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Object First Ootbi Objektspeicher für Veeam-Backup-Umgebungen

Von Michael Matzer 4 min Lesedauer

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Object First bietet seine Object-Storage-Appliance Ootbi neben dem 64- und der 128-Terabyte-Modell nun auch mit 192 TB an, so dass die Kapazität eines Ootbi-Clusters auf bis zu 768 TB steigt. Die Integration mit Veeam 12.1.2 erhöht die maximale Backup-Speicherkapazität auf über drei Petabyte.

Object-Storage-Appliance Ootbi von Object First ist nun mit einer Speicherkapazität von 192 Terabyte lieferbar.(Bild:  Object First)
Object-Storage-Appliance Ootbi von Object First ist nun mit einer Speicherkapazität von 192 Terabyte lieferbar.
(Bild: Object First)

Der US-Hersteller Object First bietet seine Object-Storage Appliance Ootbi v1.5 in drei Varianten an: mit 64, 128 und 192 TB. Ein Cluster mit vier solcher Nodes kann somit 768 TB Speicherkapazität groß werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit pro Knoten liegt bei 1 GB/s, lässt sich aber pro Cluster auf 4 GB/s ausbauen, da jeder Node über zwei Netzwerk-Ports verfügt.

Die Appliance Ootbi (Out-of-the-Box Immutability) arbeitet ausschließlich mit Veeam Backup and Replication (VBR) zusammen, was aber nach Angaben von Andy French, Leiter des Produktmarketings bei Object First, mehrere Vorteile mit sich bringe. Erstens sind die Backups, die damit angelegt werden, sofort unveränderlich. Der Nutzer kann sofort die Veeam-Funktion „Instant Recovery“ nutzen, die ohne Verzögerung Backups wiederherstellt.

Zudem stellt Veeam eine Smart Object Storage (SOS) API bereit. Die API optimiert in Ootbi den Datenfluss und ermöglicht es den Benutzern, sofort einen Echtzeit-Überblick über die genutzte und verbleibende Speicherkapazität auf den Festplatten des Appliance-Servers zu erhalten. Das Primär-Array verfügt über zehn Festplatten mit RAID 6, eine Reserve-Platte, für das Linux-Betriebssystem reservierte Platten sowie einen Cache auf NVMe-SSDs mit 1,6 TB. Je nach Modell variiert die Kapazität der HDDs.

„Die standardmäßigen Einstellungen von VBR sind aktiviert“, berichtet Andy French, „also Unveränderlichkeit, Verschlüsselung und Kompression, aber nicht Deduplikation. Die machen wir nicht, weil sie die Abtretung von Zugriffsrechten erfordert, und das würde die Unveränderlichkeit kompromittieren.“ Das sei auch der Grund, warum Object First kein Datenmanagement ausführe: „Der einzige Overhead betrifft die Verwaltung von Netzwerkfunktionen.“

Remote-Speicher plus Immutable-Speicher

„Wir gehen davon aus, dass der Kunde nicht nur Ootbi als Backup-Funktion On-Premise nutzt, sondern auch weiteren Objektspeicher, so etwa Wasabi und so weiter, solange die S3-Schnittstelle genutzt wird.“ Object First erwarte daher, dass der Kunde nicht nur lokalen, sondern Remote-Speicher plus Immutable-Speicher nutzt. Das entspreche den Vorgaben von Veeam. Im Hinblick auf das wachsende Risiko durch Hochwasser und Brände, von Felsstürzen und so weiter ganz zu schweigen, ergebe diese Redundanz viel Sinn. Bei Banken ist die synchronisierte Replikation von Backups und so weiter zwischen Rechenzentren sogar vorgeschrieben.

„Die Skalierung ist sehr einfach“, erläutert French. „Mit der ersten Appliance wird ein Cluster erstellt, der über das Netzwerk mit einem Switch verbunden ist. Jeder weitere Node in diesem Cluster erhöht automatisch die Speicherkapazität im gleichen Namespace. Bei vier Nodes zu je 192 TB erreicht der Cluster eine Kapazität von 768 TB. In einer Veeam-Umgebung mit Scale-Out-Backup-Repository (SOBR) kann die Kapazität über 3 PB erreichen.“ Weil mit jedem Node aber auch die Anzahl der adressierbaren Netzwerk-Ports erhöht werde (zwei pro Node), erhöhe sich automatisch auch die Übertragungsgeschwindigkeit von 1 GB/s auf bis zu 4 GB/s.

Weil Veeam über die Funktion „Instant Recovery“ verfüge, könne eine Ootbi-Appliance gleichzeitig 20 Virtuelle Maschinen pro Node wiederherstellen. In einem Cluster mit vier Nodes erhöhe sich diese Kapazität auf 80 VMs gleichzeitig.

Support & Preisgestaltung

Damit der Cluster und sein gehärtetes Linux-Betriebssystem immer auf dem aktuellen Stand der Technik seien, sorge Object First stets für die Update-Downloads, etwa von Firmware und Betriebssystem-Patches. Dieser Service wird für drei Jahre gewährt, neben dem technischen Support, der rund um die Uhr bereitsteht. „Prinzipiell lässt sich eine Appliance binnen 15 Minuten in Betrieb nehmen“, so French.

„Wir veröffentlichen unverbindliche Verkaufspreise (UVP), und unsere Distributoren legen ihren eigenen Preis fest“, berichtet Andy French. „Für die 64-TB-Aplliance liegt der Preis bei 36.000 Euros, für die 192-TB-Appliance bei 69.000 Euros. Wir versuchen, die Preise attraktiver zu machen, je höher die Kapazität ist, wobei stets ein gewisser Hardware-Ausgangspreis mitspielt.“

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Seine Kunden sieht French in vielen Marktsegmenten, wo Kunden nach einer „längerfristigen Lösung“ suchen, vom deutschsprachigen KMU bis zu größeren Uni-Kliniken oder großen Behördenorganisationen, „weil überall der Bedarf an sicherem Speicher wächst. Wir bieten die entsprechende Skalierbarkeit, also etwas für jeden.“

Seit Ende August 2024 erfolgt die Distribution in der DACH-Region auch durch Ingram Micro. „Als Spezialist für die Absicherung von Veeam-Software-Backups adressiert Object First damit vor allem mittelständische Unternehmen und bietet ihnen zuverlässigen Schutz vor Ransomware, ohne komplexen Management-Overhead“, so French.

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