stunden.

Nur die restlichen 13 Prozent der Befragten gaben an, länger andauernde Unterbrechungen verkraften zu können. Und die Situation wird sich verschärfen, prognostizierte Gartner doch, dass bis 2015 bereits in 25 Prozent der Unternehmen Backup-Systeme um Snapshot- und Replikations-Lösungen erweitert werden sollen.

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