Lenovo Thinksystem DE- und DM-Serie

Netapp-Systeme im Lenovo-Gewand

| Autor: Klaus Länger

Die Storage-Lösungen von Lenovo auf Netapp-Basis umfassen insgesamt zehn Geräte. Dazu gehören die DE6000- und die DH7000-Modelle, jeweils als Hybrid- und als All-Flash-Variante.
Die Storage-Lösungen von Lenovo auf Netapp-Basis umfassen insgesamt zehn Geräte. Dazu gehören die DE6000- und die DH7000-Modelle, jeweils als Hybrid- und als All-Flash-Variante. (Bild: Lenovo)

Lenovo erweitert sein Storage-Portfolio um Systeme für das Midrange- und das gehobene SMB-Segment. Die OEM-Systeme auf Netapp-Basis sind als Hybrid- und als All-Flash-Arrays verfügbar. Die Geräte mit Netapp-Betriebssystemen lassen sich in die Lenovo-Managementstruktur einbinden.

Lenovo bringt zunächst zehn Systeme nach Netapp-Muster auf den deutschen Markt. Im September haben Lenovo und NetApp eine Kooperation vereinbart, in der auch die OEM-Fertigung enthalten ist. Montiert werden die Geräte im Lenovo-Werk in Ungarn. Fünf der Speichersysteme gehören zur DE-Serie, mit der Lenovo primär auf SMB-Kunden abzielt, die anderen fünf zur DM-Serie mit der das Midrange-Segment bedient werden soll.

Lenovo DE-Serie

Die DE-Serie umfasst die Hybrid-Speichersysteme DE2000H, DE4000H und DE6000H sowie die All-Flash-Modelle DE4000F und DE6000F. Sie entsprechen den Netapp-Systemen der E- und der EF-Serie. Als Betriebssystem wird Lenovo SAM-Manager verwendet, das zu 100 Prozent Netapps Santricity OS entspricht. Somit bieten die mit Nearline-HDDs und SAS-SSDs bestückten Systeme dynamische Drive Pools für ein einfacheres RAID-Management. Dabei werden Daten, Paritätsinformationen und freie Kapazitäten durch einen intelligenten Algorithmus auf einen Laufwerks-Pool verteilt. Die Dynamic Rebuild-Technologie beschleunigt die Wiederherstellung nach dem Ausfall eines Laufwerks.

Weitere Funktionen aller Hybrid-Modelle sind die Erstellung von Snapshots und asynchrones Mirroring. Das Thinksystem DE6000H unterstützt zudem noch synchrones Mirroring. Die Modelle DE2000H und DE4000H mit jeweils zwei HE und Platz für 24 SFF-Laufwerke unterscheiden sich primär durch ihre Controller und damit durch die maximal unterstützte Anzahl von Speichermedien beim Einsatz zusätzlicher Erweiterungseinheiten. Das Thinksystem DE6000H bietet auf vier Units Platz für bis zu 60 Festplatten oder SSDs. Das Hardware-Management der Systeme kann über den Lenovo Xclarity Administrator erfolgen.

Die All-Flash-Modelle DE4000F und DE6000F sind Klone der Netapp-Systeme EF280 und EF570. Beide bieten auf zwei Höheneinheiten 24 Einschübe für SAS-SSDs im 2,5-Zoll-Format. Mit seinen leistungsstärkeren Controllern unterstützt das DE6000F bis zu vier Erweiterungseinheiten und damit insgesamt 120 Drives, das DE4000F maximal drei Erweiterungseinheiten und bis zu 96 Laufwerke. Deutliche Unterschiede gibt es in der Performance mit bis zu 1.000.000 IOPS beim DE6000F und 300.000 IOPS beeim DE4000F.

Lenovo DM-Serie

Das zweite neue Storage-Quintett von Lenovo setzt sich aus den Hybrid-Modellen DM3000H, DM5000H und DM7000H sowie den All-Flash-Systemen DM5000F und DM7000F zusammen. Das Netapp-Gegenstück sind neben der FAS-Baureihe mit gemischter Bestückung die All-Flash-Modelle A220 und A300. Sie nutzen als Software Netapps Ontap 9.4 und bieten damit die Möglichkeit, Cluster mit bis zu vier Millionen IOPS zu bilden, sowie Hybrid-Cloud-Optionen mit Ontap für AWS und Azure. Die Anbindungsoptionen für Erweiterungseinheiten umfassen neben 40Gb Ethernet (GbE) und 32Gb Fibre Channel auch NVMe over Fibre Channel für Anwendungen, die eine besonders geringe Latenz benötigen.

Das Top-Modell DM7000F unterstützt als NAS Scale-out-System bis zu 4.608 SSDs, als SAN-System maximal 2.304 SSDs und als Hochverfügbarkeits-Array mit Active-Active-Controller maximal 384 SSDs.

Alle Geräte der DE- und der DM-Serie sind aktuell verfügbar.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal IT-Business übernommen.

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