Defragmentierungstool aktualisiert

O&O Defrag 22 führt neue Methode ein

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Tina Billo

O&O Defrag 22 ist ab sofort als Server oder Workstation Edition verfügbar.
O&O Defrag 22 ist ab sofort als Server oder Workstation Edition verfügbar. (Bild: O&O Software)

In seiner neuesten Version führt O&O Defrag mit Solid eine neue Defragmentierungsmethode ein. Im Einsatz soll sie besonders Ressourcen und Hardware schonen und zudem die Lebensdauer von SSDs und Festplatten verlängern.

Das Problem laut den Berliner Softwareexperten: SSDs speichern Dateifragmente verteilt über mehrere Speicherzellen, auch wenn eigentlich sehr viel weniger davon ausreichen würden. Mit der neuen Defragmentierungsmethode Solid will O&O in Version 22 seiner Tools Abhilfe schaffen. Sie fasst die Dateiteile zusammen und sorgt so dafür, dass weniger Dateizellen ausgelesen werden müssen. Als positiver Nebeneffekt soll die Geschwindigkeit der SDDs zunehmen.

Die Solid-Methode erwies sich laut O&O auch bei klassischen Festplatten als vorteilhaft, da sie Ressourcen und Hardware nur wenig belastet. Zudem berichtet der Hersteller von optimalen Ergebnissen und setzt die neue Methode künftig als Standardverfahren ein. Unbelegter Speicher wird mittels des SafeErase-Verfahrens überschrieben, um Datendiebstahl vorzubeugen.

Weitere Neuerungen

O&O Defrag 22 bietet eine Vielzahl neuer Funktionen und Ergänzungen. Dazu zählen unter anderem die vollständige Unterstützung von Windows Server 2019, Optimierungsfunktionen für virtuelle Maschinen und SANs sowie die optional mögliche zentrale Verwaltung im Netzwerk über die O&O Enterprise Management Console. Die Tools O&O Diskcleaner zur Entfernung überflüssiger Dateien sowie O&O Diskstat zur Anzeige von Nutzungsstatistiken zählen dagegen zur Standardausstattung.

Die Defragmentierung lässt sich automatisiert im Hintergrund nutzen, ohne dabei die Leistungsfähigkeit des betreffenden Systems zu beeinflussen. Durch neue Algorithmen konnte O&O den Zeitaufwand für Defragmentierungen um rund 35 Prozent reduzieren. Eine Einteilung der Laufwerksbereiche in verschiedene Geschwindigkeitszonen ermöglicht zudem die Trennung von häufig genutzten und selten aufgerufenen Dateien. Die Gruppierung soll laut O&O für schnellere System- und Programmstarts sorgen und weiterer Fragmentierung vorbeugen.

Preise und Verfügbarkeit

O&O Defrag 22 kostet in der Server Edition 199 Euro inklusive Umsatzsteuer. Die Workstation Edition erlaubt die Steuerung im Netzwerk und kostet rund 46 Euro. Beide Varianten sind auch als Volumenlizenzen zu günstigeren Konditionen erhältlich. Die O&O Enterprise Management Console zur zentralen Verwaltung wird im Lauf der kommenden Monate auf den Markt kommen und voraussichtlich 499 Euro kosten. Eine kostenlose Testversion der Server Edition steht auf der Website von O&O zum Download bereit.

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